Abenteuer

Pfadfindersippen als Baumeister auf dem Sommerzeltlager 2014

Für das diesjährige Sommerlager hatten sich einige unserer Sippen – die Jungen und Mädchen von etwa 10 bis 15 Jahren – etwas besonders großes vorgenommen: Sie wollten einen Turm bauen, der das gesamte Lager überragen sollte. Der Turm sollte so stabil werden, dass er alle, die mitgearbeitet hatten, tragen konnte.

Jetzt ist das Loch schon einen Meter tief

Jetzt ist das Loch schon einen Meter tief

Die ersten Stangen werden zusammengebunden

Die ersten Stangen werden zusammengebunden

Die Besonderheit daran war, dass in dem Turm keine Schraube und kein Nagel verwendet, sondern alles nur mit Schnur gebunden wurde. Erfahrene Gruppenleiter planten das Aussehen und die Statik des Turms und verteilten die einzelnen Aufgaben. Manche Kinder begannen lange Stangen, die die Stützen bilden sollten, auf die richtige Länge zu sägen, andere fertigten die Leitern zum Besteigen an und wieder andere gruben Löcher, in die die senkrechten Stangen gesteckt wurden. So stand der Turm fest im Boden verankert. Mit den geeigneten Knoten wurden die Stangen miteinander verbunden, und wo jemand die Knoten noch nicht kannte, war gleich ein anderer zur Stelle um ihm zu helfen.
Alle die Jungen und Mädchen waren mit Feuereifer bei der Sache und so wuchs der Turm über einige Tage hinweg immer höher an. Dann war es endlich geschafft.
Die letzten Handgriffe wurden erledigt und nun kam der große Augenblick.
„Alle Mann auf den Turm!“ Die Erwartungen wurden noch übertroffen. „Seht mal, ich kann bis zum anderen Ende des Lagers sehen.“
Wer an diesem Turm mitgebaut hat, wird ihn bestimmt nicht wieder vergessen.

Eine Menge Holz...

Eine Menge Holz…

Die erste Seitenwand steht.

Die erste Seitenwand steht.

Mit den selbstgebauten Leitern geht es nach oben.

Mit den selbstgebauten Leitern geht es nach oben.

Man kann die Form schon erahnen

Man kann die Form schon erahnen

Letztendlich kehrte eine zwar müde, aber fröhliche Kinderschar nach 17 Tagen nach Hause zurück, gewachsen um die Erfahrung echter Kameradschaft fernab unserer digitalen Welt.

Eine Attraktion für Groß und Klein

Eine Attraktion für Groß und Klein

Befreiung der Niederlande – Wölflinge auf dem Sommerzeltlager 2014

Auf dem diesjährigen Sommerzeltlager erlebten unsere Wölflinge den Abschluss ihrer Spielidee “Geusen”. Diese kämpften im 16. Jahrhundert an der Seite Wilhelm von Oraniens für die Unabhängigkeit der Niederlande von der spanischen Krone.

Überfall auf die spanische Silberflotte

Überfall auf die spanische Silberflotte

Reiche Beute

Reiche Beute

So galt es jetzt, eine belagerte Festung zu befreien, nach Freibeuterart die gegnerische Silberflotte zu überfallen oder Sperrketten in den Häfen auszulegen. Bei diesen Spielen lernten die Kinder, sich in die Gruppe einzubringen, um gemeinsam die gestellten Aufgaben zu meistern. Besondere Begeisterung rief die eroberte Kanone bei den Kindern hervor: Sie konnte per Luftdruck Plastikflaschen bis zu 30m weit verschießen!

Zielschießen mit der neuen Kanone. Munition: Wasserflaschen

Zielschießen mit der neuen Kanone. Munition: Wasserflaschen

Der Entsatz der belagerten Stadt Alkmaar – in den Niederlanden heutzutage als Nationalfeiertag begangen – bildete einen der Höhepunkte der Spielidee. Da den spanischen Truppen Herzog Albas anders nicht beizukommen war, gruben unsere „Geusen“ in einem großen Spiel Löcher in den Nordseedeich, um diesen zu sprengen, und sorgten so dafür, dass den Belagerern der Boden unter den Füßen zu nass wurde. Die Spanier mussten daraufhin fliehen und Herzog Alba unter großem Jubel der „Geusen“ seinen Rückzug aus den Niederlanden bekanntgeben.

Burgen-Hajk unserer Pfadfinder

Über das Pfingstwochenende machte sich eine Gruppe älterer Pfadfinder zu einem Hajk in die Pfalz auf  – einer dreitägigen Wanderung, bei der alles Gepäck und das Essen in den Rucksäcken mitgenommen wird.

Diese Gegend der Pfälzer Berge ist besonders spannend, da es dort viele Burgen und Kletterfelsen gibt. Gleich am ersten Tag schauten sich die Jugendlichen einige Burgruinen an, in denen es Türme, Burghöfe und kleine Räume zu erkunden gab. Und manchmal war von einer Burg die nächste schon zu sehen. Am „Zigeunerfelsen“ konnte jeder seine Kletterkünste erproben: „Schaut mal! Ich bin hier oben.“ Gleich war einer bis auf die Spitze geklettert und freute sich über die schöne Aussicht.

Es gab viele Felsen zum Klettern

Es gab viele Felsen zum Klettern

In einer Burg gibt es viel zu entdecken

In einer Burg gibt es viel zu entdecken

Eine wunderschöne Aussicht

Eine wunderschöne Aussicht

Die Abende verbrachten die Mädchen und Jungen in Burghöfen, wo sie kochten, und die alten Fahrtenlieder sangen, bis der Mond alles in silbriges Licht tauchte und jeder in seinen Schlafsack kroch. Die Nächte unter dem klaren Sternenhimmel waren ein besonderes Erlebnis für unsere Jugendlichen.

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