Winterlager

Winterlager des Stammes Wapiti

Die Pfadfinder des Pforzheimer Stammes Wapiti führten in den Weihnachtsferien gemeinsam mit einigen anderen Gruppen ihr Win­terlager in einem alten Dorfschulhaus im Odenwald durch. Lei­der meinte es das Wetter in diesem Jahr nicht so gut mit den Kindern, so daß keine wintertypischen Aktivitäten durchge­führt werden konnten. Dennoch fanden zahlreiche spannende Spiele und Unternehmungen im Freien statt.

Audienz bei Kublai Khan

Unsere Wölflinge – Mädchen und Jungen im Alter von 6 bis 10 Jahren – erlebten auf dem diesjährigen Winterlager den Höhepunkt ihrer Spielidee „Marco Polo“. Im vergangenen Halbjahr hatten sie auf der Reise von Venedig nach China allerlei Abenteuer erlebt und wollten nun beim chinesischen Herrscher Kublai Khan vorgelassen werden.

Da der Kaiser jedoch in seinem großen Reich unterwegs war, nutzten unsere „Handelsreisenden“ die Zeit, um das mittelalterliche China zu erkunden. Erstaunt sahen die Kinder, was es im 13. Jahrhundert in China alles schon gab, das im Europa jener Zeit noch völlig unbekannt war: Ein Händler bot Gläser an, mit denen man besser sehen konnte, und nannte diese „Blille“. Ein anderer zeigte den Kindern, wie man mit Hilfe einer (magnetisierten) Nadel die Himmelsrichtungen bestimmen kann. Und schließlich war die Begeisterung beim Sylvesterfeuerwerk – ebenfalls einer chinesischen Erfindung – kaum zu bremsen.

Beim Kaiser von China.

Beim Kaiser von China.

Dann endlich ging es zur Audienz bei Kublai Khan, von dessen Auftreten die Kinder sehr beeindruckt waren. Sie durften ihm von den Abenteuern der Reise berichten und überbrachten zahlreiche Gastgeschenke. Und zur Freude unserer jungen Händler verlieh ihnen dann der Herrscher Chinas das Recht, zwischen Venedig und China Handel zu treiben.

Adel verpflichtet

Adel verpflichtet – eine mehrtägige Spielrunde des gleichnamigen Brettspiels führten unsere Pfadfindersippen auf dem diesjährigen Winterlager durch. Wer dieses Brettspiel kennt, weiß, dass es nicht nur darum geht, die schönste und älteste Kunstausstellung für sich zu gewinnen, sondern auch die Spieltaktik der anderen Gruppen vorauszusehen. Das Spielgeld, das durch vielfältige Aufgaben erworben werden konnte, diente dazu, die eigene Kunstausstellung möglichst reichhaltig zusammenzustellen und zu erweitern. In den Aufgaben übten sich die Jungen und Mädchen im Kopfrechnen und Geographie, in kreativen Aufgaben wie dem Schreiben von Gedichten oder dem Malen von Bildern.Geschichklichkeit war ebenso gefragt...... wie Geographiekenntnisse

 
Geschichklichkeit war ebenso gefragt wie Geographiekenntnisse.

 

 

 

Auch sportliche Aktivitäten im Freien bereicherten das Aufgabenrepertoire. Doch Vorsicht! Manchmal tummelte sich ein Dieb in der Kunstausstellung. Die Mannschaften, die durch geeignete Spieltaktik ihren Detektiv einsetzten, um diesen Dieb zu fangen, wurden für ihre Aufmerksamkeit und ihre Beobachtungsgabe mit Spielpunkten belohnt.

Am Ende des Spiels freuten sich alle, die Aufgaben meisterhaft bewältigt zu haben. Durch die vielfältigen Aufgaben entdeckten viele Jugendliche ungeahnte Begabungen. So entstanden Zeichnungen, Gedichte und handgemachte Werke von Pfadfindern, deren Talente bislang im Dunklen verborgen geblieben waren.

Großes Abschlußfest mit Singewettstreit

Zum Abschluß des Winterlagers gab es eine große Feier, bei der zunächst im Singewettstreit verschiedene Gesangsbeiträge auf dem Programm standen. Alle Gruppen hatten das ganze Lager über fleißig geübt und trugen nun einige Lieder aus der für die Pfadfinder typischen Gattung der Fahrtenlieder vor. Dabei konnten die Sippen Jaguar aus Ispringen und Turmfalke aus Hamberg den Sieg davontragen.

 

Die Sippen Jaguar und Turmfalke vor ihrem Auftritt.

Die Sippen Jaguar und Turmfalke vor ihrem Auftritt.

Danach führten die Gruppen Sketche auf, ehe die Kin­der die mit Spannung erwarteten Halstücher und Abzeichen erhielten, die sie sich aufgrund ihrer Leistungen während des Lagers verdient hatten.

Winterlager der Sippen des Stammes Inka

Bericht des Stammes Inka

Direkt nach Silvester ging es los. Wir starteten zu unserem Winterlager, bei dem wir beim Stamm Cherusker im “Hirsch” zu Gast waren.

Schillers Glocke: Am Ende sieht der König über das Land.

Schillers Glocke: Am Ende sieht der König über das Land.

Das Lager stand ganz im Zeichen von Schillers Glocke, denn zum Bunten Abend am letzten Tag wollten wir dieses Gedicht szenisch darstellen. Dazu gehörte einiges an Übung, und so hatten wir schon in den Gruppenstunden vor den Ferien Rollen verteilt und Texte gelesen, um uns auf die Vorführung vorzubereiten.

Auf dem Lager übten wir dann einige schauspielerischen Szenen, die gut zur Ballade paßten. Vor allem die älteren Jugendlichen unter uns waren erstaunt, was alles Interessantes in einer Ballade stehen konnte: so hatten wir Gelegenheit, etwas über den Guß von Glocken zu lernen und auch über das ein oder andere Ereignis eines Menschenlebens gab es Gelegenheit, nachzudenken. So überlegten wir, wie wir eine jede Szene gut darstellen konnten.

Aber wir befaßten uns nicht nur mit Theaterspielen. Da wir uns seit dem Sommerlager mit der Tüchtigkeitsprobe Funker beschäftigen, führten wir auf diesem Lager auch ein Funkspiel durch. Es galt, ein Kreuzworträtsel zu lösen, dessen Aufgaben im Dorf ersteckt waren. Von einer Funkzentrale aus konnten die Orte der Verstecke abgerufen werden, anschließend wurde das dortige Rätsel geknackt und in das Kreuzworträtsel ingetragen. Das sich ergebende Lösungswort wies auf eine Geheimschrift hin, und diese wiederum ergab das Versteck eines Schatzes. “Funkzentrale für Mannschaft 1” hörte man araufhin im ganzen Dorf immer wieder, rannten doch für etwa zwei Stunden sieben annschaften mit ihren Funkgeräten durch Grunbach und knackten Rätsel.
“Entschuldigung, könnten sie uns bitte sagen welches Gebäude früher an der Stelle stand, wo heute das Gemeindehaus steht?”. Die Spielteilnehmer durften sich bei den Einheimischen erkundigen, wenn es um heimatkundliche Fragen ging. Nicht immer konnten die Grunbacher direkt weiterhelfen. Es lohnte sich die etwas älteren Einwohner zu fragen, denn die wußten sofort, daß sich dort einmal die Grundschule befunden hatte.

Dieses Spiel ging sehr knapp aus, zwei Mannschaften kamen kurz nacheinander zum Schatz. “Leider zu spät,“ so wurde die zweite Mannschaft freundlich empfangen, „wir
haben ihn schon.” Dann klaffte allerdings eine Lücke zu den nächsten Mannschaften, die sich mit der Lösung der Rätsel etwas schwerer taten.

Viel zu schnell war der letzte Tag da. Da es sich aber nicht ändern ließ, daß das Lager schon vorbei war, putzen wir noch gemeinsam fröhlich das Haus und verabschiedeten uns von den anderen in der Hoffnung, möglichst viele von ihnen auf dem bald folgenden Osterlager wiederzusehen.

Winterlager der Sippen des Stammes Cherusker (Teil 2)

Cluedospiel auf dem Winterlager

Die Geheimschrift-Entschlüsselungs-Scheibe hilft hier sehr

Die Geheimschrift-Entschlüsselungs-Scheibe hilft hier sehr

Als die Sippen Kimbern aus Malsch und Bataver aus Ettlingen auf dem Winterlager ankamen, begann für sie sogleich das erste Spiel: Die Jungen und Mädchen – im Alter von 10 bis 15 Jahren – erfuhren, dass jemand ermordet worden war. Sie mussten herausfinden, wer es getan hatte, wo es geschehen ist und welches die Tatwaffe war. (Sie kennen vielleicht das bekannte Gesellschaftsspiel „Cluedo“?)
Zunächst teilten sie sich in sechs Mannschaften auf, um dem Verbrecher auf die Schliche zu kommen.
Sie bekamen einige Geheimschriften, die sie erst einmal lösen mussten. „TFJM“ stand dort z. B. auf einem Zettel. Die ersten Mannschaften, die die Geheimschrift entschlüsselt hatten, bekamen einen Hinweis, aus dem sie schließen konnten, welcher Täter, welcher Raum oder welche Tatwaffe es nicht gewesen sein konnte. Alternativ durften sie auch eine andere Mannschaft befragen.

Sechs Augen sehen mehr als zwei!

Sechs Augen sehen mehr als zwei!

Nach anfänglichen Schwierigkeiten bei den Geheimschriften verstanden die Pfadfinder recht bald, wie sie an solche Geheimschriften herangehen mussten. Nach und nach erkannten alle Mannschaften, dass man viel schneller ist, wenn man zusammenarbeitet und nicht einer alles Allein macht. Hierauf kamen die Pfadfinder sehr bald, da sie es vom sonstigen Spielen, Basteln und von allen anderen Aktivitäten auf dem Lager kannten.
Auch machte es sich bezahlt, wenn jeder aufmerksam war, wo er helfen konnte und gute Ideen mit in die Gruppe einbrachte.
Der Kreis der Verdächtigen wurde immer kleiner, bis zum Schluss nur noch eine einzige Möglichkeit übrigblieb. „Professor Bloom hat im Billardzimmer den Mord mit dem Kerzenleuchter begangen.“
Aus diesem Spiel hatten die Pfadfinder aber weit mehr gelernt, als wer der Mörder war und wie man Geheimschriften löst.