Gallier

Glück auf!

Einen Ausflug ins Bergwerk „Glück auf“ bei Neuenbürg unternahm die Büchenbronner Pfadfindergruppe „Meute Baghira“ letzten Samstag.

Mit Helm und Umhang ausgerüstet ging es unter kundiger Führung hinein in den Stollen. Die Kinder erfuhren vom Handwerk des Bergmanns und dessen Strapazen bei harter Arbeit mit „Schlegel und Eisen“.  Ohne elektrisches Licht, nur beim Licht einer kleinen Lampe, die die Leuchtkraft einer Feuerzeugflamme hatte, wurden damals „Sohlen“ und “Schächte” in den Berg gehauen, um Eisenerz und Schwerspat zu  gewinnen. Schon durch diese in reiner Handarbeit getriebenen Gänge zu laufen, war für die kleinen und großen Zuhörer  beeindruckend, und sie lauschten interressiert den Erklärungen.

Wieder zurück am Tageslicht gab es das Modell eines „Rennofens“ zu bewundern, wie er vor über 2000 Jahren in der Keltenzeit verwendet worden war. Die Kinder hörten, wie mit Hilfe eines solchen Ofens das Metall vom Stein getrennt wurde und es anschließend herausrann – deshalb der Name „Rennofen“ von „rinnen“.

Zum Abschluß der Unternehmung suchten die Pfadfinder noch eifrig nach Eisenerzspuren an den Buntsandsteinbrocken rings um das Bergwerk. Sie wurden auch tatsächlich fündig und brachten zahlreiche schöne Erinnerungsstücke mit nach Hause.

Da die Büchenbronner  „Baghiras“ ihre Spiele und Abenteuer in diesem Halbjahr in der Zeit der Kelten erleben, war dieser Bergwerksbesuch besonders lehrreich. Schließlich wollen sie sich auf dem bevorstehenden Lager einen Speer basteln, und der hatte bei den Kelten schon eine Metallspitze.

Osterausflug nach Hochdorf und Maulbronn

 

Grabhügel eines keltischen Fürsten

Die nachgebaute Grabkammer mit reichem Schmuck

Am Ostermontag besuchte eine Gruppe älterer Pfadfinder das Keltenmuseum in Hochdorf/Enz mit dem nahegelegenen Grabhügel eines mächtigen keltischen Fürsten. Dieses Grab ist ganze acht Meter hoch und hat einen Durchmesser von 60 Metern – komplett mit Hand aufgeschüttet. So bekamen die Pfadfinder einen guten Eindruck von der Macht und der Kulturhöhe der Kelten, der dem römischen Bild einer Barbarenhorde stark widerspricht.

Besonders imposant war der naturgetreue Nachbau der inneren Grabkammer: Eine Art niedriger Blockhütte im Innern des Hügels, in der der Fürst auf einer bronzenen Liege und mit reichem Schmuck und Werkzeug versehen aufgebahrt war.

Neben vielen interessanten Zeichnungen und Erklärungen über das Leben der Kelten etwa 400 Jahre v.Chr.  konnten die Pfadfinderinnen und Pfadfinder ein nachgebautes Dorf bestaunen: Ein Haus aus Balken, Nägeln aus Holz und einem Reeddach stand neben einer tiefen Grube, die einmal als Kühlschrank gedient hatte. Gleich dahinter war der Kräutergarten, in dem viele zum ersten Mal die Indigo-Pflanze sahen, aus der die berühmte blaue Farbe der Jeans-Hosen gewonnen wird.

 

 

Klostergelände in Maulbronn

Am Nachmittag fuhr die Gruppe zum Kloster Maulbronn, in dessen Mauern gerade ein mittelalterlicher Markt abgehalten wurde. Dort gab es zum Beispiel einen Aussteller, der  aus Feuersteinen Messer und kleine Äxte fertigte, ein anderer bot Lederwaren an.

Außerdem konnte man über das Klostergelände streifen und die vielen gut erhaltenen Gebäude betrachten, in denen vor vielen Hundert Jahren schon Mönche lebten und arbeiteten. Bei der Führung durch die wichtigsten Klostergebäude und die Kirche, konnten die Pfadfinder die Härte eines solchen Lebens nachempfinden. Denn bei wenigen Grad über Null war es in dem dicken Gemäuer sehr kalt und zugig. Die Vorstellung, nur ein Mal am Tag in den einzigen beheizten Raum gehen zu dürfen, erschien den meisten als sehr unangenehm. Dazu kam, daß die Mönche nur eine Mahlzeit am Tag bekamen.

 

Werkzeuge eines keltischen Schmieds

Der Kreuzgang des Klosters Maulbronn

Allerlei Abenteuer unserer Wölflinge als „Gallier“

Die Mädchen und Jungen erleben derzeit die wöchentlichen Gruppenstunden als Gallier. Einige Meuten, wie die Meute Steinmarder, waren erfolgreich auf Pferdefang und haben ihre wilden Vierbeiner gezähmt und eingeritten. Wer war wohl im anschließenden Hindernisrennen der Schnellste und Geschickteste?

Bleistiftmännchen…

Wer sich einen Gallier als Bleistiftmännchen fertigen wollte, war bei den Wölflingen der Meute Sioniwölfe genau richtig. Voll Freude gingen die Kinder zunächst ans Ausschneiden und Zusammenkleben der Kleider. Manche Stücke waren schon mühevolle Kleinarbeit, doch die Ergebnisse waren sehenswert: Einige der Gallier trugen neben Helm und Ledergewand auch Schild und Streitaxt, andere hatten Bogen und Pfeile als Miniatur-Waffen.

Ihr nächstes Abenteuer, die Rettung des im Gebirge abgestürzten Händlers, haben die Kinder bereits mit Bravour bestanden. Nun freuen sie sich auf die Ereignisse bis zu ihrem Pfingstlager.

… und Wildschweinjagd

Die Wölfinge der Meute Polarfuchs folgten in ihrer letzten Gruppenstunde zunächst Waldläuferzeichen, die Kundschafter ihnen zu Wildschweinspuren gelegt hatten. Leise schlichen sich die Mädchen und Jungen weiter. Mit Pfeil und Bogen bewaffnet hofften sie auf einen guten Jagderfolg. Und da stand die Rotte schon vor ihnen im Gebüsch!
Zwar traf nicht gleich jeder Schuß ins „Schwarze“, doch zum Glück waren die Wildschweine aus Karton und konnten nicht davonlaufen