Gallier

Ferienspiele 2012 bei den Pfadfindern vom Stamm Wildenburg

Zum Ende der Schulferien und der Walldürner Ferientage fand wie jedes Jahr der Spielenachmittag des Pfadfinderbund Süd, Stamm Wildenburg statt.
Unter dem Motto „Wettkämpfe wie bei den Galliern“ waren von den Verantwortlichen mit ihren fleißigen Helfern neun Spielstationen vorbereitet und aufgebaut worden.
Da der in der Vergangenheit für die Ferienspiele gern genutzte Heidesportplatz weggefallen und in eine Baustelle verwandelt worden war, fand der Spielenachmittag der Pfadfinder in dem an das Pfadfinderheim angrenzenden Wald statt.
Ca. 40 Kinder waren bei schönstem Sommerwetter gekommen, um an Stationen wie Bogenschießen auf Wildschweine (Zielscheiben), Speerwurf, Fische angeln, Helme stapeln oder Hinkelstein werfen die eigene Geschicklichkeit und das eigene Können mit dem der anderen Kinder zu messen. Beim „Kräutersuchen im Moor“ waren Geschick und Übersicht, beim Vervollständigen eines Lagerplanes waren ein gutes Gedächtnis und schnelles Laufen gefragt.
Für die erfolgreiche Teilnahme gab es für die Kinder eine Urkunde.
Und wer noch Zeit und Lust hatte, konnte sich an der ein oder anderen Station auch noch einmal versuchen und sein Ergebnis verbessern…
Für die vielen kleinen und großen Helfer, die beim Aufbau und der Durchführung der Spielstationen so fleißig mitgeholfen hatten, gab es nach dem Abbau als Dankeschön für den Einsatz als Überraschung ein Eis.


Auch in Buchen war der Stamm Wildenburg bei den Ferienspielen vertreten. Zum einen mit einem Spielenachmittag, zu dem ca. 20 Kinder kamen und verschiedene Wettkämpfe „wie bei den Galliern“ austrugen. Zum anderen wurde erstmalig eine Bastelarbeit angeboten. So trafen sich ca. 10 Kinder am Pfadfinderheim am „Kleinen Roth“, um ein Luftkissenboot aus Styroporplatten zu basteln. Mit Geschick und Sorgfalt entstanden unter sachkundiger und unterstützender Anleitung aus gut vorbereiteten Materialien kleine funktionstüchtige Luftkissenboote, die natürlich gleich ausprobiert wurden…

Turnier und Mai-Fest bei den Galliern

Vorbereitungen zum großen gallischen Turnier

Die Kinder freuen sich über die schön geschmückten Fenster

Die Großen helfen den Kleinen

Wie alle Meuten des Pfadfinderbundes-Süd erleben die Meuten Igel aus Bad-Wildbad und Dachs aus Grunbach des Stammes Wapiti gerade spielerisch die Zeit der Gallier. Ein großes Turnier war angekündigt worden, und zu diesem Anlaß wurde das Pfadfinderheim festlich geschmückt. Die Mädchen und Jungen bastelten z.B. Blumen, Schmetterlinge und Wolken aus Papier, um damit die Fenster ihres Pfadfinderheimes zu schmücken.

 

 

 

Jeder trägt seinen Speer mit sich

In den Gruppenstunden zuvor hatten sie bereits den Schmied und sein Handwerk kennengelernt. In vielen Spielen hatten sie ihm geholfen, den Rennofen zu bestücken und in der Schmiede das Feuer anzufachen. „Dafür bekommt nun jeder von euch eine geschmiedete Speerspitze von mir“, sagte darauf der Schmied und überreichte jedem eine Speerspitze aus Sperrholz. Daraus bastelte sich jedes Kind einen eigenen Speer.

Der Druide eröffnet das Turnier

 

 

 

 

 

Die Fässer sind sehr widerspenstig

Endlich war die Zeit gekommen, um zum großen Turnierplatz zu laufen. Jeder trug stolz seinen Speer und war voller Spannung, welche Aufgaben dieses Mal gestellt werden würden. Vier Gruppen der Wölflingsstufe  (die Meuten Igel, Dachs, Biber und Buntspecht) nahmen an den Wettkämpfen teil, in denen die jungen „Gallierkrieger“ ihre Kraft und ihr Geschick unter Beweis stellen konnten. „Auf an den Start, der Wettbewerb beginnt!“, eröffnete ein Druide  feierlich die Wettkämpfe. Während beim Seilziehen die Manneskraft gefragt war, erforderte das Zielwerfen mit den Speeren viel Geschicklichkeit. Beim Faßrollen bestand die Herausforderung darin, das eigenwillige Fass auf der Strecke zu halten. Die Spannung war immer groß, wenn der Druide den Sieger einer jeden Runde verkündete.

Jeder wurde von seiner Mannschaft kräftig angefeuert

Jeder muß mit anpacken

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem alle gestellten Aufgaben im Wettstreit erledigt waren, freuten sich die Kinder auf die wohlverdienten Würstchen am Lagerfeuer – was für ein Festmahl. Zwar wurde dieses durch einen kräftigen Regenguß begleitet, doch änderte das nichts an der guten Laune der Kinder. So wurde der letzte Lagerabend im frühlingshaft geschmückten Vereinsheim „Blume“ gefeiert.

 

Speere selbst basteln

Am vergangenen Wochenende trafen sich die Meuten Polarfuchs aus Ettlingen und die Sioniwölfe, um Speere zu basteln. Bereits in der Gruppenstunde zuvor hatten sie als „Gallier“ Eisenerz im Rennofen zu Roheisen verarbeitet und dann zum Schmied gebracht. Dieser hatte Speerspitzen daraus geschmiedet, die sich die Kinder abholten.

Die Speerspitzen (aus Holz) mußten noch geschliffen werden, damit sie scharf wurden. Sorgfältig bearbeiteten die Wölflinge die Schräge mit der Feile und glätteten zum Schluß alle Flächen mit Schleifpapier. Der Schaft bestand aus einem langen Stab, dessen Ende einen Schlitz besaß. In diesen leimten die Kinder die fertige, dunkelgrau angemalte Spitze und umwanden sie fest mit Schnur. Und schon war der Speer fertig!

Auf ging es jetzt in den Wald zur Jagd! So leise wie möglich, die Speere in der Hand, folgten die Kinder den Tierspuren. Durchs Dickicht schlichen sie bis zur Lichtung, und da sahen sie sie: zwei Wildschweine. Die Jäger pirschten sich bis auf Schußweite heran, dann flogen die ersten Speere.

Das gezielte Werfen mit den Speeren erwies sich zunächst als schwierig, doch unter der Anleitung der Großen hatten auch die Kleinsten bald die richtige Technik heraus, und so traf jeder mindestens einmal die laubgefüllten Säcke, die die Wildschweine darstellten. Stolz zogen die Wölflinge mit ihrer Beute heimwärts und freuten sich schon auf die Wildschwein-Würstchen zum Abendessen.