Wildenburg

Nachtgeländespiel der Junioren

Die älteren Pfadfinderinnen und Pfadfinder der Pfadfinderstämme Wildenburg und Goten trafen sich am Freitag Abend zum Nachtgeländespiel im Heim des Stammes Wildenburg in Walldürn. Nach einem warmen Abendessen ging es dann los.

Die Idee: Zwei Völker im Weltraum, die “Alphas” und die “Betas” tragen einen friedlichen Wettbewerb aus. Es geht darum, möglichst viel Leuchtfeuer vom eigenen Planeten zum Planeten der anderen zu transportieren – möglichst, ohne vom Gegner erkannt zu werden. Zunächst musste jedes Raumschiff “auftanken”, das heißt, der Pfadfinder bekam eine Eieruhr, die langsam tickte… Klingelte die Eieruhr, war der “Treibstoff” verbraucht und das Raumschiff musste zurück zur Tankstelle. Mit aufgetankem Raumschiff konnte dann der Transport der Leuchtfeuer (Leuchtstäbe in Dosen) beginnen. Zunächst musste ein “Meteoritengürtel” (ein kleines Wäldchen) durchquert werden – in der Dunkelheit kein einfaches Unterfangen! Dann galt es, den gegnerischen “Planeten” zu finden und – das wichtigste überhaupt – ungesehen dorthin zu gelangen. Denn wer von einem Verteidiger erwischt und abgedatscht wurde, der musste zurück zur Tankstelle…

Hier sieht man das Spielgebiet von oben. Das kleine Waldstück ist der "Meteoridengürtel"

Hier sieht man das Spielgebiet von oben. Das kleine Waldstück ist der “Meteoridengürtel”

Endlich ging es los – ein Licht am Waldrand verkündete, dass die Weltraumtankstelle geöffnet hatte. Schnell kamen die ersten “Raumschiffe” zum Auftanken, die ersten Leuchtfeuertransporter machten sich auf den Weg durch das “Meteoritenfeld”. Während die einen versuchten, durch besonders geräuschvolles Auftreten die Aufmerksamkeit der gegnerischen Abwehr auf sich zu lenken (das hat immer funktioniert…), schlichen sich andere auf  Umwegen an das gegnerische Lager (das hat nicht immer geklappt…).

Angriffs- und Verteidigungswege der beiden Mannschaften.

Angriffs- und Verteidigungswege der beiden Mannschaften.

“Achtung, da kommt jemand!” – ein Verteidiger hatte einen Schatten auf der Wiese entdeckt – schnell kam ein ein anderer Verteidiger hinzu – “Oh nein!” – er wurde durch eine klingelnde Eieruhr auf seinen leeren Treibstofftank hingewiesen – er musste zurück zur Tankstelle – somit schaffte es der Gegner doch noch ungefährdet, sein Leuchtfeuer abzustellen…

So zeichnete einer der Pfadfinder das Erlebte Spiel.

So zeichnete einer der Pfadfinder das Erlebte Spiel.

Allerdings passierte es auch mehr als einmal, dass ein erfolgversprechender Leuchtfeuertransport kurz vor dem gegnerischen Planeten durch eine klingelnde Eieruhr abgebrochen wurde… So wogte das Spiel hin und her. Nach mehr als einer Stunde Spielzeit war das Ergebnis dann eindeutig: Die “Alphas” hatten nur noch 18 Leuchtfeuer auf ihrem Heimatplanet, die “Betas” 32. Damit hatten es die “Alphas” geschafft, mehr Leuchtfeuer zu den Gegnern zu bringen, sie hatten gewonnen.

Die Leuchtfeuer waren im Dunkeln weit zu sehen.

Die Leuchtfeuer waren im Dunkeln weit zu sehen.

Nach Spielende gab es natürlich viel zu erzählen – jeder hatte seine Erlebnisse und tauschte sich mit den anderen aus. Bei Keksen und Saft war so manche lustige Begebenheit vom Spiel zu berichten. Über die beste Strategie – laute Ablenkung oder leises Anschleichen ließ sich trefflich diskutieren. Anschließend ging es dann müde in die Schlafsäcke. Und beim nächsten Geländespiel regnet es hoffentlich nicht so viel wie an diesem Abend…

Osterlager der Pfadfinder in Grunbach

Wie schon in den vergangenen Jahren führte auch dieses Mal das Osterlager die Buchener Sippe Luchs nach Grunbach, wo sie gemeinsam mit Sippen der Stämme Goten und Cherusker erlebnisreiche Tage verbrachten. Nach der Singerunde am Freitag abend waren die Jungen und Mädchen am nächsten Tag gespannt auf das große „Nummern-Spiel“, das die Kinder auf der Suche nach Puzzleteilen quer durch den ganzen Ort führte. Dabei hatte jeder Pfadfinder auf dem Rücken eine Nummer. Wurde diese von einem Mitglied einer gegnerischen Mannschaft laut gerufen, war man ab und musste ins eigene Lager zurück. Daher war es gut, wenn man ungesehen und unerkannt bleiben konnte…

Beim Zusammenpuzzlen der Teile

Beim Zusammenpuzzlen der Teile

Hier wird der Würfel aufgepustet.

Hier wird der Würfel aufgepustet.

Hatte eine Mannschaft dann alle eigenen Puzzleteile gesammelt, wurde fleißig gepuzzelt, um die nächste Aufgabe herauszufinden: Aus Papier sollten 10 Würfel gebastelt und diese dann aufeinander gestapelt werden – und das möglichst, bevor die anderen Mannschaften so weit waren! Das Interessante, aber auch etwas Knifflige war hierbei die Basteltechnik, denn die einzelnen Würfel konnten aufgepustet werden – wenn man richtig gefaltet hatte!

Beim Turmbauen machten die Kinder schnell die Erfahrung, dass es sich bezahlt machte, ordentlich und sorgfältig geknickt und gefalzt zu haben – so standen die Würfel besser aufeinander und der Turm fiel nicht so leicht um.

Ohh, ob das hält?

Ohh, ob das hält?

..ja, der Turm steht.

..ja, der Turm steht.

Knapp nacheinander gelang es schließlich allen Mannschaften – nach einigen Einstürzen in der Bauphase – ihren Turm zu errichten…

Kröten sammeln am Rippberger Sommerberg

Nachdem die Pfadfinder der Walldürner Sippe Leopard vom Stamm Wildenburg bereits beim Aufbau des Krötenzauns am Rippberger Sommerberg geholfen hatte, war jetzt die Zeit der Krötenwanderung gekommen. Die Tage am Monatsende März 2013 waren ungewohnt frostig, doch im April kam die erwartete Nachricht von Edda Hennig aus Rippberg, die die dortigen Kröten für den NABU Deutschland betreut:
Die Krötenwanderung 2013 hatte begonnen.
Ausgerüstet mit Warnwesten, Handschuhen, Taschenlampen und Eimern machten sich die Pfadfinder in der Abenddämmerung auf den Weg nach Rippberg.
Am Sommerberg angekommen, konnten die Kinder bereits die ersten Kröten in den Zäunen sehen – an diesem Abend sollten es eine ganze Menge Amphibien werden, die die jungen Pfadfinder auflesen sollten…
Nach einer kurzen Begrüßung durch Edda Hennig ging es dann gleich ans Werk: Die Sipplinge teilten sich auf, um an mehreren Stellen des Krötenzauns die Sammelaktion zu starten.

Krötensammeln im Dunkel

Krötensammeln im Dunkel

...hier sitzt einer.

…hier sitzt einer.

„Da ist ein Päarchen!“ – „Und da drüben sitzen auch noch zwei!“ – „Hier ist ein Frosch!“ – aufgeregt teilten sich die Kinder mit, was sie gesehen hatten.

Schnell waren die ersten Amphibien entdeckt und in die Sammeleimer umquartiert. Für so manchen Pfadfinder war die Berührung mit den kalten und quakenden Tierchen ungewohnt – und keiner wollte den quäkenden Hüpfern ja weh tun. Doch bald war aus den Sammeleimern ein munteres mehrstimmiges Quaken zu hören…
Die erwachsenen Sammler, die den Zaun an der Bundesstraße abgelaufen hatten, waren an diesem Abend am „erfolgreichsten“: Weit über 200 Kröten allein an diesem Abend an der Bundesstraße! Dazu kamen nochmals über 60 Kröten am Sommerberg, die die Jüngeren aus den Zäunen und von der Straße geholt hatten…
…was aber nicht für den „Tagesrekord“ in diesem Jahr gereicht hat – an einem der Abende zuvor waren über 450 Kröten gesammelt worden!

Ein stolzer Fang

Ein stolzer Fang

Da sitzen sie dicht an dicht.

Da sitzen sie dicht an dicht.

Nachdem alle Kröten eingesammelt waren, wurden die Amphibien an den See gebracht, wo sie dann ablaichen konnten. Überall in Ufernähe sah man dann die Kröten im Wasser schwimmen…

In den folgenden Wochen waren die Pfadfinder dann noch mehrfach in der Dämmerung an den Krötenzäunen unterwegs – so viele Tiere wie am ersten Abend allerdings kamen nicht mehr zusammen. Mittlerweile sind die Zäune abgebaut und warten auf den Einsatz im nächsten Jahr, wo die Pfadfinder vom Stamm Wildenburg bestimmt wieder unterwegs sein werden, um einen kleinen Beitrag zum Natur- und Umweltschutz in unserer Heimat zu leisten.