Yearly Archives: 2012

Burgen-Hajk der Pfadfinder

Die Burg Wasigenstein aus der Ferne

Über das Pfingstwochenende machte sich eine Gruppe älterer Pfadfinder in die Pfalz auf zu einem Hajk – einer dreitägigen Wanderung, bei der alles Gepäck und das Essen in den Rucksäcken mitgenommen wird.

Die Wanderroute versprach sehr spannend zu werden, da viele Burgen und Kletterfelsen auf dem Weg lagen. Gleich am ersten Tag schauten sich die Jugendlichen die Wegelnburg, die Hohenburg und die Frönsburg an, drei Burgruinen, in denen es Türme, Burghöfe und kleine Räume zu erkunden gab. Und manchmal war von einer Burg aus die nächste Burg schon zu sehen. Am „Zigeunerfelsen“ konnte jeder seine Kletterkünste erproben: „Schau mal! Hier oben bin ich.“ Schon war einer bis auf die Spitze geklettert und freute sich über die schöne Aussicht.

Gemütliche Singerunde um das Lagerfeuer

Am Abend lagerten die Jungen und Mädchen direkt an einer der Burgen und trafen dort zufällig auf eine Pfadfindergruppe des Pfadfinderbundes Welten- bummler aus Kassel. Sogleich verabredeten sich die beiden Gruppen, nach dem Abendessen zu einer gemeinsamen Singerunde zusammenzu- kommen. Da wurden neben wilden Seeräuber- liedern auch stimmungsvolle Abendlieder gesungen, z.B. “Abends, wenn das Tageslicht verweht”. Außerdem war es für alle interessant, sich mit den anderen Pfadfindern auszutauschen.

Am zweiten Tag liefen sie zwei weitere Burgen an und staunten dabei nicht schlecht über die Baukunst des Mittelalters: „Wie baut man einen 15 Meter hohen Turm auf so einen schmalen und hohen Felsen ohne einen Kran?“

Mit vollem Gepäch auf dem Weg zur Burg

An diesem Abend fanden die Pfadfinder sogar Platz im Hof einer abgelegeneren Burg, in dem sie ganz ungestört essen, singen und unter freiem Himmel schlafen konnten.

Und schon mußte sich die Gruppe wieder auf den Heimweg machen, allerdings nicht, ohne sich noch ein ausgiebiges Bad in einem aufgestauten Fluß zu gönnen.

So bleibt allen eine schöne Wanderung mit vielen interessanten Entdeckungen und Erfahrungen in Erinnerung.

 

Von hier oben hat man eine herrliche Aussicht

Blick über die Burg Wasigenstein

Bundessingwettstreit

Zum Singewettstreit trafen am 24. Juni Stammes- und Burgchöre des ganzen Pfadfinderbundes Süd in Karlsbad zusammen. Alle Sänger hatten schon seit Wochen intensiv geprobt und warteten nun gespannt auf ihren Auftritt.

Zunächst waren erst einmal die Meuten an der Reihe, die sich in Vorausscheidungen innerhalb ihres Stammes qualifiziert hatten. Aufgeregt traten die Kinder auf die Bühne und trugen in ansprechender Weise ihre Lieder vor: Die Zuschauer hörten zahlreiche Kinderlieder und alte Volkslieder Kinderlieder und alte Volkslieder wie zum Beispiel “Alle Vögel sind schon da” oder “Gestern abend ging ich aus”. Großer Applaus belohnte die Darbietungen dieser jungen Sänger.

Danach kamen die ebenfalls vorher ermittelten besten Sippen der 11- bis 15-jährigen Pfadfinder an die Reihe und trugen jeweils 3 Lieder vor, die überwiegend aus der für Pfadfinder typischen Gattung der Fahrtenlieder stammten. Etwas anderes probierten hier die Sänger der Sippe Gepard aus, die den Shanty „What shall we do with the drunken sailor“ gekonnt vortrugen. Teilweise sangen die Sippen zwei- oder sogar dreistimmig und hatten ihre Lieder hervorragend ausgestaltet.

Endlich, nach längerer Mittagspause, kam es dann zum mit Spannung erwarteten Auftritt der Chöre. Ob Seeräuberlieder, Volkslieder, russische Folklore oder Fahrtenlieder – hier war alles vertreten. Und mit Schifferklavier (Akkordeon), Cello, Mandoline oder dem üblichen Pfadfinderinstrument Gitarre stimmte auch die Begleitung dazu. Die besten vier Chöre trugen ihre Beiträge so gekonnt vor, dass die Schiedsrichter allesamt ins Grübeln kamen, wer davon nun eine Nuance besser war als der Kontrahent.

Schließlich siegte die Burg “Roter Milan” des Stammes Wapiti. Die Chöre von “Dietrich von Bern und Hagen von Tronje” des Stammes Cherusker ersangen sich einen hervorragenden zweiten Platz, die Burg “Fridthjof von Framnes” erreichte den dritten Platz. Auf dem vierten Platz landete der Chor des Stammes Wildenburg.

Bei der gemeinsamen Wertung der Meuten und Sippen siegte die Sippe Vandalen vor der Sippe Jaguar, die Sippe Skiren / Helvekonen kamen auf den dritten Platz. Beste Meute wurde die Meute Silberlöwe des Stammes Cherusker.

Der Karlsbader Bürgermeister Rudi Knodel betonte in seiner Begrüßung die positiven Wirkungen des Gesangs auf die Psyche der Sänger und lobte das Engagement der Pfadfinder in diesem Gebiet. Stolz nahmen die Sieger ihre Urkunden von Bürgermeister Knodel in Empfang.

 

Besuch der Bäckerei Illig in Malsch

Bäcker Illig erklärt das Brezelformen

In den Ferien durften die Sippen Langobarden aus Bruchhausen und Kimbern aus Malsch hinter die Kulissen eines Bäckereibetriebs schauen. Bäcker Illig aus Malsch lud die beiden Gruppen zu sich ein und erklärte den Jungen und Mädchen die vielen Geräte, die zum Backen von Broten, Brötchen, Brezeln und süßen Stückchen nötig sind. „Was dafür alles gebraucht wird…“, staunte eines der Kinder. Da gab es verschiedene Kühl- und Gefrierschränke, die automatisch zur richtigen Zeit die Brötchen auftauten, sowie eine Maschine, die aus dem Teig vollautomatisch kleine Brötchen formte. Zum Backen waren mehrere Arten großer Backöfen da, in die teilweise ganze Wagen voller Backwaren hineingeschoben werden konnten.
Dann zeigte Herr Illig, welche Zutaten ein Bäcker benötigt, und jeder durfte von Mehl, Malz, Hefe und Sauerteig probieren. Dabei erzählte er auch, wie das Leben eines Bäckers vor hundert Jahren war, als die Mehlsäcke noch 100 kg wogen und der Teig per Hand geknetet wurde. „Heute erledigt das natürlich die Rührmaschine.“

Brezeln und Knoten werden geformt

Zuletzt durften die Kinder sogar ihre eigenen Laugenbrezeln backen. Die Teiglinge waren schon vorbereitet, so daß die Pfadfinder sie nur noch zu langen „Würsten“ zu rollen brauchten, um anschließend die typische Brezelform zu legen. Natürlich durfte jeder seine eigene Form ausprobieren, und so entstanden Knoten, Schnecken und auch eine Maus.

 

Vor dem Backen...

...und nach dem Backen

Nun wurden die Brezeln mit Lauge übergossen und in den Ofen “eingeschossen”, also zum Backen hineingeschoben. Nach gut zehn Minuten kamen sie heiß und duftend aus dem Ofen.
Im nahegelegenen Tierpark in Muggensturm setzten sich die beiden Gruppen sogleich hin, um die noch warmen Brezeln zum Mittagessen zu verzehren.
„Mmmhh, so eine selbstgebackene Brezel schmeckt noch besser…“

 

Die Brezeln werden "eingeschossen"

Nach dem Backen werden die Brezeln mit Wasser besprüht