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Gesellige Unterhaltung ist doch das schönste Programm!

 

  1. Weierer Dorffest der ARGE Ettlingenweierer Vereine

 

Am 10. und 11. Juli fand unser Dorffest in Ettlingenweier statt. Auftakt war wie immer der Faßanstich am Freitagabend. Zur Einstimmung spielte der Musikverein und die Kinder der Erich-Kästner-Schule sangen und tanzten. Danach brachte es unsere Ortsvorsteherin, Frau Führinger in ihrer Eröffnugsrede so schön auf den Punkt:

„Unser Fest hat kein großes Programm. Das brauchen wir auch nicht, denn unser Programm ist die Unterhaltung!“

Damit sprach sie den Festbesuchern aus dem Herzen. Wie schön ist es, einmal im Jahr alte Freunde, Nachbarn, Bekannte oder frühere Schulfreunde zu treffen. Menschen, die man lange nicht mehr gesehen hat und mit denen man einfach mal wieder „schwätzen“ kann. Man staunt, wie groß die Kinder geworden sind und freut sich, mit der Oma zusammen eine Bratwurst zu essen.

Nach dem Faßanstich kamen nicht nur die Erwachsenen mit kühlem Freibier auf ihre Kosten. Wie immer freuten sich auch die Kinder über den kostenlosen, selbstgepreßten Apfelsaft.

 

Besonders für die Kinder war dieses Mal auch sonst einiges geboten. Der Tischtennis-Verein hatte dieses Jahr erstmalig eine Tischtennisplatte aufgebaut. Dort wurde es immer wieder spannend, wer beim Rundlauf bis zum Schluß durchhält. Die Jugendfeuerwehr bot erfrischendes Zielschießen mit der Wasserspritze an. Der Kindergarten sang erst mit seinem Chor und schminkte dann wieder die Kleinsten. Bald bevölkerten niedliche Feen und Marienkäfer das Fest.

Wir Pfadfinder bastelten mit den Kindern und führten Spielestationen und eine Olympiade durch. Da polterte es beim Dosenwerfen und mancher Festbesucher freute sich, daß er ein paar erfrischende Spritzer abbekam, wenn unsere Wasserflaschen über die Straße schossen. Am Ende freuten sich die geschicktesten Olympiadeteilnehmer bei der Preisverleihung über ihre Gewinne.

Großer Spaß beim Dosenwerfen

Großer Spaß beim Dosenwerfen

Für das leibliche Wohl war, wie immer aufs beste gesorgt. Dabei hatten es die Gringelkartoffel vom Musikverein und die „Amlett mit Schleggs“ von Frau Führinger und Frau März den Pfadfindern besonders angetan. Aber auch viele andere Vereine legten sich ins Zeug. Ob Calamares beim Fußballverein, Speckbrötle von der Kirchengemeinde oder Käsespätzle von der GroKaGe. Für jeden Geschmack war etwas dabei. Und nach dem guten Essen saßen am Freitag, wie am Samstag Abend die Leute beisammen und das „Weißt Du noch…?“ und das „Hab ich Dir schon erzählt…?“, war bis tief in die Nacht zu hören.

Und das ist eigentlich auch das besondere an unserem Dorffest. Wir brauchen kein großes Programm. Unser Fest bringt die Generationen an einen Tisch und die Menschen wieder näher zusammen.

Wir sind 900 Jahre Oberweier

Unter diesem Motto stand das diesjährige XXL Jubiläumsdorffest in Oberweier am vergangenen Wochenende. Ein Straßenfest, das seinem Namen alle Ehre machte und bei dem auch wir Pfadfinder mit dabei waren. Es war in jeglicher Hinsicht „XXL“, sei es durch die Teilnahme aller ortsansässigen Vereine als auch deren ausgesprochen gutes Angebot und Programm. Selbst die Temperaturen mit 40°C im Schatten waren „XXL“. Die angebotene Vielfalt lockte die Besucher auch bei diesen Temperaturen.

Für Kinder wurde beispielsweise Papierschöpfen bei der Bücherei, Torwandschießen beim TSV, Ritter- und Wasserspiele, Stockbrot backen sowie Körbchen flechten bei uns Pfadfindern angeboten. Aber auch das betagtere Publikum kam auf seine Kosten, z. B. bei der großen Fotogalerie der Kameradschaft ehemaliger Soldaten, bei der Bilder der 125 Jährigen Vereinsgeschichte zu sehen waren und man sich bei kühlem Getränk von früher erzählen konnte.

 

Schon beim Aufbau hatte man den Eindruck, das ganze Dorf ist auf den Beinen und jeder packt an, Alt und Jung. Kein Wunder, daß die Tische für die Lange Tafel schnell aufgebaut waren. Dank der guten Planung und Vorbereitung von Christine Rübel-Partala und Nicole Dürr war die Lange Tafel der Höhepunkt am Freitagabend, an der ausgelassen gefeiert wurde. Eine Besonderheit war auch der Stand Oberweier International, der von in Oberweier lebenden ausländischen Familien organisiert wurde. Dort wurden Köstlichkeiten, wie spanische Brotaufstriche oder Schweizer Raclett und slowenischer Wein angeboten. Am Samstag mussten erst einmal die meisten Vereine einkaufen gehen, da die zahlreichen Besucher leere Kühlschränke und Pfannen, aber zufriedene Gesichter bei den Vereinsvorständen und den vielen Helfern hinterlassen hatten. Dann ging es mit zahlreichen Programmpunkten für Kinder weiter, wie mit dem von der Schule aufgeführten Theaterstück Till Eulenspiegel. Die schöne Inszenierung mit selbst gemaltem Bühnenbild und selbst geschneiderten Kostümen war ein echter Hingucker. Auch der traditionelle Dorfmarathon wurde kurzer Hand dem Wetter angepasst. Es ging nicht mehr darum, Rekorde zu brechen, sondern dabei zu sein und mitzumachen, wie die Delegation der Partnergemeinden Etoges, Fèrebrianges und Beaunay, die überall fröhlich und interessiert mit machten. Auch das Dorfquizz „Familiade“, das von uns Pfadfindern mitorganisiert wurde, lockte mit tollen Gewinnen, wie z. B. Kino-, Eiscafé- Restaurant-und Schwimmbadgutscheinen.

 

Alles in allem war dieses Oberweirer Dorfjubiläum durch und durch gelungen. Die lange und aufwendige Vorbereitung durch die Vereine hat sich gelohnt. Besonders bedanken wollen wir uns bei Ortsvorsteher Herrn Matzka und seiner Frau. Von Anfang standen sie mit Rat und Tat uns und den anderen Vereinen zur Seite. Wir hoffen, daß Oberweier von diesem Fest und dem dort gefeierten „Wirgefühl“ noch lange zehren kann und es im nächsten Jahr wieder heißt: „ Wir sind Oberweier“.

 

Auf den Spuren der Römer – in Ettlingen

„Was? Römer in Ettlingen?“ Ja klar, und es gibt noch viel mehr über die Geschichte Ettlingens zu entdecken, als manch einer weiß, auch wenn er schon lange Zeit dort wohnt. Jetzt waren die Pfadfinderinnen und Pfadfinder der Meute Steinmarder und Sippe Langobarden gespannt. Mit großen Augen folgten sie dem Museumsführer durch die an den Lauerturm angrenzenden Wirtschafsgebäude eines 400 Jahre alten und wieder hergerichteten Bauernhauses. „So wurde damals gekocht und geräuchert. Hiermit konnte man Weinfässer transportieren. Kennt Ihr die Legende vom Riesen vom Robberg und wie er im Lauerturm eingesperrt wurde?…“

Wir laufen auf dem Wehrgang der Ettlinger Stadtmauer...

Wir laufen auf dem Wehrgang der Ettlinger Stadtmauer…

Von hier aus können wir tolle Fachwerkhäuser sehen

Von hier aus können wir tolle Fachwerkhäuser sehen

Es gibt viele alte Gerätschaften zu sehen

Es gibt viele alte Gerätschaften zu sehen

Am Lauerturm gibt es eine spannende Sage zu hören.

Am Lauerturm gibt es eine spannende Sage zu hören.

Dann ging es die enge Wendeltreppe zur Spitze des Lauerturms hoch und anschließend quer durch die Ettlinger Altstadt. Lebhafte Bilder eines mittelalterlichen Ettlingens beschwor der Museumsführer in den Köpfen der Kinder herauf.
„Und wann kommen die Römer?“ fragte ungeduldig einer der Pfadfinder. Da waren sie schon am beinahe 2000 Jahre alten Römerbad unterhalb der Martinskirche angelangt, in das die Jungen und Mädchen nun hinabsteigen durften. „Früher arbeiteten hier viele Sklaven, um immer das Wasser und den Fußboden warm zu halten. — Hier saßen die Männer und redeten über Politik…“
So spannend kann die eigene Heimatstadt sein, wenn man sie sich mal ganz genau ansieht.

Es ging hoch hinauf auf den Lauerturm - aus den alten Schießscharten kann man rausschauen.

Es ging hoch hinauf auf den Lauerturm – aus den alten Schießscharten kann man rausschauen.

Zuletzt geht es unter die Erde ins alte Römerbad.

Zuletzt geht es unter die Erde ins alte Römerbad.