Geheimschrift

Oster-Zeltlager der Ettlinger Pfadfinder

Eine kalte Nacht

Abends brennen die Lagerfeuer

 

 

Dieses Jahr stellten sich die Ettlinger Sippe Normannen und die Langobarden aus Bruchhausen einer neuen Herausforderung: Ein Zeltlager Mitte März. Wenngleich tagsüber schon sehr milde Temperaturen herrschten, so sank das Thermometer nachts bis nah an die Null Grad hinab. Das hieß für die Jungen und Mädchen, sich dick einzupacken, und dennoch fror so mancher in seinem Schlafsack. Doch die erfahreneren Pfadfinder zeigten sogleich, wie und wo man den Schlafsack geschickt zuschnüren kann, auf daß weniger Wärme entweichet. „Ich habe gar nicht mehr gefroren“, hieß es überall am nächsten Morgen.

 

Kletterpark selber gebaut

Hoch hinaus geht es auf der Schaukel

 

Am Vormittag bauten sich die Pfadfinder allein aus Seilen, Rollen und Stöcken ihren eigenen Kletterpark. Es entstand eine große Schaukel, die an zwei langen Seilen von der ganzen Gruppe angezogen werden konnte. „Eins, zwei drei…“ und schon sauste das Mädchen auf der Schaukel los. Zusätzlich spannten die Jugendlichen ein langes Seil zwischen zwei Bäumen, an dem man je nach Belieben mit Armen und/oder Beinen entlanghangeln konnte. Manche legten sich sogar auf das Seil und zogen sich darüber.

Das ist ganz schön anstrengend!

Die größte Attraktion war ein in fünf Metern Höhe angebrachter Flaschenzug, über den man sich selbst in den Baum hochziehen konnte – natürlich von einem Erwachsenen gesichert. Aus dem Blätterwerk heraus konnte man dann seinen Freunden zuwinken.

Mit dem Flaschenzug hoch in den Baum

 

„Trupp eins für Trupp zwei, bitte kommen…“

 

Dies hörten die Jungen und Mädchen am Nachmittag oft aus ihren Funkgeräten. Sie waren in einem Spiel, bei dem drei Rätsel zu lösen waren. Jedoch mußten dazu jeweils zwei Puzzleteile zusammengefügt werden, die weit entfernt zueinander lagen. Die Gruppen teilten sich daher auf und verständigten sich fortan über Funk. Am richtigen Ort angelangt wunderte sich die erste Gruppe sehr über den Zettel, den sie dort fand. Eine Tabelle voller Buchstaben ohne sinnvollen Zusammenhang war darauf. Die zweite Gruppe wußte mit dem Zettel voller Pfeilen, den sie vorfand, auch nicht mehr anzufangen.

So berichteten sie sich gegenseitig über Funk, was sie gefunden hatten, was allerdings auch nicht einfach war. „Bitte wiederholen!“, da hatte wohl einer zu undeutlich gesprochen oder die Funkverbindung war schlecht. Es kam auch vor, daß zwei Pfadfinder gleichzeitig in ihre Funkgeräte sprachen, so daß niemand etwas verstand. Doch mit etwas Übung klappte es bald ganz gut. „Ich hab´s: Die Pfeile auf dem einen Zettel zeigen den Weg durch die vielen Buchstaben auf dem anderen Zettel!“ Und richtig, sie hatten das Lösungswort gefunden.

 

Funkspruch aus dem Lager

 

Schatzsuche an der St. Barbara-Ruine

„Wo ist denn bloß der Schatz versteckt?“ Das fragte sich die Sippe Vandale aus Langensteinbach in der letzten Gruppenstunde. Um Hinweise auf das Versteck zu bekommen, mußte jeder Sippling ein paar Aufgaben lösen. Es galt heimische Tiere und Pflanzen zu erkennen, den Lückentext über Baden-Powell, den Gründer der Pfadfinderbewegung, auszufüllen oder ein kniffliges Rätsel zu lösen. Denn bei jeder richtig gelösten Aufgabe bekamen die Pfadfinder einen Lösungsbuchstaben.

Kartenarbeit bei der Schatzsuche

Kartenarbeit bei der Schatzsuche

Als die Kinder den Buchstabensalat geordnet hatten, wußten sie, daß sie im Innern des Turms suchen mußten. Dort war es schon recht dunkel, und die sie mußten mit ihren Taschenlampen leuchten, um etwas zu finden. „Ich hab’s!“ Dort, am Beginn der Wendeltreppe lag ein Briefumschlag. In diesem befanden sich eine Schatzkarte, mehrere Zettel und ein Luftballon. „Die Zettel sind ja leer!?“, rief da ein Junge. „Ja, das ist bestimmt eine Geheimschrift!“, rief ein anderer.

Jeder Zettel bzw. der Luftballon hatte eine Beschriftung: Entweder Wasser, Erde, Feuer oder Luft. Da hatte ein Mädchen die Idee, vorsichtig den Zettel über einer Kerzenflamme zu erwärmen und da kam auch langsam eine Schrift zum Vorschein! Ein anderer pustete den Luftballon ganz groß auf, so daß die anderen darauf Buchstaben erkennen konnten.

Damit erfuhren sie, welcher Punkt auf der Karte den Schatz markierte.

„Hier ist er also! Nun schnell an diese Stelle und den Schatz suchen!“ Alle halfen mit, und so fanden sie den Schatz bald unter einer großen Baumwurzel: Leckere Süßigkeiten – da gab es erst einmal eine Stärkung!