Lager

Fahrradausflug in den Oberwald

An Christi Himmelfahrt hatten sich die Sippen Kimbern aus Malsch und Sweben aus Ettlingen verabredet, eine Fahrradtour zu machen. Ziele waren die Tiergehege im Oberwald bei Rüppurr. Zunächst galt es noch ein paar Reifen aufzupumpen, und dann hieß es „Abfahrt“. Schon auf der Straße gab es einiges zu entdecken. „Schau mal, da sind Pferde.“
„Was riecht hier denn so gut?“ – „Das ist der Bärlauch, der hier überall blüht.“

Immer schön in einer Reihe fahren, damit der Gegenverkehr durch kann.

Immer schön in einer Reihe fahren, damit der Gegenverkehr durch kann.

Wo sind denn bloß die Tiere hin?

“Wo sind denn bloß die Tiere hin?”

"...ganz da hinten ist es, kannst Du es mit dem Fernglas sehen?"

“…ganz da hinten ist es, kannst Du es mit dem Fernglas sehen?”

Bei den Tiergehegen angelangt, konnten die Jungen und Mädchen vieles beobachten und dabei auch einiges über Tiere lernen. So warfen die Dam-Hirsche gerade ihr Winterfell ab, während dem Männchen schon das neue Geweih wuchs.
Am Nachmittag teilten sich die Gruppen in Mannschaften auf, um ein zuvor von den Gruppenleitern erstelltes Tier-Quiz zu lösen. Bald sah man auf den Wegen Pfadfinder auf der Suche nach der richtigen Antwort. „Weißt du noch, wer der Urahn des Hauspferdes ist?“ – „Nein, aber hier steht eine andere Lösung: Das Wisent ist das größte Landsäugetier Europas.“

Mit knappem Vorsprung gelang es der einen Mannschaft, das richtige Lösungswort herauszufinden und an dem genannten Ort die versteckten Süßigkeiten zu finden. Wie es bei Pfadfindern üblich ist, teilten die Jungen und Mädchen ihren Fund mit den anderen Gruppenmitgliedern. Das war eine willkommene Stärkung, denn schon hieß es „Aufsatteln“, und die Gruppen fuhren müde und mit vielen Eindrücken heim Richtung Ettlingen bzw. Malsch.

Osterlager der Pfadfinder in Grunbach

Wie schon in den vergangenen Jahren führte auch dieses Mal das Osterlager die Buchener Sippe Luchs nach Grunbach, wo sie gemeinsam mit Sippen der Stämme Goten und Cherusker erlebnisreiche Tage verbrachten. Nach der Singerunde am Freitag abend waren die Jungen und Mädchen am nächsten Tag gespannt auf das große „Nummern-Spiel“, das die Kinder auf der Suche nach Puzzleteilen quer durch den ganzen Ort führte. Dabei hatte jeder Pfadfinder auf dem Rücken eine Nummer. Wurde diese von einem Mitglied einer gegnerischen Mannschaft laut gerufen, war man ab und musste ins eigene Lager zurück. Daher war es gut, wenn man ungesehen und unerkannt bleiben konnte…

Beim Zusammenpuzzlen der Teile

Beim Zusammenpuzzlen der Teile

Hier wird der Würfel aufgepustet.

Hier wird der Würfel aufgepustet.

Hatte eine Mannschaft dann alle eigenen Puzzleteile gesammelt, wurde fleißig gepuzzelt, um die nächste Aufgabe herauszufinden: Aus Papier sollten 10 Würfel gebastelt und diese dann aufeinander gestapelt werden – und das möglichst, bevor die anderen Mannschaften so weit waren! Das Interessante, aber auch etwas Knifflige war hierbei die Basteltechnik, denn die einzelnen Würfel konnten aufgepustet werden – wenn man richtig gefaltet hatte!

Beim Turmbauen machten die Kinder schnell die Erfahrung, dass es sich bezahlt machte, ordentlich und sorgfältig geknickt und gefalzt zu haben – so standen die Würfel besser aufeinander und der Turm fiel nicht so leicht um.

Ohh, ob das hält?

Ohh, ob das hält?

..ja, der Turm steht.

..ja, der Turm steht.

Knapp nacheinander gelang es schließlich allen Mannschaften – nach einigen Einstürzen in der Bauphase – ihren Turm zu errichten…

Ein selbst gebauter Klapphocker

Große Ereignisse werfen ihre Schatten weit voraus: So dachten die Pfadfinder der Ispringer Sippe Jaguar schon an das große Zeltlager in den Sommerferien, als sie sich vor kurzem auf ihrem Wochenendlager vornahmen, einen eigenen Klapphocker zu bauen.

Als Material für den Hocker dienten einfache Dachlatten, die die Jugendlichen zunächst sorgfältig glätteten, um später keine Splitter abzubekommen. Dann mussten die Latten genau auf die richtige Länge zugesägt und teilweise an den Enden abgeschrägt werden – so erhielten die Jugendlichen alle nötigen Einzelteile, die es nun richtig zusammenzusetzen galt.

Zunächst verleimten die Jungen und Mädchen starre Bereiche wie die Sitzfläche. Dann kam mit den Gelenken der schwierigere Teil: Die Beine des Hockers wurden durchbohrt und dann mit dicken Holzdübeln so zusammengefügt, dass sie gegeneinander beweglich waren.

Beim Bohren

Beim Bohren

Die Latten werden auf Länge gesägt.

Die Latten werden auf Länge gesägt.

Endmontage.

Endmontage.

Die letzten Feinheiten.

Die letzten Feinheiten.

„Passt auf, dass ihr eure Bohrungen genau setzt, sonst wackelt euer Hocker später!“ rieten die erfahreneren Bastler den jüngeren.  – „O je! Kannst du mir zeigen, wie man das am besten ausmisst?“  Natürlich waren die älteren Pfadfinder gerne bereit, den jüngeren zu helfen.

So übten sich die Mädchen und Jungen beim Bauen nicht nur in der Verwendung verschiedener Geräte wie Bandschleifer und Bohrmaschine, sondern auch in Ausdauer, Sorgfalt und Zusammenarbeit.

Nach einem Wochenende fleißiger Arbeit hielten alle Pfadfinder ihre selbst gebauten Hocker in den Händen und probierten sie natürlich sofort aus, als der letzte Leim getrocknet war. Alle waren stolz auf das Ergebnis, und einem Mädchen fiel ein: „Zum Glück müssen wir nicht bis zum Sommer warten – wir gehen ja an Pfingsten schon zelten!“