Fotobericht

Pfingsthaik an den Blautopf in Blaubeuren

Haik in Blaubeuren

Haik in Blaubeuren

Über die Pfingstfeiertage machten sich 20 der älteren Pfadfinder der Sippe Skiren aus Straubenhardt, der Sippe Vandalen aus Karlsbad und der Sippe Markomannen aus Bad-Herrenalb des Pfadfinderbund Süd auf zum Haik rund um den Blautopf in Blaubeuren.

Am Samstag Morgen ging es in aller Frühe los, sodaß die Gruppe kurz vor 8:00 Uhr in Blaubeuren eintraf. Sogleich wurde das Gepäck aufgenommen und nach einem kurzen Fußmarsch erreichte die Gruppe den Blautopf; für die Meisten war dies das erste Mal den Blautopf direkt zu sehen – bisher kannten sie ihn nur aus den Schulbüchern und von Fotos. Nachdem der Blautopf ausgiebig bestaunt worden war, umrundete die Gruppe den kleinen See und frühstückte direkt am Ufer des Blautopf.

Danach ging es endlich richtig los: ein steiler Aufstieg führte aus Blaubeuren heraus, und wenn der Wald sich hin und wieder lichtete, konnten die Pfadfinderinnen und Pfadfinder die Aussicht auf das unter ihnen immer kleiner werdende Blaubeuren genießen. Erstes Ziel danach war die kleine Ortschaft Seißen: Hier erkundigten sich die Pfadfinder in einer kleinen Edelbrennerei nach einem Dorfbrunnen, an dem sie Wasser bekommen könnten. Der nette Herr aber lud die Pfadfinder sofort dazu ein, ihre Wasservorräte aus seinem Wasserhahn zu füllen. Die Pfadfinderinnen und Pfadfinder waren natürlich sehr begeistert von dieser Hilfsbereitschaft. Aber auch das bildschöne Dörfchen an sich, die hübsche Kirche und der wunderschöne Dorfteich in Seißen fasziniert die Pfadfinder und so fiel der Aufenthalt in Seißen etwas länger als geplant aus.

Der Blautopf

Der Blautopf

Das nächste Ziel an diesem Tag war die Ruine der Günzelburg, von der man eine herrliche Aussicht hatte. Am frühen Nachmittag erreichte die Gruppe dann das letzte Ziel für den Tag: die Sontheimer Höhle. Hier erfuhren die Pfadfinder bei einer Höhlenführung allerlei über die Geschichte der Höhle, die berühmten Funde in der Höhle (neben einem fast 3000 Jahre alten männlichen Skelett wurden 14 Skelette in einer keltischen Grabstätte innerhalb der Höhle gefunden), die Geologie und die Entstehung der Schwäbischen Alb an sich. Auch über die Tierwelt in der Höhle erfuhren die Pfadfinder einiges: derzeit leben über 430 Fledermäuse in der Höhle; die seltene Mopsfledermaus -so erfuhr die Gruppe- ist in der Sontheimer Höhle jedoch leider ausgestorben.

Am nächsten Tag hatte die Gruppe sehr viel Glück: die vordere Kohlhalden-Höhle wird nur einmal im Jahr geöffnet und ausgerechnet an diesem Tag war es soweit: so konnten die Pfadfinder die schönste Tropfsteinhöhle des Haiks besuchen. Der weitere Weg führte die Pfadfinder durch eine malerisch schöne Landschaft; rechts und links vom Wege luden immer wieder kleine Höhlen ein die entdeckt und untersucht werden wollten. Gegen Abend mußte die Gruppe dann erneut eine Möglichkeit suchen um Wasser zu erhalten. Nachdem die kleine Gruppe zunächst einer riesigen Kuhherde begegnete, fragten einige Pfadfinder in dem Bauernhof nach und erhielten sofort Hilfe in Form von frischem Wasser.

Die Gruppe beim Aufstieg aus der Sontheimer Höhle

Die Gruppe beim Aufstieg aus der Sontheimer Höhle

Am letzten Tag des Haiks kamen die Pfadfinder an einer weiteren, sehr großen Höhle vorbei. Gut, daß alle ihre Taschenlampen dabei hatten, denn die Höhle war nicht nur riesengroß, sondern auch nahezu stockdunkel. Mit den Taschenlampen konnte aber auch der kleinste Winkel der Höhle untersucht und erkundet werden. Das vorletzte Ziel der Gruppe an diesem Tag war der “Bischoff” – eine weitere Höhle, die eines der Mädchen auf der Karte entdeckt hatte. Als die Gruppe nach einem steilen Aufstieg die Höhle erreicht, war die Enttäuschung leider groß: die Höhle (eigentlich eher Felsüberhang) war als Mülldeponie mißbraucht worden und war mit einem dichten Drahtgitter sowie mit Stacheldraht gesichert, sodaß eine Erkundung nicht möglich war. So machte sich die Gruppe auf den Rückweg und wollte noch zum “Felslabyrinth”, einem weitereren Punkt, der auf der Karte entdeckt worden war: auch hier hielt sich die Begeisterung sehr in Grenzen – nach einem noch steileren Aufstieg erreichte die Gruppe eine wunderschöne Felsformation, von einem Labyrinth war jedoch nichts zu entdecken. So beschloß die Gruppe, vor der Heimfahrt noch einmal den Blautopf zu besuchen, bevor es dann wieder nach Hause ging.

Der Blautopf

Der Blautopf

Die Jungen und Mädchen der Gruppe waren sich am Ende jedoch einig: hier wollen sie auch im nächsten Jahr weiter auf Erkundungtour gehen, und so ist auch schon der Haik fürs nächste Jahr “so gut wie geplant”.

Die Mühle am Blautopf

Die Mühle am Blautopf

Die Gruppe überhalb des Blautopfs

Die Gruppe überhalb des Blautopfs

Frühstück am Ufer des Blautopf

Frühstück am Ufer des Blautopf

Die Kirche in Blaubeuren

Die Kirche in Blaubeuren

Aufstieg zur Ruine Günzelburg

Aufstieg zur Ruine Günzelburg

Ausblick von der Ruine Günzelburg

Ausblick von der Ruine Günzelburg

Kirchturm in Seißen

Kirchturm in Seißen

Der Dorfteich in Seißen

Der Dorfteich in Seißen

In der Sontheimer Höhle

In der Sontheimer Höhle

Sontheimer Höhle

Sontheimer Höhle

Abstieg bis in die hinterste Kammer der Sontheimer Höhle

Abstieg bis in die hinterste Kammer der Sontheimer Höhle

Vordere Kohlhaldenhöhle

Vordere Kohlhaldenhöhle

Tropfsteine in der Vorderen Kohlhalden-Höhle

Tropfsteine in der Vorderen Kohlhalden-Höhle

Tropfsteine in der Vorderen Kohlhalden-Höhle

Tropfsteine in der Vorderen Kohlhalden-Höhle

Pfadfinder beobachten die Kuhherde

Pfadfinder beobachten die Kuhherde

Die große Kuhherde auf dem Weg zum Melken

Die große Kuhherde auf dem Weg zum Melken

Eine Höhle am Wegesrand wird erkundet

Eine Höhle am Wegesrand wird erkundet

Eine weitere Höhle wird erkundet

Eine weitere Höhle wird erkundet

In der Höhle

In der Höhle

Ohne Taschenlampen wäre es zu dunkel gewesen

Ohne Taschenlampen wäre es zu dunkel gewesen

Die wunderschöne Landschaft der Schwäbischen Alb

Die wunderschöne Landschaft der Schwäbischen Alb


 

Turnier und Mai-Fest bei den Galliern

Vorbereitungen zum großen gallischen Turnier

Die Kinder freuen sich über die schön geschmückten Fenster

Die Großen helfen den Kleinen

Wie alle Meuten des Pfadfinderbundes-Süd erleben die Meuten Igel aus Bad-Wildbad und Dachs aus Grunbach des Stammes Wapiti gerade spielerisch die Zeit der Gallier. Ein großes Turnier war angekündigt worden, und zu diesem Anlaß wurde das Pfadfinderheim festlich geschmückt. Die Mädchen und Jungen bastelten z.B. Blumen, Schmetterlinge und Wolken aus Papier, um damit die Fenster ihres Pfadfinderheimes zu schmücken.

 

 

 

Jeder trägt seinen Speer mit sich

In den Gruppenstunden zuvor hatten sie bereits den Schmied und sein Handwerk kennengelernt. In vielen Spielen hatten sie ihm geholfen, den Rennofen zu bestücken und in der Schmiede das Feuer anzufachen. „Dafür bekommt nun jeder von euch eine geschmiedete Speerspitze von mir“, sagte darauf der Schmied und überreichte jedem eine Speerspitze aus Sperrholz. Daraus bastelte sich jedes Kind einen eigenen Speer.

Der Druide eröffnet das Turnier

 

 

 

 

 

Die Fässer sind sehr widerspenstig

Endlich war die Zeit gekommen, um zum großen Turnierplatz zu laufen. Jeder trug stolz seinen Speer und war voller Spannung, welche Aufgaben dieses Mal gestellt werden würden. Vier Gruppen der Wölflingsstufe  (die Meuten Igel, Dachs, Biber und Buntspecht) nahmen an den Wettkämpfen teil, in denen die jungen „Gallierkrieger“ ihre Kraft und ihr Geschick unter Beweis stellen konnten. „Auf an den Start, der Wettbewerb beginnt!“, eröffnete ein Druide  feierlich die Wettkämpfe. Während beim Seilziehen die Manneskraft gefragt war, erforderte das Zielwerfen mit den Speeren viel Geschicklichkeit. Beim Faßrollen bestand die Herausforderung darin, das eigenwillige Fass auf der Strecke zu halten. Die Spannung war immer groß, wenn der Druide den Sieger einer jeden Runde verkündete.

Jeder wurde von seiner Mannschaft kräftig angefeuert

Jeder muß mit anpacken

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem alle gestellten Aufgaben im Wettstreit erledigt waren, freuten sich die Kinder auf die wohlverdienten Würstchen am Lagerfeuer – was für ein Festmahl. Zwar wurde dieses durch einen kräftigen Regenguß begleitet, doch änderte das nichts an der guten Laune der Kinder. So wurde der letzte Lagerabend im frühlingshaft geschmückten Vereinsheim „Blume“ gefeiert.

 

Pfadfinder am Bodensee Teil 1: Zeppelinmuseum in Friedrichshafen

In den Osterferien machten sich über 40 Gruppenführer der Stämme Cherusker und Wapiti nach Friedrichshafen am Bodensee auf.

Mit vollem Gepäck am Bodensee entlang

Mit vollem Gepäck am Bodensee entlang

Die geplante Wanderroute begann in Friedrichshafen und führte über Meersburg bis Unteruhldingen und zur Basilika von Birnau. Auf dieser Wanderung, genannt Hajk, hatten die Pfadfinder alles Essen und Gepäck in ihren Rucksäcken dabei, das nötige Wasser mußten sie unterwegs aus Brunnen oder Quellen holen.

Am ersten Tag besuchten sie zunächst in Friedrichshafen das Zeppelinmuseum, das sehr anschaulich die Geschichte der Zeppeline in Deutschland beschrieb und mit einem naturgetreuen Modell die unglaubliche Größe der Luftschiffe erahnen ließ. Denn er Nachbau eines Teils der Passagier-Gondel, der sehr groß anmutete, war bloß ein winziger Teil des Großen Zeppelins.

 

Motor-Gondel im Zeppelin-Museum

Motor-Gondel im Zeppelin-Museum

Die Pfadfinder waren froh über die Hilfsbereitschaft des Personals, das sogleich zwei kleine Nebenräume aufschloß, in denen sie während des Museumsbesuchs ihr Gepäck lagern konnten.

 

Am Nachmittag lief die Gruppe zu ihrem ersten Übernachtungsplatz im Wald. Als sie auf dem Weg durch das kleine Dorf „Hagnau“ an einem Brunnen ihre Flaschen auffüllen wollten, kam eine junge Frau aus dem benachbarten Haus und bot sogleich an, die Flaschen an ihrem Wasserhahn aufzufüllen. Dies überzeugte die Pfadfinder erneut von der Freundlichkeit der Menschen dieser Region.

Am Nachtplatz angekommen kochten sie ihr Abendessen über dem offenem Feuer und bauten sich ihre Zelte für die Nacht.

Kochen über dem Lagerfeuer

Kochen über dem Lagerfeuer

 

Zum Bericht vom zweiten Tag unseres Haiks (bitte hier klicken)
 
Über diesen Haik gibt es auch eine Presseveröffentlichung in der Bodenseewoche.