Monthly Archives: April 2013

Ein selbst gebauter Klapphocker

Große Ereignisse werfen ihre Schatten weit voraus: So dachten die Pfadfinder der Ispringer Sippe Jaguar schon an das große Zeltlager in den Sommerferien, als sie sich vor kurzem auf ihrem Wochenendlager vornahmen, einen eigenen Klapphocker zu bauen.

Als Material für den Hocker dienten einfache Dachlatten, die die Jugendlichen zunächst sorgfältig glätteten, um später keine Splitter abzubekommen. Dann mussten die Latten genau auf die richtige Länge zugesägt und teilweise an den Enden abgeschrägt werden – so erhielten die Jugendlichen alle nötigen Einzelteile, die es nun richtig zusammenzusetzen galt.

Zunächst verleimten die Jungen und Mädchen starre Bereiche wie die Sitzfläche. Dann kam mit den Gelenken der schwierigere Teil: Die Beine des Hockers wurden durchbohrt und dann mit dicken Holzdübeln so zusammengefügt, dass sie gegeneinander beweglich waren.

Beim Bohren

Beim Bohren

Die Latten werden auf Länge gesägt.

Die Latten werden auf Länge gesägt.

Endmontage.

Endmontage.

Die letzten Feinheiten.

Die letzten Feinheiten.

„Passt auf, dass ihr eure Bohrungen genau setzt, sonst wackelt euer Hocker später!“ rieten die erfahreneren Bastler den jüngeren.  – „O je! Kannst du mir zeigen, wie man das am besten ausmisst?“  Natürlich waren die älteren Pfadfinder gerne bereit, den jüngeren zu helfen.

So übten sich die Mädchen und Jungen beim Bauen nicht nur in der Verwendung verschiedener Geräte wie Bandschleifer und Bohrmaschine, sondern auch in Ausdauer, Sorgfalt und Zusammenarbeit.

Nach einem Wochenende fleißiger Arbeit hielten alle Pfadfinder ihre selbst gebauten Hocker in den Händen und probierten sie natürlich sofort aus, als der letzte Leim getrocknet war. Alle waren stolz auf das Ergebnis, und einem Mädchen fiel ein: „Zum Glück müssen wir nicht bis zum Sommer warten – wir gehen ja an Pfingsten schon zelten!“

Schnuppernachmittag an der Verbandsschule

Vergangene Woche hat die Neuhausener Sippe Turmfalke Schüler der Verbandsschule in Steinegg zu Besuch in ihre Gruppenstunde eingeladen. Im Rahmen dieses Schnuppernachmittags  bauten sich die Mädchen und Jungen zusammen mit den anderen Pfadfindern eine Propellermaschine. “Eine Propellermaschine – was ist das?” fragten sich die Kinder; doch schon bald wussten sie es: Ein Holzpropeller, der sich durch eine Antriebsschnur hoch in die Lüfte schraubt.

Mit Eifer und Freude bastelten alle Kinder an Ihrer eigenen Luftschrauben. Sie schmirgelten, leimten und malten Ihren Werkarbeiten an. So erfreuten sich alle an ihren Bastelarbeiten, die sie mit viel Mühe und Ausdauer angefertigt haben. Und die ersten Jungfernflüge zeigten, dass sich die Arbeit an den Propellermaschinen gelohnt hatte. Mit Stolz betrachteten die Kinder, wie ihre Fluggeräte über 15 Meter hoch in die Lüfte flogen.

Vor dem Start.

Vor dem Start.

Am Ende des Schnuppernachmittages hatte jeder der Pfadfindergruppe und jeder Besucher eine bunt angemalte Holzwerkarbeit, die mit nach Hause genommen werden konnte. Einige der besuchenden Kinder hatte solch eine Freude, dass sie ab sofort immer an den regelmäßigen Gruppenstunden der Pfadfinder teilnehmen wollen. Mit Spannung erwarten sie die nächsten Abenteuer beim Bau einer Strickleiter.
Doch es gefiel nicht nur den Mädchen und Jungen – auch die abholenden Eltern hatten Freude daran, zu sehen, dass ihre Kinder gemeinsam in der Jugendgruppe Werke vollbracht hatten, aus denen sie lernen konnten, dass Ausdauer und Mühe auch Freude bereiten können – etwas, was in unserer heutigen Zeit immer häufiger verlorenzugehen scheint.

Erfolgreiche Waldputzaktion

Am vergangenen Samstag gestalteten unsere Schömberger Gruppen die diesjährige Waldputzede. Nachdem die sonst Anfang April durch die Gemeinde organisierte Aktion dieses Jahr nicht stattfand, haben es sich die Pfadfinder zur Aufgabe gesetzt, trotzdem den Wald um Schömberg herum zu säubern.

Erste Sammelaktivitäten im Kurpark.

Erste Sammelaktivitäten im Kurpark.

Die Hütte an der Schillereiche wird gesäubert.

Die Hütte an der Schillereiche wird gesäubert.

Präsentation der bei der Schillereiche gesammelten Menge.

Präsentation der bei der Schillereiche gesammelten Menge.

Mit viel Fleiß und Engagement suchten auch unsere Jüngsten Müll und Unrat. Die erste Aufgabe für unsere gut 3 Dutzend Pfadfinder war die Säuberung des südlichen Ortsrandes mit der Schillereiche, die zweite führte uns ins Tal des Eulenbachs. Die Älteren nahmen sich die Straße nach Langenbrand vor. Aus den Hecken wurde so mancher „Schatz“ geborgen. Und oft ertönte der Ausspruch: „Wie können die Menschen das einfach so in den Wald werfen.“ Oft nur wenige Schritte von einem Mülleimer lagen regelrechte Müllkippen. Schnell wurde ein Sack nach dem anderen gefüllt. Selbst noch verpackte Matratzen wurden gefunden.

Das alles kam auf dem Rückweg zum Jugendhaus noch zusammen.

Das alles kam auf dem Rückweg zum Jugendhaus noch zusammen.

Besonderen Spaß allerdings machte die „Bergung“ eines Reifens unterhalb des Kurparks. Mit gemeinsamen Kräften und vielen Umwegen wurde dieses Fundstück durch den Kurpark zum Jugendzentrum hinaufgerollt. Auch Mitglieder des Jugendzentrums beteiligten sich an der Aktion.

Der Ausklang der Waldputzede fand dann bei strahlendem Wetter am Jugendhaus statt, wo die Touristik und Kur Schömberg allen Teilnehmern noch Pizza spendierte.

Beim Vesper nach getaner Arbeit.

Beim Vesper nach getaner Arbeit.

Viele Passanten, die unterwegs auf die fleißigen Sammler aufmerksam geworden waren, zollten den Kindern und Jugendlichen große Anerkennung für deren Selbstlosigkeit.