Backofen

Sommerzeltlager 2014: 17 Tage in freier Natur

Zum gemeinsamen Sommerlager reisten Gruppen unseres Bundes in den Schwarzwald, wo eine idyllisch gelegene Wiese in der Nähe von Freudenstadt für zweieinhalb Wochen die Heimstätte war.
Eine ganze Zeltstadt bauten die Kinder auf, wobei jede Gruppe ihr eigenes Zelt dabei hatte.

Ein Teil des Zeltlagers in der Morgendämmerung.

Ein Teil des Zeltlagers in der Morgendämmerung.

Die Einrichtung der Zelte erfolgte mit Hilfe von Baumstämmen, die der Förster uns gekennzeichnet hatte, sowie Abfallbrettern aus dem nahe gelegenen Sägewerk. Mit diesen Materialien wurden mit Hilfe von Beil, Säge und anderen Holzbearbeitungswerkzeugen Tische, Bänke und Regale gebaut. Auch ganze Kochgestelle errichteten die Gruppen aus Holz, um darauf ihre Gaskocher zu plazieren, auf denen die Mahlzeiten zubereitet wurden.

Hier werden die Stangen für die Tische und Bänke zurecht gesägt

Hier werden die Stangen für die Tische und Bänke zurecht gesägt

Je nach Alter der Mitglieder führten die Gruppen verschiedene Aktivitäten durch. Die Wölflinge – Mädchen und Jungen im Alter von 6 bis 10 Jahren – versetzten sich in die Rolle der Geusen. Diese niederländischen Adligen hatten im 16. Jahrhundert geschafft, die spanische Besatzung aus dem Land zu treiben.

Geusen im Kampf gegen die Spanier

Geusen im Kampf gegen die Spanier

Beim Einheizen des Backofens.

Beim Einheizen des Backofens.

Die 11- bis 16-Jährigen, die Sippen, wiederum beschäftigten sich mit dem Bau ganzer Seilbrücken oder bauten Backöfen in den Erdboden, die sie dann zum Brot- und Kuchenbacken benutzen konnten. Einen Höhepunkt für die Sippen bildete der traditionelle Sippenwaldlauf, bei dem an mehreren Stationen auf einer etwa 10 km langen Strecke zahlreiche Aufgaben gestellt waren, die jede Gruppe in einer eng begrenzten Zeit zu lösen versuchte. Hierbei konnte jeder seine individuellen Stärken für die Gruppe einsetzen, wenn es z. B. um das Lösen eines schwierigen Rätsels, das Durchlaufen eines Hindernisparcours oder den Bau einer hohen Strickleiter ging. Dabei wuchs sowohl der Zusammenhalt der jeweiligen Gruppe als auch das Selbstvertrauen jedes Einzelnen.

An den Abenden sah man die Gruppen oft in ihren Zelten um das Lagerfeuer sitzen, wenn sie Stockbrot machten oder gemeinsam zu der Gitarre einige Pfadfinderlieder sangen.

Gemütliche Feuerrunde beim Stockbrot backen

Gemütliche Feuerrunde beim Stockbrot backen

Ein ganz besonderer Höhepunkt für alle Pfadfinder war die Verleihung der Halstücher und Abzeichen am Ende des Lagers. Um sich diese zu verdienen, wurden in den Gruppenstunden und bei gemeinsamen Aktivitäten allerlei Techniken und Kenntnisse erworben. Diese erstrecken sich von Naturkunde, Feuermachen und Knoten über Kochen und Zeichnen bis hin zur Ersten Hilfe.

Wenn die jungen Pfadfinder ihr Halstuch als Anerkennung für ihre Leistungen erhalten, sind sie mit Recht stolz und dürfen so erfahren, dass ihre Ausdauer und ihr persönlicher Einsatz nun Früchte tragen.

Sommerzeltlager 2013 bei Freudenstadt – Backofenbau und Geländespiele

Bereits letzte Woche berichteten wir von den Aktivitäten unserer Jüngsten auf dem Sommerzeltlager, das der Pfadfinderbund Süd bei Freudenstadt durchgeführt hat.

Das Sommerlager von oben

Das Sommerlager von oben

Die 11- bis 16-Jährigen wiederum beschäftigten sich mit dem Bau ganzer Seilbrücken oder bauten Backöfen in den Erdboden, die sie dann zum Brot- und Kuchenbacken benutzen konnten. Hier lernten sie, sich mit einfachen Hilfsmitteln, wie Steinen, Lehm und Konservendosen zu behelfen, wobei die Erfahrungsschätze der einzelnen Gruppen etwas variierten. Manche, die zum ersten Mal ihren Backofen bauten, setzten das Loch zum Anfeuern direkt unter die Ofenklappe, so daß der Rauch in den Ofen hineinzog und der Kuchen einen leicht rauchigen Beigeschmack erhielt. Andere hatten diese Erfahrung schon im Vorjahr gemacht und daher ihr Feuerloch an die Seite verlegt, so daß kein Rauch in ihren Ofen ziehen konnte. So lernten die Jugendlichen im Alltag des Lagerlebens, mit bislang unbekannten Problemen fertig zu werden und dabei aus ihren Fehlern zu lernen. So lehrte es schon der Gründer der Pfadfinder, Baden Powell: „Learning by trial and error! – Lernen durch Probieren und Fehlermachen!“

Der Lehmmantel wird angebracht

Der Lehmmantel wird angebracht

Was ist denn hier los?

Was ist denn hier los?

...ah, hier wird gebacken!

…ah, hier wird gebacken!

Ein Höhepunkt des Lagers war das große Geländespiel. Hier war es Ziel von vier großen Mannschaften, möglichst viele Tannenzapfen aus dem im Wald gelegenen Depot in ihren eigenen Seilkreis zu transportieren. Das Spielgebiet erstreckte sich dabei auf die Fläche von zwei Hektar Wald, so daß es viele Möglichkeiten gab, sich zu verstecken und auf die unterschiedlichen Lager anzuschleichen. Man durfte nämlich auch bei den gegnerischen Mannschaften „klauen“ gehen. Mit Vorliebe verkrochen sich die Jungen und Mädchen in den Strächern und kleinen Bäumen, um möglichst ungesehen an das gegnerische Depot heranzukommen. Wem allerdings sein Tuch, das im Gürtel steckte, herausgezogen wurde, der mußte in sein Depot zurücklaufen, um sich wieder frei zu machen. Und so gab es manche freundschaftliche Rangelei, an deren Ende es auch einen eindeutigen Sieger gab. Freude an dem Spiel hatten aber alle gehabt.

Die Rouladen werden vorbereitet.

Die Rouladen werden vorbereitet.

Mmmmh - was für ein Festessen!

Mmmmh – was für ein Festessen!

Darüber hinaus gab es über das Lager verteilt einige Wettstreite, in denen sich die verschiedenen Gruppen auf unterschiedlichen Gebieten messen konnten. Die Gruppen der Mädchen und Jungen im Alter von 11 bis 16 nahmen am traditio¬nellen Sippenwaldlauf teil, bei dem an mehreren Stationen auf einer etwa 10 km langen Strecke Aufgaben wie der Bau eines Morseapparates oder die Versorgung von Unfallopfern gefragt waren. Sieger wurden die Sippen Kimbern und Teutonen vom Stamm Goten.
Auch einen Kochwettbewerb gab es auf dem Zeltlager. Dazu besorgte ein Mitglied jeder Gruppe die Einkäufe mit einer vorgegebenen Geldsumme pro Person. Aus diesen Einkäufen wurden mit den bescheidenen auf dem Zeltlager zur Verfügung stehenden Mitteln (Gaskocher, selbst gebaute Backöfen oder das offene Feuer) mehrgängige Menüs fabriziert. So gab es beispielsweise selbst fabrizierte Fleischbrühe mit verschiedenen Klößchen, gefüllte Schweineröllchen mit Gnocchi und Salat. Und auch beim Dessert blieb zum Beispiel bei einer Heidelbeercreme nichts zu wünschen übrig. Gewonnen hat diesen Wettbewerb die Langensteinbacher Sippe Vandale vom Stamm Cherusker.
Abgeschlossen wurde das Zeltlager durch einen Singewettstreit, bei dem jede Gruppe drei Lieder vortrug, die sie zuvor intensiv geprobt hatten. Hier gewann die Sippe Skiren aus Gräfenhausen, die Sippen Kimbern und Sweben aus Malsch und Ettlingen erreichte Platz 2 – ebenfalls vom Stamm Cherusker.

So ging das 17 Tage lange Lager viel zu schnell seinem Ende entgegen, und so wurde am letzten Abend mit einem besonderen Essen Abschied gefeiert. Bis spät in die Nacht klangen die Lieder an den vielen Lagerfeuern – ein letztes Mal noch für dieses Jahr. Und so hieß es für manche „Bis nächstes Jahr!“, für andere hingegen „Bis bald bei unserem nächsten Treffen!“

SingerundeSommerlager

Besuch in der Backstube Müssig

In Peter Müssigs Bäckerei

gibt’s so manche Leckerei…
…das durften auch die Kinder der Meute Eichhörnchen des Pfadfinderstammes Wildenburg  in Walldürn und einige jugendliche Helfer aus der Sippe Leopard am Donnerstagnachmittag erfahren. Die Kinder wollten einmal mit einem echten Bäcker in einer richtigen Backstube backen. Es sollte Kaffeegebäck entstehen, das die Kinder bei einem Besuch im Geriatriezentrum St. Joseph den Bewohnern mitbringen wollten.

Die Törtchen werden belegt.

Die Törtchen werden belegt.

Hier wird der Teig ausgerollt.

Hier wird der Teig ausgerollt.

Der Teig war von Bäckermeister Peter Müssig, der die Kinder herzlich begrüßte, bereits fertig vorbereitet und musste nur noch einmal durchgeknetet werden. Gar nicht so einfach, wie die Kinder bald feststellten. Doch der Bäckersohn Felix konnte das schon und half kräftig mit. Eine Maschine teilte den Teig in gleichmäßige Stücke, und dann konnte jeder Wölfling selbst ans Werk gehen: Da wurde gerollt, gewalzt, lange Würste gemacht und zu Brezeln geformt und sogar Zöpfe aus dem Teig geflochten. Mit jeder neuen Portion Teig wurden die Backwerke schöner. Ein paar Kinder verfeinerten die Süßen Stückchen noch mit Kirschen, Äpfeln und Nüssen, andere streuten Streusel oder Hagelzucker auf das Gebäck. So entstanden schnell zehn Bleche voll Leckereien zum Verschenken, die aber leider erst am nächsten Tag gebacken werden sollten, damit die älteren Herrschaften auch alles frisch bekämen.

Leckere Brezeln werden gelegt - aber süße, denn...

Leckere Brezeln werden gelegt – aber süße, denn…

...dazu gibt es Hagelzucker

…dazu gibt es Hagelzucker

Zum Glück war noch genug Teig übrig, mit dem sich jeder Wölfling ein Probierstückchen formen und verzieren durfte. Bäckermeister Müssig schob die Probierstückechen in den Ofen und hatte dann noch eine Überraschung für die jungen Pfadfinder bereit:
Backen macht bekanntlich durstig und so hatte Peter Müssig Getränke gerichtet, die die Kinder freudig begrüßten. Während der Getränkepause konnten die Kinder zuschauen, wie die Probierstücke im großen Ofen aufgingen.

Alle dürfen mitmachen.

Alle dürfen mitmachen.

So sieht also der Backofen aus.

So sieht also der Backofen aus.

Peter Müssig hatte natürlich auf alle Fragen der Kinder eine Anwort: „Wofür wird diese Maschine benutzt?“ „Wann muss ein Bäcker aufstehen?“ „Wo werden die Brötchen gebacken?“ Ein köstlicher Duft zog durch die Backstube…
Kurz darauf konnten die Kinder feststellen: Das Gebäck roch nicht nur sehr gut, sondern schmeckte auch richtig lecker. Das „selbst gebackene Süß-Stückchen“ war für die Wölflinge der Meute Eichhörnchen natürlich etwas ganz Besonderes.
Der Nachmittag in der Backstube von Peter Müssig hat allen Kindern sehr viel Spaß gemacht und wer weiß – vielleicht hat ja eines der Kinder seinen Traumberuf dabei gefunden?

Es war ein sehr schöner Nachmittag.

Es war ein sehr schöner Nachmittag.

Vielen Dank an Bäckermeister Peter Müssig und sein Team von der Backstube Müssig für diesen schönen Nachmittag.