Kröten sammeln am Rippberger Sommerberg

Nachdem die Pfadfinder der Walldürner Sippe Leopard vom Stamm Wildenburg bereits beim Aufbau des Krötenzauns am Rippberger Sommerberg geholfen hatte, war jetzt die Zeit der Krötenwanderung gekommen. Die Tage am Monatsende März 2013 waren ungewohnt frostig, doch im April kam die erwartete Nachricht von Edda Hennig aus Rippberg, die die dortigen Kröten für den NABU Deutschland betreut:
Die Krötenwanderung 2013 hatte begonnen.
Ausgerüstet mit Warnwesten, Handschuhen, Taschenlampen und Eimern machten sich die Pfadfinder in der Abenddämmerung auf den Weg nach Rippberg.
Am Sommerberg angekommen, konnten die Kinder bereits die ersten Kröten in den Zäunen sehen – an diesem Abend sollten es eine ganze Menge Amphibien werden, die die jungen Pfadfinder auflesen sollten…
Nach einer kurzen Begrüßung durch Edda Hennig ging es dann gleich ans Werk: Die Sipplinge teilten sich auf, um an mehreren Stellen des Krötenzauns die Sammelaktion zu starten.

Krötensammeln im Dunkel

Krötensammeln im Dunkel

...hier sitzt einer.

…hier sitzt einer.

„Da ist ein Päarchen!“ – „Und da drüben sitzen auch noch zwei!“ – „Hier ist ein Frosch!“ – aufgeregt teilten sich die Kinder mit, was sie gesehen hatten.

Schnell waren die ersten Amphibien entdeckt und in die Sammeleimer umquartiert. Für so manchen Pfadfinder war die Berührung mit den kalten und quakenden Tierchen ungewohnt – und keiner wollte den quäkenden Hüpfern ja weh tun. Doch bald war aus den Sammeleimern ein munteres mehrstimmiges Quaken zu hören…
Die erwachsenen Sammler, die den Zaun an der Bundesstraße abgelaufen hatten, waren an diesem Abend am „erfolgreichsten“: Weit über 200 Kröten allein an diesem Abend an der Bundesstraße! Dazu kamen nochmals über 60 Kröten am Sommerberg, die die Jüngeren aus den Zäunen und von der Straße geholt hatten…
…was aber nicht für den „Tagesrekord“ in diesem Jahr gereicht hat – an einem der Abende zuvor waren über 450 Kröten gesammelt worden!

Ein stolzer Fang

Ein stolzer Fang

Da sitzen sie dicht an dicht.

Da sitzen sie dicht an dicht.

Nachdem alle Kröten eingesammelt waren, wurden die Amphibien an den See gebracht, wo sie dann ablaichen konnten. Überall in Ufernähe sah man dann die Kröten im Wasser schwimmen…

In den folgenden Wochen waren die Pfadfinder dann noch mehrfach in der Dämmerung an den Krötenzäunen unterwegs – so viele Tiere wie am ersten Abend allerdings kamen nicht mehr zusammen. Mittlerweile sind die Zäune abgebaut und warten auf den Einsatz im nächsten Jahr, wo die Pfadfinder vom Stamm Wildenburg bestimmt wieder unterwegs sein werden, um einen kleinen Beitrag zum Natur- und Umweltschutz in unserer Heimat zu leisten.