Yearly Archives: 2012

Pfadfinderhaik am Bodensee Teil 3: Pfahlbauten und Basilika Birnau

Der zweiten Teil des Berichtes finden Sie hier (bitte hier klicken)

Die Rekonstruktion einiger Pfahlbauten - Im Vordergrund ein Einbaum

Am dritten Tag des Bodensee-Haiks ging es weiter zum UNESCO Kulturerbe: den Pfahlbauten in Unteruhldingen.
Die weit über zwanzig Pfahlbauten sind die Rekonstruktion einer prähistorischen Siedlung aus der Steinzeit und der Bronzezeit. Am Museum wurde die Gruppe vom Personal abermals sehr hilfsbereit empfangen: sogleich wurde ein Nebenraum aufgeschlossen, so daß die Pfadfinder Ihre Rucksäcke unterstellen konnten, denn es hatte zu regnen begonnen.

Bei der Führung lernten die Pfadfinder einiges über das Leben in der Pfahlbausiedlung: von der Wasserversorgung, der Lebensmittelbeschaffung, dem Handel und dem Handwerk bis hin zu Dingen wie der täglichen Toilette. Dabei verstanden es die Museumsführer aufs vortrefflichste die ungeheure Fülle ihres Detailwissens kurzweilig und interessant zu erzählen. Im Gegensatz zu den meisten Museen durften hier die nachgebauten Werkzeuge und Gerätschaften von den Besuchern angefaßt und sogar ausprobiert werden.

Diese Kinder versuchen das Loch im Stein tiefer zu bohren

So bedauerten die Pfadfinder es sehr, daß die Führung bereits nach “nur 45 Minuten” vorüber war. Nachdem sich die Gruppe mit einem kräftigen Applaus bei ihrem Führer bedankt hatte, konnte aber noch jeder für sich die Pfahlbauten entdecken gehen: neben vielen weiteren Pfahlhäusern gab es eine Vorratskammer, das Haus des Häuptlings und einen Brennofen zu besichtigen. Auch einen großen Steinbohrer gab es: Nach zehn Minuten bohren war das Loch allerdings noch kein bißchen tiefer geworden.

Fast eine ganze weitere Stunde entdeckten die Pfadfinder die Pfaulbauten auf eigene Faust, bis der Hunger schließlich auch den Letzten zurück zum Ausgangspunkt zog.

Im warmen Museumsgebäude schmeckte das Mittagessen sehr gut

Und da hatte das Personal des Museums noch eine ganz besondere Überraschung: statt im Regen essen zu müssen, durften die Pfadfinder den Nebenraum für ihr Mittagessen benutzen. Auf Stühlen, im Warmen und Trockenen, konnten sie so in fröhlicher Stimmung essen. Nach dem Mittagessen brachen die Pfadfinder dann zum letzten Ziel ihres Haiks auf: der Basilika von Birnau, einer barocken Klosterkirche.

Die Palisaden schützten die Bewohner zum See hin

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erschöpft, jedoch geprägt von den vielen schönen Eindrücken, traten sie dann die Heimfahrt an.

 

Ankunft bei der Basilika Birnau

 

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Über diesen Haik gibt es auch eine Presseveröffentlichung in der Bodenseewoche.

Pfadfinder am Bodensee Teil 2: Meersburg

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Aufstieg in einem Weinberg

Am nächsten Morgen – am zweiten Tag unseres Bodensee-Hajks – ging es auf idyllischen Wegen zwischen Weinreben und Obstplantagen hindurch nach Meersburg – immer mit Ausblick auf den Bodensee. Dort konnten die Pfadfinder die „Burg Meersburg“ besichtigen und durften im Rahmen einer sehr interessant gestalteten Führung sogar auf den „Dagoberts-Turm“.  Über verwinkelte Treppen und enge Gänge ging es bis in die Spitze des Turms hinauf, von wo aus man einen tollen Ausblick über die Stadt und den Bodensee hatte. Auch in die Gefängniskammer konnten sie einen Blick werfen und in die Folterkammer, in der viele Nachbauten der Geräte einer schaurigen Inquisition aufgestellt waren.

In einem der Gebäude hatte auch die berühmte deutsche Dichterin Anette von Droste-Hülshoff gelebt und gearbeitet. Viele ihrer Manuskripte und ihre gesamte Möblierung waren hier für den Besucher zu sehen.

 

Die Meersburg von außen

Führung durch den Rittersaal der Burg

Blick aus dem Fenster des "Dagobert-Turms"

Es geht die enge Treppe im Turm abwärts


Ein Ponchozelt ist schnell gebaut

Am Nachmittag zog die Gruppe wieder los in Richtung Wald, wo auf einer aktuellen Wanderkarte vier nah beieinandergelegene Hütten mit Feuerstelle eingezeichnet waren. Dort angekommen, wurden vier „Kundschafter“ losgeschickt, um die einzelnen Plätze zu begutachten und den besten Übernachtungsplatz auszuwählen: an allen vier Orten war – nichts! Da suchten sich die Pfadfinder eben selbst einen guten Ort, und machten an einem geeigneten Platz eine Feuerstelle. Wie am Abend zuvor bauten sie Zelte auch Regenponchos, wobei immer zwei Planen zusammengeknüpft wurden, unter denen zwei Menschen mit ihrem Gepäck platz fanden. Das nötige Zeltgestänge und die Heringe schnitzten sie dabei aus Stöcken, die sie auf dem Waldboden fanden.

Nach dem Essen machten sie eine lange und ausgiebige Singerunde, bei der viele alte Pfadfinder- und Volkslieder gesungen wurden, z.B. „Was uns läßt fahren“ oder „Der Mond ist aufgegangen“.

 

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Über diesen Haik gibt es auch eine Presseveröffentlichung in der Bodenseewoche.

Pfadfinder am Bodensee Teil 1: Zeppelinmuseum in Friedrichshafen

In den Osterferien machten sich über 40 Gruppenführer der Stämme Cherusker und Wapiti nach Friedrichshafen am Bodensee auf.

Mit vollem Gepäck am Bodensee entlang

Mit vollem Gepäck am Bodensee entlang

Die geplante Wanderroute begann in Friedrichshafen und führte über Meersburg bis Unteruhldingen und zur Basilika von Birnau. Auf dieser Wanderung, genannt Hajk, hatten die Pfadfinder alles Essen und Gepäck in ihren Rucksäcken dabei, das nötige Wasser mußten sie unterwegs aus Brunnen oder Quellen holen.

Am ersten Tag besuchten sie zunächst in Friedrichshafen das Zeppelinmuseum, das sehr anschaulich die Geschichte der Zeppeline in Deutschland beschrieb und mit einem naturgetreuen Modell die unglaubliche Größe der Luftschiffe erahnen ließ. Denn er Nachbau eines Teils der Passagier-Gondel, der sehr groß anmutete, war bloß ein winziger Teil des Großen Zeppelins.

 

Motor-Gondel im Zeppelin-Museum

Motor-Gondel im Zeppelin-Museum

Die Pfadfinder waren froh über die Hilfsbereitschaft des Personals, das sogleich zwei kleine Nebenräume aufschloß, in denen sie während des Museumsbesuchs ihr Gepäck lagern konnten.

 

Am Nachmittag lief die Gruppe zu ihrem ersten Übernachtungsplatz im Wald. Als sie auf dem Weg durch das kleine Dorf „Hagnau“ an einem Brunnen ihre Flaschen auffüllen wollten, kam eine junge Frau aus dem benachbarten Haus und bot sogleich an, die Flaschen an ihrem Wasserhahn aufzufüllen. Dies überzeugte die Pfadfinder erneut von der Freundlichkeit der Menschen dieser Region.

Am Nachtplatz angekommen kochten sie ihr Abendessen über dem offenem Feuer und bauten sich ihre Zelte für die Nacht.

Kochen über dem Lagerfeuer

Kochen über dem Lagerfeuer

 

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Über diesen Haik gibt es auch eine Presseveröffentlichung in der Bodenseewoche.