Abenteuer

Indianer auf dem Kriegspfad!

Die Kinder der Nöttinger Meute Sonnendachs erleben derzeit ihre Abenteuer als Indianer. Ein Höhepunkt war das Lager am letzten Wochenende. Diebe hatten den Indianern die Pferde gestohlen. Nun suchten die Mädchen und Jungen nach Spuren.

Am Samstagnachmittag wurde es spannend: Ein Indianer hatte in der Nähe frische Pferdespuren im Wald entdeckt. “Da haben die Diebe bestimmt unsere Pferde entlanggeführt!” folgerte ein Junge. Vorsichtig schlichen die Indianer weiter – da sah man gleich darauf ein Gatter mit den gestohlenen Pferden und von fremden Indianern bewacht.

Indianer auf dem Kriegspfad

Indianer auf dem Kriegspfad

Auf in den Kampf!

Im folgenden großen Spiel steckte sich jeder Indianer ein Seil als Schwänzchen ein und versuchte dann, das Gatter aufzuknoten, die Pferde loszubinden und in Sicherheit zu bringen. Wer sein Seil im Kampf gegen die Diebe verlor, mußte sich an einem Mal freimachen. Tapfer kämpften unsere Indianer, einige versuchten, den Wächter abzulenken, während andere die (Stecken-) Pferde befreiten. Endlich waren alle Pferde zurückerobert, und nun stürzten unsere Krieger auf die Diebe und jagten sie davon. Im Triumphzug ritten die Mädchen und Jungen auf ihren Pferden nach Hause und erhielten dort für diese tapfere Tat ihre zweite Kriegerfeder.

Nachtgeländespiel der Junioren

Die älteren Pfadfinderinnen und Pfadfinder der Pfadfinderstämme Wildenburg und Goten trafen sich am Freitag Abend zum Nachtgeländespiel im Heim des Stammes Wildenburg in Walldürn. Nach einem warmen Abendessen ging es dann los.

Die Idee: Zwei Völker im Weltraum, die “Alphas” und die “Betas” tragen einen friedlichen Wettbewerb aus. Es geht darum, möglichst viel Leuchtfeuer vom eigenen Planeten zum Planeten der anderen zu transportieren – möglichst, ohne vom Gegner erkannt zu werden. Zunächst musste jedes Raumschiff “auftanken”, das heißt, der Pfadfinder bekam eine Eieruhr, die langsam tickte… Klingelte die Eieruhr, war der “Treibstoff” verbraucht und das Raumschiff musste zurück zur Tankstelle. Mit aufgetankem Raumschiff konnte dann der Transport der Leuchtfeuer (Leuchtstäbe in Dosen) beginnen. Zunächst musste ein “Meteoritengürtel” (ein kleines Wäldchen) durchquert werden – in der Dunkelheit kein einfaches Unterfangen! Dann galt es, den gegnerischen “Planeten” zu finden und – das wichtigste überhaupt – ungesehen dorthin zu gelangen. Denn wer von einem Verteidiger erwischt und abgedatscht wurde, der musste zurück zur Tankstelle…

Hier sieht man das Spielgebiet von oben. Das kleine Waldstück ist der "Meteoridengürtel"

Hier sieht man das Spielgebiet von oben. Das kleine Waldstück ist der “Meteoridengürtel”

Endlich ging es los – ein Licht am Waldrand verkündete, dass die Weltraumtankstelle geöffnet hatte. Schnell kamen die ersten “Raumschiffe” zum Auftanken, die ersten Leuchtfeuertransporter machten sich auf den Weg durch das “Meteoritenfeld”. Während die einen versuchten, durch besonders geräuschvolles Auftreten die Aufmerksamkeit der gegnerischen Abwehr auf sich zu lenken (das hat immer funktioniert…), schlichen sich andere auf  Umwegen an das gegnerische Lager (das hat nicht immer geklappt…).

Angriffs- und Verteidigungswege der beiden Mannschaften.

Angriffs- und Verteidigungswege der beiden Mannschaften.

“Achtung, da kommt jemand!” – ein Verteidiger hatte einen Schatten auf der Wiese entdeckt – schnell kam ein ein anderer Verteidiger hinzu – “Oh nein!” – er wurde durch eine klingelnde Eieruhr auf seinen leeren Treibstofftank hingewiesen – er musste zurück zur Tankstelle – somit schaffte es der Gegner doch noch ungefährdet, sein Leuchtfeuer abzustellen…

So zeichnete einer der Pfadfinder das Erlebte Spiel.

So zeichnete einer der Pfadfinder das Erlebte Spiel.

Allerdings passierte es auch mehr als einmal, dass ein erfolgversprechender Leuchtfeuertransport kurz vor dem gegnerischen Planeten durch eine klingelnde Eieruhr abgebrochen wurde… So wogte das Spiel hin und her. Nach mehr als einer Stunde Spielzeit war das Ergebnis dann eindeutig: Die “Alphas” hatten nur noch 18 Leuchtfeuer auf ihrem Heimatplanet, die “Betas” 32. Damit hatten es die “Alphas” geschafft, mehr Leuchtfeuer zu den Gegnern zu bringen, sie hatten gewonnen.

Die Leuchtfeuer waren im Dunkeln weit zu sehen.

Die Leuchtfeuer waren im Dunkeln weit zu sehen.

Nach Spielende gab es natürlich viel zu erzählen – jeder hatte seine Erlebnisse und tauschte sich mit den anderen aus. Bei Keksen und Saft war so manche lustige Begebenheit vom Spiel zu berichten. Über die beste Strategie – laute Ablenkung oder leises Anschleichen ließ sich trefflich diskutieren. Anschließend ging es dann müde in die Schlafsäcke. Und beim nächsten Geländespiel regnet es hoffentlich nicht so viel wie an diesem Abend…

Basar in Persien

”Wann beginnt der Basar?” ”Ist es noch weit bis dorthin?”“Was gibt es dort alles zu kaufen?” Das fragten sich die Kinder der Meute Polarfuchs aus Ettlingen. Die kleinen Pfadfinder im Grundschulalter, genannt “Wölflinge”, erleben gerade die Abenteuer des Entdeckers “Marco Polo”.

In ihrer Spielidee haben sie bereits eine lange Reise hinter sich. Sie begannen ihre Entdeckungsfahrt im mittelalterlichen Venedig, genau wie Marco Polo vor über 700 Jahren es tat. Sie segelten übers Mittelmeer und zogen mit Karawanen durchs Zweistromland. Nun haben sie Persien erreicht. Hier wollten die Wölflinge im bunten Treiben des Basars Handel treiben.

Schon von fern hörten die Mädchen und Jungen das geschäftige Leben des Marktes. Sicherlich würden sie für ihre Perlen und Edelsteine, die sie sich in den letzten Gruppenstunden verdient hatten, einige schöne Sachen bekommen. Im dichten Gedränge des Basars besuchten sie die Stände der verschiedenen Händler. Was gab es da nicht alles zu kaufen: Gewürze, Lederbeutel, Kerzen, Schmuck, Zinnteller und vieles mehr. Sogar ein Händler aus China war auf dem persischen Basar. “Gewürze, Gewürze!”, rief der eine Händler. “Kaufen sie meinen wunderschönen Schmuck!“, schallte es von der einen Ecke des Marktes. Da fiel den Kindern die Auswahl sichtlich schwer.

Basar in Persien

Basar in Persien

Doch hatte man etwas ganz besonders Schönes entdeckt, ging es ans Handeln. Wie auf einem persischen Markt üblich, verlangten die Händler erst einen viel zu hohen Preis: “Für zwei Edelsteine würde ich die Dose kaufen, aber drei sind mir zu viel!” so einigte sich der Junge mit dem Händler und beide waren zufrieden mit dem getätigten Geschäft. Schließlich hatte jeder Wölfling etwas gefunden und trug seine Schätze stolz vom Markt. Dann verglichen die Kinder ihre Einkäufe, denn jeder hatte etwas anderes erstanden.

In den nächsten Gruppenstunden werden die Kinder weiter den Spuren Marco Polos folgen, der entlang der Seidenstraße bis nach China führt. In China wollen sie dann den mächtigen Herrscher Chinas, Kublai Kahn, besuchen. Doch bis zu diesem Ziel werden wohl noch einige Abenteuer und Entdeckungen auf sie warten.