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Sommerzeltlager 2013 bei Freudenstadt – Büffeltanz und Büffeljagd – Abenteuer als Indianer

In den Sommerjagdgründen

Auf Jagd gehen, Wettkämpfe bestehen und Abenteuer erleben, all das konnte ein Indianer, wenn er im Sommer sein Dorf verließ und in die Jagdgründe zog. Der ganze Stamm kam dort zusammen, stellte seine Tipis auf, und abends an den Lagerfeuern sah man die alten Freunde aus den letzten Jahren wieder. So erlebten es auch die Wölflinge des Pfadfinderbundes Süd auf dem diesjährigen Sommerlager, auf dem sie Indianer spielten.

Das Sommerlager von oben

Das Sommerlager von oben

Wir von der Meute Polarfuchs hatten nach zwei Wochen Sommerlager bereits viel erlebt. Gleich zu Beginn des Lagers hatten wir im Wald ein großes Tipi aus Ästen gebaut und hatten am großen Wettkampf der Indianer teilgenommen. Ja, wir mussten sogar auf Kriegspfad ziehen, denn die feindlichen Schwarzfußindianer waren in unser Jagdgebiet eingedrungen. Wir hatten ihr Versteck ausfindig gemacht und sie wieder aus unseren Jagdgründen vertrieben. Aber all das war nun bereits geschehen, und wir schauten mit Stolz auf unsere vollbrachten Taten. Allerdings fehlte für unseren Indianerstamm noch das Wichtigste: die Büffeljagd.

Die Meute vor ihrem Tipi

Die Meute vor ihrem Tipi

Die Pfeile werden nochmals überprüft

Die Pfeile werden nochmals überprüft

Immer wieder hatten wir seit der Ankunft in unseren Jagdgründen nach ihnen Ausschau gehalten. Einzelne Büffel waren gesichtet worden, doch eine ganze Herde hatte niemand entdeckt. Da kam endlich die Kunde von einer großen Herde. Schnell wie ein Präriebrand verbreitete sich diese Neuigkeit im ganzen Lager.

Der Büffeltanz

Noch am selben Abend lud der Medizinmann zum Büffeltanz, der die Geschichte der Büffeljagd nacherzhält. Nachdem die Zeremonie feierlich eröffnet wurde, teilten sich die Indianer in zwei Gruppen, die eine spielte „Büffel“, die andere die „Indianer“ auf der Jagd.

Der Medizinmann erzählt von der Büffeljagd

Der Medizinmann erzählt von der Büffeljagd

Ein Totem soll eine glückliche Jagd bringen

Ein Totem soll eine glückliche Jagd bringen

Der große Büffeltanz

Der große Büffeltanz

Wir von der Meute Polarfuchs gehörten beim Tanz zu der Gruppe der „Büffel“. Mit den Schlägen des Trommlers begann der Tanz. Wir zogen als „Büffel“ im Takt der Trommel zunächst friedlich und unbehelligt über die Prärie. Um uns herum bildete die Gruppe der „Indianer“ einen Kreis. Bald schon spähten die „Indianer“ nach uns Büffeln aus. Als sie uns entdeckt hatten, beschleunigte der Trommler den Rhythmus, und die „Indianer“ liefen immer schneller im Kreis um uns herum. Wir Büffel liefen ebenfalls schneller und versuchten die Flucht. Doch die Indianer hoben ihre Tomahawks und schlugen sie vor sich auf die Erde. Das war unser Zeichen: Wir waren erlegt! Wie wir es geübt hatten, fielen wir alle wie getroffen um. Den Indianern war die Jagd gelungen, und zum Zeichen ihres Sieges stimmten die Indianer ein gellendes Indianergeheul an. Nun war uns die Unterstützung Manitus bei der bevorstehenden Jagd sicher.


Die Büffeljagd

Gleich am nächsten Morgen sammelte sich unser ganzer Indianerstamm am Rand unseres Zeltlagers – „auf der großen Prärie“. Noch war nichts von den Büffeln zu sehen. Einige ältere Kinder verkleideten sich deshalb mit Tierfellen und schlichen vorsichtig in die Richtung, aus der die Büffel kommen sollten. Von uns Polarfüchsen war auch ein Späher entsendet worden. Er suchte genau den Horizont ab. Irgendwo in der Ferne mussten sie kommen. Und tatsächlich, noch weit entfernt sah er dunkle Haufen, groß wie Büsche, sich langsam über die Prärie bewegen. Das musste die Büffelherde sein. Er wagte sich näher heran, denn in seinem Wolfsfell konnte er nicht erkannt werden. Jetzt sah er sie deutlich und hatte Gewissheit. Schnell machte er die anderen Späher auf seine Entdeckung aufmerksam, und dann gaben sie gemeinsam dem restlichen Stamm Bescheid. Doch nun ergriffen die Büffel die Flucht. Schnell musste der Rest der Indianer nachkommen, und zusammen nahmen wir Indianer nun die Verfolgung auf. Es gelang uns, die Büffel einzuholen.

Drei Indianer schleichen  als Späher voraus

Drei Indianer schleichen als Späher voraus

...weitere Indianer folgen auf leisen Sohlen

…weitere Indianer folgen auf leisen Sohlen

Endlich - da kommen sie!

Endlich – da kommen sie!

Jetzt nahmen wir unsere Bögen von der Schulter und unsere Pfeile aus dem Köcher. Endlich war es soweit. Nach langem Suchen in unseren Jagdgründen bei immer knapper werdenden Vorräten hatten wir es geschafft: die Büffel waren direkt in Reichweite. Begeistert brachten wir uns alle in Schussposition, legten die Pfeile ein, spannten die Bogensehnen, zielten, und mit einem Surren ließen wir die Pfeile auf unser Ziel los. Schon war der erste Büffel getroffen und viele weitere Treffer folgten, bis der starke Büffel ganz erlegt war. Nur wenige Pfeile verfehlten ihr Ziel – nun zeigte sich die Übung von zwei Wochen Sommerlager.
Als alle Gruppen einen Büffel erlegt hatten, erscholl von allen Seiten einen großes Jagdgeheul. Die Gruppen zeigten sich gegenseitig ihre Beute. Jede war erfolgreich gewesen, und nun war der Vorrat für den Winter sichergestellt. Besonders freuten wir uns auf das große Abschlussfest, das wie immer am Ende unseres Lagers stattfinden würde und an dem es dann auch vom „Büffel“-Fleisch geben sollte.

Gut zielen - spannen - und Schuss!

Gut zielen – spannen – und Schuss!

...Treffer!

…Treffer!

Das ist genügend Fleisch für den Winter

Das ist genügend Fleisch für den Winter

Pfadfinder erkunden die Stadt Ettlingen

„Welche berühmte Person nahm 1806 und 1809 kurz im Ettlinger Schloss Quartier? – Weiß das jemand von euch?“ Alle aus der Sippe Normanne schüttelten die Köpfe. Das war aber wirklich eine der schwersten Fragen der Stadtrallye. „Wir können doch einen Passanten hier aus Ettlingen fragen, da gibt es bestimmt jemanden, der es weiß!“, schlug einer der jüngeren Pfadfinder vor, und die gute Idee wurde sofort in die Tat umgesetzt.

Denn die Zeit war knapp. Alle Ettlinger Sippen waren zur Stadtrallye gekommen und versuchten, den versteckten Schatz zu heben. Hierfür mussten die Mannschaften zuerst Hinweise finden, die in der ganzen Ettlinger Altstadt verteilt waren. Außerdem mussten Fragen zur Stadtgeschichte beantwortet werden.

Einige Passanten wussten sogar noch weitere interessante Geschichten zu erzählen

Einige Passanten wussten sogar noch weitere interessante Geschichten zu erzählen

Wo müssen wir denn als nächstes hin?

Wo müssen wir denn als nächstes hin?

Hier muss irgendwo ein Hinweis versteckt sein.

Hier muss irgendwo ein Hinweis versteckt sein.

Wie lautet das vierte Wort auf der Tafel?

Wie lautet das vierte Wort auf der Tafel?

Einer aus der Sippe Normanne hatte mittlerweile von einem Ettlinger die Antwort auf die Frage erfahren und rief den anderen zu: „Das war Napoleon! Hättet ihr das gedacht?“ Nein, das hatte keiner vermutet. Doch bei der nächsten Frage konnte gleich jemand sein Wissen einbringen: „Jetzt müssen wir zur ältesten Kirche von Ettlingen, die kenne ich! Das ist die Martinskirche. Kommt mit, hier durch die Martinsgasse geht es am schnellsten.“ Sogleich rannten alle los, schließlich gab es hier den nächsten Hinweis auf den Schatz.

Wer ist bloß diese Frau gewesen?

Wer ist bloß diese Frau gewesen?

Hier ist das Schild mit dem Wasserstand!

Hier ist das Schild mit dem Wasserstand!

Für die anschließende Aufgabe war es gut, dass man nicht alleine war, denn auf dem Aufgabenzettel stand: „Sucht in der Straße nordwestlich von eurem Standpunkt nach einer Hochwassertafel.“ Alle halfen mit beim Suchen, und so war sie schnell gefunden.
Und nun folgten noch viele andere Aufgaben: Es gab einen Parcours durch das Labyrinth auf der Schlossgartenhalle, anschließend musste eine alte Inschrift gefunden werden, dann galt es eine Statue auf dem Rathaus zu benennen. Ab und zu begegnete man kurz einer der anderen Pfadfindermannschaften. „Wie weit die wohl sind?“ fragten sich die Normannen dann, „uns fehlt nur noch ein letzter Hinweis.“ Als der gefunden war, gab es als letzte Hürde noch eine Geheimschrift von der Spielleitung. Dabei erfuhren die Jungen und Mädchen der Sippe Normanne, dass sie am schnellsten gewesen waren. Nachdem die Geheimschrift entschlüsselt war, konnten sie den Schatz in der Nähe des Ettlinger Schlosses als erste Mannschaft heben.

Bald kamen auch die anderen Mannschaften, die ebenfalls alle Aufgaben gelöst hatten. Gemeinsam hatte man einen spannenden Nachmittag verbracht und darüber hinaus viel über die eigene Heimatstadt Ettlingen gelernt.

Pfadfinder bei der Spieleolympiade in Bad Herrenalb

Wie jedes Jahr begleiteten wir den Bad Herrenalber Bauernmarkt mit einer großen Spieleolympiade, und da unsere Gruppen aus den Ortsteilen sich gerade mit dem Thema “Indianer” beschäftigten, lag es nahe, den Kurpark in ein großes Indianerdorf zu verwandeln. An verschiedenen Stationen konnte man sich nun im Tomahawkwerfen, im Bogenschießen und im Lassowerfen üben. Es gab die Stationen “Hasenjagd” und “Büffeljagd”, und schließlich konnte sich jeder im Wettreiten über einen Hindernisparcour messen.

Die Spielestationen stießen auf reges Interesse, so dass viele Kinder in vielen Runden nacheinander um Punkte kämpften, bis schließlich um 18 Uhr die Siegerehrung dem regen Treiben ein Ende setzen musste.

Spieleolympiade des Pfadfinderbundes Süd e.V.

Spieleolympiade des Pfadfinderbundes Süd e.V.

Auch die ganz kleinen sind schon dabei.

Auch die ganz kleinen sind schon dabei.

Hier kann man den Ball, der durch das Rohr angeschossen kommt, mit der Schüssel einfangen.

Hier kann man den Ball, der durch das Rohr angeschossen kommt, mit der Schüssel einfangen.

Bei den 5-6jährigen gewann den 1. Platz Nikita, den 2. Platz Tristan und den 3. Platz Daniel. In der Altersklasse 7-8 Jahre gewann Jakob, gefolgt von Luca und Samuel auf dem zweiten Platz und Dario auf dem dritten Platz. Bei den 9-10jährigen gewann Tim den ersten Preis, Daniel den zweiten Preis und Ludwig den dritten Platz.

Erwähnenswert ist es auch, dass die vielen Spielestationen über den ganzen Tag selbstständig von jüngeren Pfadfindern aus unseren Gruppen betreut wurden – bereits zehnjährige Kinder legten hier ein beachtenswertes ehrenamtliches Engagement und Tatkraft zu Tage.