Fotobericht

Großes Spiel der Pfadfinder in Birkenfeld (Enzkreis)

Ein Pfadfinder markiert eine Laterne für seine Mannschaft

Ein Pfadfinder markiert eine Laterne für seine Mannschaft

Die Pfadfinder der Sippe Burgunder aus Birkenfeld hatten – zusammen mit der Sippe Skiren aus Straubenhardt – am vergangenen Freitag die benachbarten Pfadfindersippen des Stammes Cherusker zu sich nach Birkenfeld zu einem großen Spiel eingeladen: Im Neubaugebiet “Gründle” trafen sich alle und nach einer kurzen Spielerklärung ging es dann los.

Aufgabe war es, innerhalb der Spielzeit so viele Laternen im Spielgebiet wie möglich “zu erobern”. Um eine Laterne zu erobern, mußte man einen Wollfaden der eigenen Farbe um die Laterne binden. Dabei mußten die Mädchen und Jungen jedoch aufpassen, daß sie nicht von der anderen Mannschaft abgemacht wurden: Jeder Pfadfinder hatte nämlich eine Nummer auf dem Rücken und sowie diese laut gesagt wurde, mußte man zuerst im eignen Depot sich wieder frei machen.

Und weiter geht es zur nächsten Laterne in Birkenfeld

Und weiter geht es zur nächsten Laterne in Birkenfeld

Außerdem konnten beide Mannschaften während des Spiels noch verschiedene Zusatzaufgaben lösen: So gab es Zusatzpunkte, wenn die Laternen des “Magnolienweg” um 18:00 Uhr in der Hand einer Mannschaft waren. Eine weitere Aufgabe war es, heimlich eine Botschaft ins Depot der anderen Mannschaft zu transportieren, ohne dabei erwischt zu werden, oder einen Tennisball zu finden und diesen ins eigene Depot zu bringen. Nach eineinhalb Stunden Anstrengung konnte dann die Mannschaft der Sippe Skiren das Spiel mit 27 zu 17 Laternen für sich entscheiden. Auch über die Zusatzpunkte durch die Aufgaben konnte die andere Mannschaft das Spielergebnis nicht mehr ändern, sodaß die Mannschaft der Sippe Skiren mit 47 zu 22 Endstand gewann.

Nach einer gemeinsamen Abschiedsrunde verabschiedeten sich die Pfadfinder von einander: einige Sippen fahren an Pfingsten gemeinsam auf Lager, die meisten jedoch werden sich erst auf dem Sommerlager wieder sehen, auf das sich bereits alle riesig freuen.

 

Eine Pfadfinderin wurde abgemacht und bekommt eine neue Nummer

Eine Pfadfinderin wurde abgemacht und bekommt eine neue Nummer

Pfadfinderfahrt durch Südfrankreich

Der innere Teil der Festung in Sisteron

Der innere Teil der Festung in Sisteron

Direkt nach dem Sommerlager gingen die Gruppenleiter der Stämme Cherusker und Wapiti gemeinsam auf große Fahrt. Das Ziel der zehntägigen Reise war Südfrankreich, wo sie jeden Tag zu einer neuen Sehenswürdigkeit – einer Stadt, einer Festung oder ähnlichem – fuhren.

Am zweiten Tag der Fahrt erreichte die Gruppe ihr erstes Ziel: Das kleine Städtchen Sisteron, welches von einer mächtigen Festung beschützt wurde. Als 1815 Napoléon Bonaparte aus dem Exil auf Elba floh, war der Übergang über die Durance – so heißt der Fluß welcher durch Sisteron fließt – ein besonders kritischer Punkt auf der Reise nach Paris. Vorsorglich hatte jedoch der Gouverneur der Provinz alle Truppen und Vorräte aus Sisteron abzuziehen lassen. So konnte Napoléon am 4. März die Durance unbehelligt überqueren.

Die Pfadfinder staunten nicht schlecht, als sie die dicken Festungsmauern, die auf den steilen Felsen gebaut waren, sahen. Wohin sie sich wandten, immer war über einem der nächste Wehrgang, oder der schmale Spalt einer Schießscharte durchzog die nächste Mauer. „Diese Festung hätte ich nicht angreifen wollen“, hieß es auch schon.

 

Zitadelle von Sisteron

Zitadelle von Sisteron

Blick auf die inneren Mauern

Blick auf die inneren Mauern


 
Blick von der Zitadelle ins Städtchen

Blick von der Zitadelle ins Städtchen Sisteron

Im Städtchen Entreveaux

Im Städtchen Entreveaux

Ein Weiteres waren die vielen Dörfer und Städtchen, die mit ihren meist blumengeschmückten engen Gassen und den terrakotta-farbenen Dächern ein für die Provence ganz typisches Bild zeigten. Und wenn die große Gruppe, die in Pfadfindertracht die Straßen durchzog, schon einige Aufmerksamkeit erregte, so war das Erstaunen des Dorfbäckers immer noch viel größer, als die Gruppe kurzerhand sämtliche Baguettes kaufte, die er am Morgen frisch gebacken hatte.

...beim gemeinsamen Richten des Mittagessens

Abends suchte sich die Gruppe dann einen abgelegenen Ort zum Übernachten. Mal ein kleines Wäldchen, mal eine felsige Wiese, von der aus man weit in die umliegenden Täler blicken konnte. Die ganze Zeit über war das Wetter so beständig, daß sich die Pfadfinder nicht einmal ein Zelt aufbauten, sondern sich einfach unter freiem Himmel in ihre Schlafsäcke kauerten. So konnten sie beim Einschlafen noch ein wenig die Sterne beobachten, oder den Mond, der gerade voll und rund am Himmel stand.

Eine besondere Erfahrung machte die Gruppe, als sie einmal keine Stelle finden konnte, um ihre Wasserkanister aufzufüllen. Dies bekam nämlich ein Franzose mit, worauf er gleich anbot, bei ihm zu Hause die Kanister zu füllen, da er nur zwei Kilometer entfernt wohne. Diese selbstverständliche Hilfsbereitschaft machte großen Eindruck auf die Pfadfinder, und sie nahmen dankend an.

Pfadfinder auf der Festungsinsel "Chateau d'if"

So hatten die Pfadfinder innerhalb dieser zehn Tage sehr viel an Sehenswürdigkeiten und schönen Landschaften gesehen, waren mit den Menschen in Kontakt gekommen und konnten die französische Sprache anwenden oder lernen – je nachdem. Und für das nächste Jahr sind sich alle einig: Es soll wieder nach Südfrankreich gehen.

...und in wunderschönen Gemäuern

 

Die Augustus-Statue im Theater in Orange

Die Augustus-Statue im Theater in Orange

Die berühmte Brücke von Avignon

Die berühmte Brücke von Avignon

Chateau d'If bei Marseilles

Chateau d'If bei Marseilles