Monthly Archives: May 2012

Turnier und Mai-Fest bei den Galliern

Vorbereitungen zum großen gallischen Turnier

Die Kinder freuen sich über die schön geschmückten Fenster

Die Großen helfen den Kleinen

Wie alle Meuten des Pfadfinderbundes-Süd erleben die Meuten Igel aus Bad-Wildbad und Dachs aus Grunbach des Stammes Wapiti gerade spielerisch die Zeit der Gallier. Ein großes Turnier war angekündigt worden, und zu diesem Anlaß wurde das Pfadfinderheim festlich geschmückt. Die Mädchen und Jungen bastelten z.B. Blumen, Schmetterlinge und Wolken aus Papier, um damit die Fenster ihres Pfadfinderheimes zu schmücken.

 

 

 

Jeder trägt seinen Speer mit sich

In den Gruppenstunden zuvor hatten sie bereits den Schmied und sein Handwerk kennengelernt. In vielen Spielen hatten sie ihm geholfen, den Rennofen zu bestücken und in der Schmiede das Feuer anzufachen. „Dafür bekommt nun jeder von euch eine geschmiedete Speerspitze von mir“, sagte darauf der Schmied und überreichte jedem eine Speerspitze aus Sperrholz. Daraus bastelte sich jedes Kind einen eigenen Speer.

Der Druide eröffnet das Turnier

 

 

 

 

 

Die Fässer sind sehr widerspenstig

Endlich war die Zeit gekommen, um zum großen Turnierplatz zu laufen. Jeder trug stolz seinen Speer und war voller Spannung, welche Aufgaben dieses Mal gestellt werden würden. Vier Gruppen der Wölflingsstufe  (die Meuten Igel, Dachs, Biber und Buntspecht) nahmen an den Wettkämpfen teil, in denen die jungen „Gallierkrieger“ ihre Kraft und ihr Geschick unter Beweis stellen konnten. „Auf an den Start, der Wettbewerb beginnt!“, eröffnete ein Druide  feierlich die Wettkämpfe. Während beim Seilziehen die Manneskraft gefragt war, erforderte das Zielwerfen mit den Speeren viel Geschicklichkeit. Beim Faßrollen bestand die Herausforderung darin, das eigenwillige Fass auf der Strecke zu halten. Die Spannung war immer groß, wenn der Druide den Sieger einer jeden Runde verkündete.

Jeder wurde von seiner Mannschaft kräftig angefeuert

Jeder muß mit anpacken

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem alle gestellten Aufgaben im Wettstreit erledigt waren, freuten sich die Kinder auf die wohlverdienten Würstchen am Lagerfeuer – was für ein Festmahl. Zwar wurde dieses durch einen kräftigen Regenguß begleitet, doch änderte das nichts an der guten Laune der Kinder. So wurde der letzte Lagerabend im frühlingshaft geschmückten Vereinsheim „Blume“ gefeiert.

 

Pfadfinderhaik am Bodensee Teil 3: Pfahlbauten und Basilika Birnau

Der zweiten Teil des Berichtes finden Sie hier (bitte hier klicken)

Die Rekonstruktion einiger Pfahlbauten - Im Vordergrund ein Einbaum

Am dritten Tag des Bodensee-Haiks ging es weiter zum UNESCO Kulturerbe: den Pfahlbauten in Unteruhldingen.
Die weit über zwanzig Pfahlbauten sind die Rekonstruktion einer prähistorischen Siedlung aus der Steinzeit und der Bronzezeit. Am Museum wurde die Gruppe vom Personal abermals sehr hilfsbereit empfangen: sogleich wurde ein Nebenraum aufgeschlossen, so daß die Pfadfinder Ihre Rucksäcke unterstellen konnten, denn es hatte zu regnen begonnen.

Bei der Führung lernten die Pfadfinder einiges über das Leben in der Pfahlbausiedlung: von der Wasserversorgung, der Lebensmittelbeschaffung, dem Handel und dem Handwerk bis hin zu Dingen wie der täglichen Toilette. Dabei verstanden es die Museumsführer aufs vortrefflichste die ungeheure Fülle ihres Detailwissens kurzweilig und interessant zu erzählen. Im Gegensatz zu den meisten Museen durften hier die nachgebauten Werkzeuge und Gerätschaften von den Besuchern angefaßt und sogar ausprobiert werden.

Diese Kinder versuchen das Loch im Stein tiefer zu bohren

So bedauerten die Pfadfinder es sehr, daß die Führung bereits nach “nur 45 Minuten” vorüber war. Nachdem sich die Gruppe mit einem kräftigen Applaus bei ihrem Führer bedankt hatte, konnte aber noch jeder für sich die Pfahlbauten entdecken gehen: neben vielen weiteren Pfahlhäusern gab es eine Vorratskammer, das Haus des Häuptlings und einen Brennofen zu besichtigen. Auch einen großen Steinbohrer gab es: Nach zehn Minuten bohren war das Loch allerdings noch kein bißchen tiefer geworden.

Fast eine ganze weitere Stunde entdeckten die Pfadfinder die Pfaulbauten auf eigene Faust, bis der Hunger schließlich auch den Letzten zurück zum Ausgangspunkt zog.

Im warmen Museumsgebäude schmeckte das Mittagessen sehr gut

Und da hatte das Personal des Museums noch eine ganz besondere Überraschung: statt im Regen essen zu müssen, durften die Pfadfinder den Nebenraum für ihr Mittagessen benutzen. Auf Stühlen, im Warmen und Trockenen, konnten sie so in fröhlicher Stimmung essen. Nach dem Mittagessen brachen die Pfadfinder dann zum letzten Ziel ihres Haiks auf: der Basilika von Birnau, einer barocken Klosterkirche.

Die Palisaden schützten die Bewohner zum See hin

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erschöpft, jedoch geprägt von den vielen schönen Eindrücken, traten sie dann die Heimfahrt an.

 

Ankunft bei der Basilika Birnau

 

Der zweite Teil des Berichtes finden Sie hier (bitte hier klicken)

Über diesen Haik gibt es auch eine Presseveröffentlichung in der Bodenseewoche.

Pfadfinder am Bodensee Teil 2: Meersburg

Der erste Teil des Berichtes finden Sie hier (bitte hier klicken)

Aufstieg in einem Weinberg

Am nächsten Morgen – am zweiten Tag unseres Bodensee-Hajks – ging es auf idyllischen Wegen zwischen Weinreben und Obstplantagen hindurch nach Meersburg – immer mit Ausblick auf den Bodensee. Dort konnten die Pfadfinder die „Burg Meersburg“ besichtigen und durften im Rahmen einer sehr interessant gestalteten Führung sogar auf den „Dagoberts-Turm“.  Über verwinkelte Treppen und enge Gänge ging es bis in die Spitze des Turms hinauf, von wo aus man einen tollen Ausblick über die Stadt und den Bodensee hatte. Auch in die Gefängniskammer konnten sie einen Blick werfen und in die Folterkammer, in der viele Nachbauten der Geräte einer schaurigen Inquisition aufgestellt waren.

In einem der Gebäude hatte auch die berühmte deutsche Dichterin Anette von Droste-Hülshoff gelebt und gearbeitet. Viele ihrer Manuskripte und ihre gesamte Möblierung waren hier für den Besucher zu sehen.

 

Die Meersburg von außen

Führung durch den Rittersaal der Burg

Blick aus dem Fenster des "Dagobert-Turms"

Es geht die enge Treppe im Turm abwärts


Ein Ponchozelt ist schnell gebaut

Am Nachmittag zog die Gruppe wieder los in Richtung Wald, wo auf einer aktuellen Wanderkarte vier nah beieinandergelegene Hütten mit Feuerstelle eingezeichnet waren. Dort angekommen, wurden vier „Kundschafter“ losgeschickt, um die einzelnen Plätze zu begutachten und den besten Übernachtungsplatz auszuwählen: an allen vier Orten war – nichts! Da suchten sich die Pfadfinder eben selbst einen guten Ort, und machten an einem geeigneten Platz eine Feuerstelle. Wie am Abend zuvor bauten sie Zelte auch Regenponchos, wobei immer zwei Planen zusammengeknüpft wurden, unter denen zwei Menschen mit ihrem Gepäck platz fanden. Das nötige Zeltgestänge und die Heringe schnitzten sie dabei aus Stöcken, die sie auf dem Waldboden fanden.

Nach dem Essen machten sie eine lange und ausgiebige Singerunde, bei der viele alte Pfadfinder- und Volkslieder gesungen wurden, z.B. „Was uns läßt fahren“ oder „Der Mond ist aufgegangen“.

 

Der erste Teil des Berichtes finden Sie hier (bitte hier klicken)

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Über diesen Haik gibt es auch eine Presseveröffentlichung in der Bodenseewoche.