Monthly Archives: October 2012

Spiel und Spaß auf dem Kartoffelfest in Oberweier

Als besondere Attraktion erlebte die Meute Steinmarder aus Oberweier im Rahmen ihrer Gruppenstunde das Kartoffelfest. Der Obst- und Gartenbauverein Oberweier lädt hierzu jährlich alle Kinder im Grundschulalter ein, um ihnen den Genuss regionaler, natürlich belassener Nahrungsmittel näherzubringen. Auch unsere Pfadfinder waren eingeladen, sich nicht nur mit Spielstationen am Fest zu beteiligen, sondern auch selbst mit den Kindern mitzufeiern.

Voll Begeisterung tobten sich die Wölflinge zunächst im gemeinsamen Spiel mit den Oberweirer Kindern aus. Anschließend versammelten sich die Kinder um eine kleine Saftpresse, anhand der ein Mitglied des Obst- und Gartenbauvereins anschaulich die Herstellung von Apfelsaft erläuterte. Nachdem die zuvor zerkleinerten Äpfel in die Presse gefüllt worden waren, durften die Kinder selbst Hand anlegen und den Hebel der Presse bedienen. „Das ist ja ganz schön anstrengend!“ stellten sie fest. Doch die Mühe lohnte sich, denn nach getaner Arbeit erfrischten sich die Kinder am selbstgepressten Saft. Sie waren sich einig: „So schmeckt Apfelsaft am besten!“

Ebenso genossen die Kinder im Anschluss die von den Mitgliedern des Obst- und Gartenbauvereins frisch zubereiteten Kartoffelpuffer mit Apfelmus und setzten sich gemütlich ans Lagerfeuer, wo knusprige Kartoffeln geröstet wurden.

So gestärkt konnten die Kinder nun bei den Spielstationen ihre Geschicklichkeit beweisen. Auf eine ruhige Hand kam es beim Fische-Angeln an, wohingegen beim Kartoffelsackschleudern und Zielwerfen Treffsicherheit gefragt war. Und der Wald bei der idyllisch gelegenen Waldsaumhalle lud ebenfalls zum Spielen und Hütten Bauen ein.

Am Ende dieser Gruppenstunde waren sich alle Wölflinge einig: „Zu diesem schönen Fest kommen wir nächstes Jahr gerne wieder!“

 

Pfadfinder-Kaleidoskop 2012 in Oberweier (Ettlingen)

Der Stammes-Chor Cherusker passend zur Herbstzeit mit “Gelbe Blätter”

Mit der Begrüßung der Gäste, einiger offizieller Vertreter der Gemeinden und vieler ehemaliger Pfadfinder wurde mit einem kleinen Überblick über die Geschichte des Stammes Cherusker, welcher im Jahr 1946 gegründet wurde am vergangenen Sonntag die Veranstaltung in der Waldsaumhalle in Oberweier eröffnet, bei der die einzelnen Gruppen des Pfadfinderbundes Süd ihre Arbeit der Öffentlichkeit vorstellten.

Nach einem Vortrag des Burg-Chors der Ettlinger Gruppierungen begannen die Jüngsten, zunächst die Meute Sioniwolf aus Ettlingenweier, mit einigen lustigen Sketchen. Es folgte die Meute Polarfuchs aus Ettlingen, die drei Kinderlieder sangen, und auch die Meute Steinmarder aus Oberweier ließ kein Auge trocken, als sie ihre „Schulszene voller Pannen“ vorspielte.

Einige Wölflinge der Meute Sioniwolf führen einen Sketch auf.

Die störenden langen Ärmel und Hosen werden gekürzt: Der “Wandervogel” entsteht.

Nach einigen Liedern des Stammeschores von Cherusker stellten die Pfadfindergruppen aus Ettlingen, Bruchhausen und Malsch die Geschichte der Pfadfinderbewegung szenisch dar: die Wurzeln im deutschen Wandervogel um 1900 und den Scouts in England 1907, den Werdegang in den 20er Jahren, die Verbotszeit im 3. Reich und der Besatzungszeit sowie die Konflikte in den Studentenunruhen der 68er.

Im Wechsel der Zeiten über mehr als hundert Jahre haben sich die Ziele der Pfadfinderei, wie sie der Pfadfinderbund Süd seit jeher betreibt, jedoch nie geändert: Pfadfinder wollen zur Entwicklung junger Menschen beitragen, damit sie ihre vollen körperlichen, intellektuellen, sozialen und geistigen Fähigkeiten als Persönlichkeiten, als verantwortungsbewußte Bürger und als Mitglieder ihrer örtlichen, nationalen und internationalen Gemeinschaft einsetzen können.

Den krönenden Abschluß bildete der gemischte Chor zusammen mit dem Nachbarstamm Wapiti. Nach dem bekannten vierstimmigen Choral „Ich bete an die Macht der Liebe“ bot sich ausreichend Gelegenheit bei Kaffee und Kuchen, sich im Gespräch mit den Pfadfindern auszutauschen, oder in der großen Foto-Galerie weitere Eindrücke zu sammeln.

Blick in die vollbesetzte Halle

Der Chor der Ettlinger Burg “Fridthjof von Framnes”

Auch Martin Knaus, Kommandant der Feuerwehr Albtal-Ettlingen, und seine Gattin erfreuten sich der Veranstaltung.

Die ehemalige Oberweirer Schulrektorin Doris Hubig bekundete ihre Bewunderung.

Im Gespräch mit dem Karlsbader Bürgermeister-Stellvertreter Peter Kiesinger

Im Publikum muß man schmunzeln, auch der Oberweirer Ortsvorsteher Wolfgang Matzka.

Ausflug auf die Burg Hohenbeilstein

Ankunft auf der Burg Hohenbeilstein

 

Der Samstagmorgen war nach der verregneten Woche nun doch schön geworden. Die Sippe Adler aus Schömberg und die Sippe Turmfalke aus Hamberg hatten sich getroffen, um zur Greifenwarte auf der Burg Hohenbeilstein zu fahren. Bei schlechtem Wetter wären die Vögel nicht geflogen.

Alle saßen schon auf ihren Plätzen, als die Falkner mit den Greifvögeln auf dem Arm in den Burghof kamen. Doch sie verschwanden gleich wieder hinter der Burgmauer, man konnte die Vögel nur noch hören. Bevor es losging, wies der Falkner daraufhin, daß alle auf den Plätzen sitzen bleiben sollen, denn so ein Greifvogel kann schon mal größere Verletzungen mit seinem Schnabel anrichten. Alle waren sehr beeindruckt.

 

Der Falkner erklärt die Lebensweise der Greifvögel.

Der Falkner erklärt die Lebensweise der Greifvögel.

Der Falkner mit einem Greifvogel

Der Falkner mit einem Greifvogel

Nun konnten die Kinder und Jugendlichen dem Falkner lauschen und den prächtigen Vögeln beim Fliegen zuschauen. Der Mann erklärte, was die Aufgaben eines zur Jagd abgerichteten Greifvogels sind und wie er ausgebildet wird.

Die Geier sind ganz soziale Vögel. Sie leben in großen Gemeinschaften bis zu 70 Vögeln zusammen. Wenn einer von ihnen Nahrung findet, werden die anderen herbeigerufen.

Die Geier haben eine Spannweite von drei Metern. Als einer dieser Vögel ganz knapp über die Köpfe hinweg flog, war jedem klar, wie groß und stark so ein Vogel im Vergleich zu einem Falken ist.

Nach der Flugschau wurde der Bergfried bestiegen und der schöne Ausblick von da oben genossen. Anschließend gingen die Pfadfinder noch durch die Burg, in der viele Greifvögel zusehen waren – vom kleinen Turmfalken bis zum edlen Adler.

Geier brauchen Thermik, um überhaupt fliegen zu können.

Aussicht vom „Langen Hans“.