Pfadfinder / Sippen

Rätsel mit Hindernissen

Zwei Streichhölzer sind so umzulegen, daß vier Quadrate entstehen.

Zwei Streichhölzer sind so umzulegen, daß vier Quadrate entstehen.

Eine Kombination aus Knobelgeschick, sportlichem Durchhaltevermögen und handwerklichen Fähigkeiten mussten die Mitglieder der Sippe Jaguar in ihrer letzten Gruppenstunde unter Beweis stellen: Es galt, Streichholzrätsel zu lösen, bei denen zum Beispiel durch Umlegen von zwei Hölzchen eine neue Figur entstand.

Das eigentliche Problem bestand zunächst darin, an Streichhölzer zu kommen. Die befanden sich nämlich auf einem Baum, den die Jugendlichen mit Hilfe von Strickleitern erklettern sollten. Schnell machten sich die verschiedenen Mannschaften ans Werk, Material für die Leitern zusammenzutragen und diese mit den richtigen Knoten zusammenzubauen. „Passt auf, dass ihr die Knoten richtig herum setzt, sonst rutschen die Sprossen später ab!“ warnten die Älteren, die schon einige Erfahrung hatten. Die Jüngeren konnten bei dieser Gelegenheit die Knoten erlernen und üben, bis die Strickleitern genügend Sprossen hatten, um damit an die Streichhölzer zu gelangen.

Beim Bau der Strickleiter.

Beim Bau der Strickleiter.

Einiges Geschick war gefragt, um das Aufhängeseil über den Ast zu werfen, dann konnten endlich die ersten Pfadfinder die Leitern erklimmen. „Ich habe eines!“ kam der begeisterte Ruf von oben. Da jedoch die Regel besagte, dass die Streichhölzer einzeln vom Baum heruntergetragen werden mussten, kamen die Jungen und Mädchen ganz schön aus der Puste, bis sie endlich die nötige Anzahl von Hölzern beisammen hatten, um die Rätsel nachzulegen. Besonders groß war schließlich der Jubel, wenn die Lösung eines Rätsels in gemeinsamer Arbeit endlich gelungen war.

Übergang in die Sippe

Die Gruppenarbeit in verschiedenen Altersstufen bringt es mit sich, daß von Zeit zu Zeit Mitglieder einer Altersstufe in die nächste wechseln. So trafen sich neulich die Hamberger Meute Panda und die Sippe Turmfalke mit anderen Gruppen des Stammes Wapiti zu einem gemeinsamen großen Spiel im Wald bei Büchenbronn, in dessen Rahmen einige langjährige Wölflinge in die Sippe überwechselten.

Die Luftballonmauer wird zerstört.

Die Luftballonmauer wird zerstört.

Beim Angriff auf die Luftballonburg.

Beim Angriff auf die Luftballonburg.

Vor dem großen Spiel.

Vor dem großen Spiel.

Beim Übergang in die Pfadfindersippe zu den "Großen".

Beim Übergang in die Pfadfindersippe zu den “Großen”.

Sommerzeltlager 2013 bei Freudenstadt – Backofenbau und Geländespiele

Bereits letzte Woche berichteten wir von den Aktivitäten unserer Jüngsten auf dem Sommerzeltlager, das der Pfadfinderbund Süd bei Freudenstadt durchgeführt hat.

Das Sommerlager von oben

Das Sommerlager von oben

Die 11- bis 16-Jährigen wiederum beschäftigten sich mit dem Bau ganzer Seilbrücken oder bauten Backöfen in den Erdboden, die sie dann zum Brot- und Kuchenbacken benutzen konnten. Hier lernten sie, sich mit einfachen Hilfsmitteln, wie Steinen, Lehm und Konservendosen zu behelfen, wobei die Erfahrungsschätze der einzelnen Gruppen etwas variierten. Manche, die zum ersten Mal ihren Backofen bauten, setzten das Loch zum Anfeuern direkt unter die Ofenklappe, so daß der Rauch in den Ofen hineinzog und der Kuchen einen leicht rauchigen Beigeschmack erhielt. Andere hatten diese Erfahrung schon im Vorjahr gemacht und daher ihr Feuerloch an die Seite verlegt, so daß kein Rauch in ihren Ofen ziehen konnte. So lernten die Jugendlichen im Alltag des Lagerlebens, mit bislang unbekannten Problemen fertig zu werden und dabei aus ihren Fehlern zu lernen. So lehrte es schon der Gründer der Pfadfinder, Baden Powell: „Learning by trial and error! – Lernen durch Probieren und Fehlermachen!“

Der Lehmmantel wird angebracht

Der Lehmmantel wird angebracht

Was ist denn hier los?

Was ist denn hier los?

...ah, hier wird gebacken!

…ah, hier wird gebacken!

Ein Höhepunkt des Lagers war das große Geländespiel. Hier war es Ziel von vier großen Mannschaften, möglichst viele Tannenzapfen aus dem im Wald gelegenen Depot in ihren eigenen Seilkreis zu transportieren. Das Spielgebiet erstreckte sich dabei auf die Fläche von zwei Hektar Wald, so daß es viele Möglichkeiten gab, sich zu verstecken und auf die unterschiedlichen Lager anzuschleichen. Man durfte nämlich auch bei den gegnerischen Mannschaften „klauen“ gehen. Mit Vorliebe verkrochen sich die Jungen und Mädchen in den Strächern und kleinen Bäumen, um möglichst ungesehen an das gegnerische Depot heranzukommen. Wem allerdings sein Tuch, das im Gürtel steckte, herausgezogen wurde, der mußte in sein Depot zurücklaufen, um sich wieder frei zu machen. Und so gab es manche freundschaftliche Rangelei, an deren Ende es auch einen eindeutigen Sieger gab. Freude an dem Spiel hatten aber alle gehabt.

Die Rouladen werden vorbereitet.

Die Rouladen werden vorbereitet.

Mmmmh - was für ein Festessen!

Mmmmh – was für ein Festessen!

Darüber hinaus gab es über das Lager verteilt einige Wettstreite, in denen sich die verschiedenen Gruppen auf unterschiedlichen Gebieten messen konnten. Die Gruppen der Mädchen und Jungen im Alter von 11 bis 16 nahmen am traditio¬nellen Sippenwaldlauf teil, bei dem an mehreren Stationen auf einer etwa 10 km langen Strecke Aufgaben wie der Bau eines Morseapparates oder die Versorgung von Unfallopfern gefragt waren. Sieger wurden die Sippen Kimbern und Teutonen vom Stamm Goten.
Auch einen Kochwettbewerb gab es auf dem Zeltlager. Dazu besorgte ein Mitglied jeder Gruppe die Einkäufe mit einer vorgegebenen Geldsumme pro Person. Aus diesen Einkäufen wurden mit den bescheidenen auf dem Zeltlager zur Verfügung stehenden Mitteln (Gaskocher, selbst gebaute Backöfen oder das offene Feuer) mehrgängige Menüs fabriziert. So gab es beispielsweise selbst fabrizierte Fleischbrühe mit verschiedenen Klößchen, gefüllte Schweineröllchen mit Gnocchi und Salat. Und auch beim Dessert blieb zum Beispiel bei einer Heidelbeercreme nichts zu wünschen übrig. Gewonnen hat diesen Wettbewerb die Langensteinbacher Sippe Vandale vom Stamm Cherusker.
Abgeschlossen wurde das Zeltlager durch einen Singewettstreit, bei dem jede Gruppe drei Lieder vortrug, die sie zuvor intensiv geprobt hatten. Hier gewann die Sippe Skiren aus Gräfenhausen, die Sippen Kimbern und Sweben aus Malsch und Ettlingen erreichte Platz 2 – ebenfalls vom Stamm Cherusker.

So ging das 17 Tage lange Lager viel zu schnell seinem Ende entgegen, und so wurde am letzten Abend mit einem besonderen Essen Abschied gefeiert. Bis spät in die Nacht klangen die Lieder an den vielen Lagerfeuern – ein letztes Mal noch für dieses Jahr. Und so hieß es für manche „Bis nächstes Jahr!“, für andere hingegen „Bis bald bei unserem nächsten Treffen!“

SingerundeSommerlager