Ausflug

Ein Ausflug mit kniffligen Aufgaben

Auf das Zeltlager einiger Ettlinger Gruppen wollte auch die Bruchhausener Sippe Langobarden zu Besuch kommen, damit sich vor allem die ganz neuen Jungen und Mädchen für einen Nachmittag das Lager kennenlernen konnten. Als die Pfadfinder am Samstag auf der Wiese ankamen, waren schon sämtliche Zelte und Feuerstellen errichtet worden, da die anderen hier ja auch schon eine Nacht geschlafen hatten.

Der Wassertransport ist in vollem Gange. Im Hintergrund ist das Lager zu sehen.

Der Wassertransport ist in vollem Gange. Im Hintergrund ist das Lager zu sehen.

Hier fließt viel klares Wasser!

Hier fließt viel klares Wasser!

So bleibt mehr Wasser im Stoff!

So bleibt mehr Wasser im Stoff!

Diese Wasserrinne ergab die meisten Punkte.

Diese Wasserrinne ergab die meisten Punkte.

Bald begann das große Wettspiel, in dem elf Mannschaften gegeneinander antraten. Jede Aufgabe brachte desto mehr Punkte, je besser oder schneller eine Gruppe sie löste. Zuerst hatten die Pfadfinder 15 Minuten Zeit, so viel Wasser wie möglich in einen Eimer auf dem Lagerplatz zu bringen. Dafür durften aber weder Töpfe noch Schüsseln oder Eimer verwandt werden – nur was man dabei hatte oder in der Gegend fand. So kramten die Jungen und Mädchen irgendwoher Plastiktüten, Regenponchos, deren Kapuzen zugeknotet wurden, und sogar Gummistiefel hervor, in denen sie das Wasser aus einem nahegelegenen Bach transportierten. Die Regensachen wurden ja zum Glück an diesem Wochenende eh nicht benötigt. Und manche behalfen sich mit Stofftüchern, die sie naß machten und im Lager wieder auswrangen. Die Besten hatten zuletzt über vier Liter pro Mann zusammen.
Bei einer Pantomime war das schauspielerische Talent der Pfadfinder gefragt. Und in einer weiteren Aufgabe bauten die Teilnehmer eine Wasserleitung. Die meisten dieser Bauten erinnerten an alte Goldgräber-Wasserleitungen, jedoch waren sie zumeist aus großen Rindestücken gebaut, die sich überlappten und so eine dichte Rinne ergaben.

Hmmm, das wird schmecken.

Hmmm, das wird schmecken.

Mit einer stimmungsvollen Singerunde klingt der Tag aus.

Mit einer stimmungsvollen Singerunde klingt der Tag aus.

Am Abend wurden im Lager die Feuer entzündet, der Brotteig gemischt und Speck angebraten. Bald saßen die einzelnen Gruppen um ihr Lagerfeuer und buken ihr Stockbrot – Hunger hatten sie nach dem anstrengenden Spiel schließlich alle. So klang der Abend mit einer gemütlichen Singerunde aus, und die Bruchhausener Pfadfinder mußten sich schon wieder auf den Heimweg machen. „Auf das nächste richtige Lager komme ich bestimmt mit!“ sagten die Jüngsten einstimmig, die erst seit kurzem zur Gruppe gehörten.

Pfadfinder besuchen Speyer und Sinsheim

In den Ferien trafen sich viele unserer älteren Pfadfinder, um zwei Tagesausflüge nach Speyer und Sinsheim zu unternehmen.

Der Dom zu Speyer

Am Freitagvormittag führte die erste Tour zum Speyerer Dom, welcher schon von außen durch seine Größe imponierte. Am Eingangsportal, das in Bildern einige wichtige Szenen der gesamten Bibel-Geschichte zeigt, überlegten die Pfadfinder, welche Geschichte das jeweilige Bildnis wohl darstellte. „Oh, fast alle haben wir gewußt!“, stellten zwei von ihnen befriedigt fest.
Im Innern waren die Pfadfinderinnen und Pfadfinder sehr beeindruckt von der unglaublichen Höhe dieses Baus, die aufgrund der Schlichtheit der Innenausstattung besonders wirkte.

Im Dom zu Speyer

Im Dom zu Speyer

Beim anschließenden Besuch des „Historischen Museums der Pfalz Speyer“ erfuhren sie neben der Geschichte des Doms einiges über den Werdegang der Pfalz. Weitere Ausstellungen befaßten sich mit dem Kelter- und Küferhandwerk oder auch der Steinzeit. So war für jeden Pfadfinder etwas dabei.

Ausflug nach Speyer

Fußweg zum Museum

Besuch des Technikmuseum Sinsheim

Nach diesem vor allem kulturell geprägten Ausflug ging es dann am Samstag in das Technikmuseum in Sinsheim. Hier sind in zwei großen Hallen unzählige Fahrzeuge aus der Geschichte der Militär- und Automobiltechnik ausgestellt. Vom ersten Auto aus dem Hause Carl Benz bis hin zu neuen Raketenautos und Ferraris war alles geboten.
Vor allem die Flugzeuge, die über die Hallendächer zu betreten waren, machten großen Eindruck auf die Pfadfinder – insbesondere die beiden Überschallflugzeuge „Tupolev“ und „Concorde“. „Mensch, das ist aber eng hier!“ – „Aber dafür kamen diese Vögel auch auf doppelte Schallgeschwindigkeit!“

Natürlich durfte der Besuch des IMAX-Kinos nicht fehlen, der für einige der erste Film in einem 3D-Kino und daher ein besonderes Erlebnis war.

Fahrradausflug in den Oberwald

An Christi Himmelfahrt hatten sich die Sippen Kimbern aus Malsch und Sweben aus Ettlingen verabredet, eine Fahrradtour zu machen. Ziele waren die Tiergehege im Oberwald bei Rüppurr. Zunächst galt es noch ein paar Reifen aufzupumpen, und dann hieß es „Abfahrt“. Schon auf der Straße gab es einiges zu entdecken. „Schau mal, da sind Pferde.“
„Was riecht hier denn so gut?“ – „Das ist der Bärlauch, der hier überall blüht.“

Immer schön in einer Reihe fahren, damit der Gegenverkehr durch kann.

Immer schön in einer Reihe fahren, damit der Gegenverkehr durch kann.

Wo sind denn bloß die Tiere hin?

“Wo sind denn bloß die Tiere hin?”

"...ganz da hinten ist es, kannst Du es mit dem Fernglas sehen?"

“…ganz da hinten ist es, kannst Du es mit dem Fernglas sehen?”

Bei den Tiergehegen angelangt, konnten die Jungen und Mädchen vieles beobachten und dabei auch einiges über Tiere lernen. So warfen die Dam-Hirsche gerade ihr Winterfell ab, während dem Männchen schon das neue Geweih wuchs.
Am Nachmittag teilten sich die Gruppen in Mannschaften auf, um ein zuvor von den Gruppenleitern erstelltes Tier-Quiz zu lösen. Bald sah man auf den Wegen Pfadfinder auf der Suche nach der richtigen Antwort. „Weißt du noch, wer der Urahn des Hauspferdes ist?“ – „Nein, aber hier steht eine andere Lösung: Das Wisent ist das größte Landsäugetier Europas.“

Mit knappem Vorsprung gelang es der einen Mannschaft, das richtige Lösungswort herauszufinden und an dem genannten Ort die versteckten Süßigkeiten zu finden. Wie es bei Pfadfindern üblich ist, teilten die Jungen und Mädchen ihren Fund mit den anderen Gruppenmitgliedern. Das war eine willkommene Stärkung, denn schon hieß es „Aufsatteln“, und die Gruppen fuhren müde und mit vielen Eindrücken heim Richtung Ettlingen bzw. Malsch.