Ausflug

Pfadfinder-Besuch aus Frankreich

Die Pfadfinderbewegung ist über die ganze Welt verbreitet. Mit wenigen Ausnahmen gibt es in jedem Land der Erde Pfadfinder. Diese weltweite Bruderschaft ist durch ihre gleichen Grundlagen, die der Gründer Baden-Powell einst festlegte, miteinander verbunden.
Nun war die Freude groß, als eine Gruppe Pfadfinder aus St. Maur, der französischen Partnerstadt Pforzheims, ihren Besuch ankündigte.

Nach dem ersten vorsichtigen Abtasten fielen die sprachlichen Barrieren zusehends durch die Aufgeschlossenheit beider Seiten und ließen Raum für einen schönen kulturellen Austausch.
Manch einer brachte sein erstes unsicheres „je m’appelle … “ über die Lippen und sah dabei ein, dass die Schulbildung doch einige Vorteile mit sich bringt.

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Da wurde mit Händen und Füßen, auf französisch, deutsch und englisch kommuniziert begleitet von fröhlichem Lachen. Es wurde gemeinsam gesungen und gespielt, und mit Bräuchen der einen wie der anderen Gruppe entstand ein deutsch-französisches Programm „à la bonne heure“. Selbstverständlich blieben auch Missverständnisse nicht aus und sorgten immer wieder für Erheiterung.

Die Zeit floss dahin; die Gäste machten Bekanntschaft mit dem nördlichen Schwarzwald und seinen Bewohnern, und manch neues Wort hatte sich seinen Platz im Wortschatz gesichert.
Und bald, ja bald kam der Abschied. Ein letztes „a bientôt“, „au revoir“, „bis bald“, „macht ‘s gut“ und ein allseits fröhliches Händeschütteln.

Alle waren sich einig, dass es ein baldiges Wiedersehen geben sollte. Schon im Winter wird eine Gruppe deutscher Pfadfinder nach St. Maur fahren und ein Wiedersehen feiern.

Auf den Spuren der Römer – in Ettlingen

„Was? Römer in Ettlingen?“ Ja klar, und es gibt noch viel mehr über die Geschichte Ettlingens zu entdecken, als manch einer weiß, auch wenn er schon lange Zeit dort wohnt. Jetzt waren die Pfadfinderinnen und Pfadfinder der Meute Steinmarder und Sippe Langobarden gespannt. Mit großen Augen folgten sie dem Museumsführer durch die an den Lauerturm angrenzenden Wirtschafsgebäude eines 400 Jahre alten und wieder hergerichteten Bauernhauses. „So wurde damals gekocht und geräuchert. Hiermit konnte man Weinfässer transportieren. Kennt Ihr die Legende vom Riesen vom Robberg und wie er im Lauerturm eingesperrt wurde?…“

Wir laufen auf dem Wehrgang der Ettlinger Stadtmauer...

Wir laufen auf dem Wehrgang der Ettlinger Stadtmauer…

Von hier aus können wir tolle Fachwerkhäuser sehen

Von hier aus können wir tolle Fachwerkhäuser sehen

Es gibt viele alte Gerätschaften zu sehen

Es gibt viele alte Gerätschaften zu sehen

Am Lauerturm gibt es eine spannende Sage zu hören.

Am Lauerturm gibt es eine spannende Sage zu hören.

Dann ging es die enge Wendeltreppe zur Spitze des Lauerturms hoch und anschließend quer durch die Ettlinger Altstadt. Lebhafte Bilder eines mittelalterlichen Ettlingens beschwor der Museumsführer in den Köpfen der Kinder herauf.
„Und wann kommen die Römer?“ fragte ungeduldig einer der Pfadfinder. Da waren sie schon am beinahe 2000 Jahre alten Römerbad unterhalb der Martinskirche angelangt, in das die Jungen und Mädchen nun hinabsteigen durften. „Früher arbeiteten hier viele Sklaven, um immer das Wasser und den Fußboden warm zu halten. — Hier saßen die Männer und redeten über Politik…“
So spannend kann die eigene Heimatstadt sein, wenn man sie sich mal ganz genau ansieht.

Es ging hoch hinauf auf den Lauerturm - aus den alten Schießscharten kann man rausschauen.

Es ging hoch hinauf auf den Lauerturm – aus den alten Schießscharten kann man rausschauen.

Zuletzt geht es unter die Erde ins alte Römerbad.

Zuletzt geht es unter die Erde ins alte Römerbad.

Eigene Brötchen aus dem Backhaus

 

„Was ist eigentlich ein Backhaus?“ – Diese Frage stellten wir Wölflinge der Meute Steinmarder uns, nachdem Herr Petzold vom Obst & Gartenbauverein Oberweier uns alle dorthin eingeladen hatte.

Kaum angekommen, stand er uns auch Rede und Antwort: Die Wände des Backhauses bestehen aus wärmespeichernden Steinplatten. Vier Stunden hatte am Morgen ein Feuer darin gebrannt, so dass sein Thermometer nun etwa 300°C anzeigte. „Aber im Feuer verbrennen die Brötchen doch!“ stellten wir besorgt fest. „Natürlich nicht.“ erklärte Herr Petzold freundlich, da Feuer, Asche und Glut aus dem Ofen ausgeräumt worden waren, als er die richtige Temperatur erreicht hatte. Soviel zur Theorie, dann machten wir uns eifrig daran, Brötchen und süße Stückchen aus Hefeteig zu formen und reichlich mit Körnern bzw. Äpfeln und Streuseln zu verzieren. Der Fantasie waren hierbei keine Grenzen gesetzt. „Ich habe ein Dinosaurier-Brötchen, und du?“ – „Ein Rennauto!“

Die Backwaren werden mit viel Liebe vorbereitet

Die Backwaren werden mit viel Liebe vorbereitet

Herr Petzold wartete nun genau den richtigen Zeitpunkt ab, um unser Gebäck vorsichtig in den Ofen zu schieben, so dass auch nichts verbrannte. Nachdem wir fleißig mit aufgeräumt hatten, durften wir von dem frischen, knusprigen Brot probieren, welches Herr Petzold bereits gebacken hatte…köstlich! Kurz darauf war es an der Zeit unser Gebäck aus dem Ofen zu holen. Selbstverständlich haben wir es uns nicht nehmen lassen, sofort zu probieren und festzustellen: „Selbstgebacken schmeckt‘s am besten!“

Noch einmal möchten wir Herrn Petzold und dem Obst & Gartenbauverein Oberweier ein herzliches Dankeschön für das Engagement aussprechen, das uns diesen interessanten und schönen Nachmittag beschert hat!