pfadfinder

Pfadfinder leisten Erste Hilfe

Zum festen Bestandteil der pfadfinderischen Ausbildung gehört in unseren Gruppen seit Jahrzehnten die “Erste Hilfe” und das Verhalten in Notfällen. Die Jugendlichen lernen hierbei, wie und was zu tun ist, um gezielt und effektiv helfen zu können. Neben der korrekten Absicherung einer Unfallstelle, dem Notruf und der Eigensicherung am Unfallort gehört hierzu auch die medizinische Erste Hilfe.
Dieses Wissen wird regelmäßig immer wieder geübt, und einmal im Jahr – im Rahmen eines großen Wettbewerbes bei dem sich die Pfadfindersippen in Wissen und Können messen – gehört auch der “Autounfall” zu einem der Szenarien das immer wieder durchgespielt wird.

Schwerer Verkehrsunfall bei Birkenfeld

Schwerer Verkehrsunfall auf der K4576 von Birkenfeld kommend in Richtung Oberhausen

Für die Sippe Skiren aus Straubenhardt, die an diesem Tag zu Gast bei der Sippe Helvekonen aus Gräfenhausen / Birkenfeld war, wurde aus dieser spielerischen Übung nach ihrer letzten Gruppenstunde plötzlich der Ernstfall: Als die letzten -zumeist älteren- Pfadfinder der Gruppe sich auf den Heimweg machen wollten, verunfallte ein Auto auf der nahe gelegenen Landstraße, wobei das Fahrzeug abhob und 50 Meter weit und rund 5 Meter hoch durch die Luft flog. Das Fahrzeug überschlug sich mehrfach, wobei die beiden Insassen herausgeschleudert wurden, ehe es auf dem Acker neben der Landstraße liegen blieb.

Wie noch zuletzt vor – fast auf den Tag genau – 6 Wochen im Rahmen des Sommerlagers geübt, lief die Absicherung der Unfallstelle automatisch, während keine 15 Sekunden nach dem Unfall via Handy bereits der Notruf abgesetzt wurde. Zeitgleich wurden die beiden schwerverletzten jungen Männer nach besten Möglichkeiten versorgt: hier kamen einige sehr hilfsbereite Autofahrer zu Hilfe, die angehalten hatten und Decken zum warmhalten und unterlegen für die beiden Verletzten brachten. Wenig später trafen dann auch schon Notarzt, Polizei und Feuerwehr ein, die die weitere Versorgung der jungen Männer professionell übernahmen.

Hier machte sich die gute Übung und Disziplin der Pfadfindergruppe mehr als bezahlt, denn besser und gezielter konnten diese Maßnahmen durch die Pfadfinder gar nicht durchgeführt werden. Die Gruppe hofft nun auf die baldige und vor allem vollständigen Genesung der beiden lebensgefährlich verletzten Männer.

Weitere Presseberichte:
Bericht bei PZ-News
Bericht der Feuerwehr Birkenfeld
Bericht bei KAnews
Polizeidirektion Pforzheim

Schwerer Verkehrsunfall bei Birkenfeld

Schwerer Verkehrsunfall auf der K4576 von Birkenfeld kommend in Richtung Oberhausen

Schwerer Verkehrsunfall bei Birkenfeld

Schwerer Verkehrsunfall auf der K4576 von Birkenfeld kommend in Richtung Oberhausen

Schwerer Verkehrsunfall bei Birkenfeld

Schwerer Verkehrsunfall auf der K4576 von Birkenfeld kommend in Richtung Oberhausen

Schwerer Verkehrsunfall bei Birkenfeld

Schwerer Verkehrsunfall auf der K4576 von Birkenfeld kommend in Richtung Oberhausen

 

Pfingsthaik an den Blautopf in Blaubeuren

Haik in Blaubeuren

Haik in Blaubeuren

Über die Pfingstfeiertage machten sich 20 der älteren Pfadfinder der Sippe Skiren aus Straubenhardt, der Sippe Vandalen aus Karlsbad und der Sippe Markomannen aus Bad-Herrenalb des Pfadfinderbund Süd auf zum Haik rund um den Blautopf in Blaubeuren.

Am Samstag Morgen ging es in aller Frühe los, sodaß die Gruppe kurz vor 8:00 Uhr in Blaubeuren eintraf. Sogleich wurde das Gepäck aufgenommen und nach einem kurzen Fußmarsch erreichte die Gruppe den Blautopf; für die Meisten war dies das erste Mal den Blautopf direkt zu sehen – bisher kannten sie ihn nur aus den Schulbüchern und von Fotos. Nachdem der Blautopf ausgiebig bestaunt worden war, umrundete die Gruppe den kleinen See und frühstückte direkt am Ufer des Blautopf.

Danach ging es endlich richtig los: ein steiler Aufstieg führte aus Blaubeuren heraus, und wenn der Wald sich hin und wieder lichtete, konnten die Pfadfinderinnen und Pfadfinder die Aussicht auf das unter ihnen immer kleiner werdende Blaubeuren genießen. Erstes Ziel danach war die kleine Ortschaft Seißen: Hier erkundigten sich die Pfadfinder in einer kleinen Edelbrennerei nach einem Dorfbrunnen, an dem sie Wasser bekommen könnten. Der nette Herr aber lud die Pfadfinder sofort dazu ein, ihre Wasservorräte aus seinem Wasserhahn zu füllen. Die Pfadfinderinnen und Pfadfinder waren natürlich sehr begeistert von dieser Hilfsbereitschaft. Aber auch das bildschöne Dörfchen an sich, die hübsche Kirche und der wunderschöne Dorfteich in Seißen fasziniert die Pfadfinder und so fiel der Aufenthalt in Seißen etwas länger als geplant aus.

Der Blautopf

Der Blautopf

Das nächste Ziel an diesem Tag war die Ruine der Günzelburg, von der man eine herrliche Aussicht hatte. Am frühen Nachmittag erreichte die Gruppe dann das letzte Ziel für den Tag: die Sontheimer Höhle. Hier erfuhren die Pfadfinder bei einer Höhlenführung allerlei über die Geschichte der Höhle, die berühmten Funde in der Höhle (neben einem fast 3000 Jahre alten männlichen Skelett wurden 14 Skelette in einer keltischen Grabstätte innerhalb der Höhle gefunden), die Geologie und die Entstehung der Schwäbischen Alb an sich. Auch über die Tierwelt in der Höhle erfuhren die Pfadfinder einiges: derzeit leben über 430 Fledermäuse in der Höhle; die seltene Mopsfledermaus -so erfuhr die Gruppe- ist in der Sontheimer Höhle jedoch leider ausgestorben.

Am nächsten Tag hatte die Gruppe sehr viel Glück: die vordere Kohlhalden-Höhle wird nur einmal im Jahr geöffnet und ausgerechnet an diesem Tag war es soweit: so konnten die Pfadfinder die schönste Tropfsteinhöhle des Haiks besuchen. Der weitere Weg führte die Pfadfinder durch eine malerisch schöne Landschaft; rechts und links vom Wege luden immer wieder kleine Höhlen ein die entdeckt und untersucht werden wollten. Gegen Abend mußte die Gruppe dann erneut eine Möglichkeit suchen um Wasser zu erhalten. Nachdem die kleine Gruppe zunächst einer riesigen Kuhherde begegnete, fragten einige Pfadfinder in dem Bauernhof nach und erhielten sofort Hilfe in Form von frischem Wasser.

Die Gruppe beim Aufstieg aus der Sontheimer Höhle

Die Gruppe beim Aufstieg aus der Sontheimer Höhle

Am letzten Tag des Haiks kamen die Pfadfinder an einer weiteren, sehr großen Höhle vorbei. Gut, daß alle ihre Taschenlampen dabei hatten, denn die Höhle war nicht nur riesengroß, sondern auch nahezu stockdunkel. Mit den Taschenlampen konnte aber auch der kleinste Winkel der Höhle untersucht und erkundet werden. Das vorletzte Ziel der Gruppe an diesem Tag war der “Bischoff” – eine weitere Höhle, die eines der Mädchen auf der Karte entdeckt hatte. Als die Gruppe nach einem steilen Aufstieg die Höhle erreicht, war die Enttäuschung leider groß: die Höhle (eigentlich eher Felsüberhang) war als Mülldeponie mißbraucht worden und war mit einem dichten Drahtgitter sowie mit Stacheldraht gesichert, sodaß eine Erkundung nicht möglich war. So machte sich die Gruppe auf den Rückweg und wollte noch zum “Felslabyrinth”, einem weitereren Punkt, der auf der Karte entdeckt worden war: auch hier hielt sich die Begeisterung sehr in Grenzen – nach einem noch steileren Aufstieg erreichte die Gruppe eine wunderschöne Felsformation, von einem Labyrinth war jedoch nichts zu entdecken. So beschloß die Gruppe, vor der Heimfahrt noch einmal den Blautopf zu besuchen, bevor es dann wieder nach Hause ging.

Der Blautopf

Der Blautopf

Die Jungen und Mädchen der Gruppe waren sich am Ende jedoch einig: hier wollen sie auch im nächsten Jahr weiter auf Erkundungtour gehen, und so ist auch schon der Haik fürs nächste Jahr “so gut wie geplant”.

Die Mühle am Blautopf

Die Mühle am Blautopf

Die Gruppe überhalb des Blautopfs

Die Gruppe überhalb des Blautopfs

Frühstück am Ufer des Blautopf

Frühstück am Ufer des Blautopf

Die Kirche in Blaubeuren

Die Kirche in Blaubeuren

Aufstieg zur Ruine Günzelburg

Aufstieg zur Ruine Günzelburg

Ausblick von der Ruine Günzelburg

Ausblick von der Ruine Günzelburg

Kirchturm in Seißen

Kirchturm in Seißen

Der Dorfteich in Seißen

Der Dorfteich in Seißen

In der Sontheimer Höhle

In der Sontheimer Höhle

Sontheimer Höhle

Sontheimer Höhle

Abstieg bis in die hinterste Kammer der Sontheimer Höhle

Abstieg bis in die hinterste Kammer der Sontheimer Höhle

Vordere Kohlhaldenhöhle

Vordere Kohlhaldenhöhle

Tropfsteine in der Vorderen Kohlhalden-Höhle

Tropfsteine in der Vorderen Kohlhalden-Höhle

Tropfsteine in der Vorderen Kohlhalden-Höhle

Tropfsteine in der Vorderen Kohlhalden-Höhle

Pfadfinder beobachten die Kuhherde

Pfadfinder beobachten die Kuhherde

Die große Kuhherde auf dem Weg zum Melken

Die große Kuhherde auf dem Weg zum Melken

Eine Höhle am Wegesrand wird erkundet

Eine Höhle am Wegesrand wird erkundet

Eine weitere Höhle wird erkundet

Eine weitere Höhle wird erkundet

In der Höhle

In der Höhle

Ohne Taschenlampen wäre es zu dunkel gewesen

Ohne Taschenlampen wäre es zu dunkel gewesen

Die wunderschöne Landschaft der Schwäbischen Alb

Die wunderschöne Landschaft der Schwäbischen Alb


 

Pfadfinderhaik am Bodensee Teil 3: Pfahlbauten und Basilika Birnau

Der zweiten Teil des Berichtes finden Sie hier (bitte hier klicken)

Die Rekonstruktion einiger Pfahlbauten - Im Vordergrund ein Einbaum

Am dritten Tag des Bodensee-Haiks ging es weiter zum UNESCO Kulturerbe: den Pfahlbauten in Unteruhldingen.
Die weit über zwanzig Pfahlbauten sind die Rekonstruktion einer prähistorischen Siedlung aus der Steinzeit und der Bronzezeit. Am Museum wurde die Gruppe vom Personal abermals sehr hilfsbereit empfangen: sogleich wurde ein Nebenraum aufgeschlossen, so daß die Pfadfinder Ihre Rucksäcke unterstellen konnten, denn es hatte zu regnen begonnen.

Bei der Führung lernten die Pfadfinder einiges über das Leben in der Pfahlbausiedlung: von der Wasserversorgung, der Lebensmittelbeschaffung, dem Handel und dem Handwerk bis hin zu Dingen wie der täglichen Toilette. Dabei verstanden es die Museumsführer aufs vortrefflichste die ungeheure Fülle ihres Detailwissens kurzweilig und interessant zu erzählen. Im Gegensatz zu den meisten Museen durften hier die nachgebauten Werkzeuge und Gerätschaften von den Besuchern angefaßt und sogar ausprobiert werden.

Diese Kinder versuchen das Loch im Stein tiefer zu bohren

So bedauerten die Pfadfinder es sehr, daß die Führung bereits nach “nur 45 Minuten” vorüber war. Nachdem sich die Gruppe mit einem kräftigen Applaus bei ihrem Führer bedankt hatte, konnte aber noch jeder für sich die Pfahlbauten entdecken gehen: neben vielen weiteren Pfahlhäusern gab es eine Vorratskammer, das Haus des Häuptlings und einen Brennofen zu besichtigen. Auch einen großen Steinbohrer gab es: Nach zehn Minuten bohren war das Loch allerdings noch kein bißchen tiefer geworden.

Fast eine ganze weitere Stunde entdeckten die Pfadfinder die Pfaulbauten auf eigene Faust, bis der Hunger schließlich auch den Letzten zurück zum Ausgangspunkt zog.

Im warmen Museumsgebäude schmeckte das Mittagessen sehr gut

Und da hatte das Personal des Museums noch eine ganz besondere Überraschung: statt im Regen essen zu müssen, durften die Pfadfinder den Nebenraum für ihr Mittagessen benutzen. Auf Stühlen, im Warmen und Trockenen, konnten sie so in fröhlicher Stimmung essen. Nach dem Mittagessen brachen die Pfadfinder dann zum letzten Ziel ihres Haiks auf: der Basilika von Birnau, einer barocken Klosterkirche.

Die Palisaden schützten die Bewohner zum See hin

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erschöpft, jedoch geprägt von den vielen schönen Eindrücken, traten sie dann die Heimfahrt an.

 

Ankunft bei der Basilika Birnau

 

Der zweite Teil des Berichtes finden Sie hier (bitte hier klicken)

Über diesen Haik gibt es auch eine Presseveröffentlichung in der Bodenseewoche.