Marco Polo

Basar in Persien

”Wann beginnt der Basar?” ”Ist es noch weit bis dorthin?”“Was gibt es dort alles zu kaufen?” Das fragten sich die Kinder der Meute Polarfuchs aus Ettlingen. Die kleinen Pfadfinder im Grundschulalter, genannt “Wölflinge”, erleben gerade die Abenteuer des Entdeckers “Marco Polo”.

In ihrer Spielidee haben sie bereits eine lange Reise hinter sich. Sie begannen ihre Entdeckungsfahrt im mittelalterlichen Venedig, genau wie Marco Polo vor über 700 Jahren es tat. Sie segelten übers Mittelmeer und zogen mit Karawanen durchs Zweistromland. Nun haben sie Persien erreicht. Hier wollten die Wölflinge im bunten Treiben des Basars Handel treiben.

Schon von fern hörten die Mädchen und Jungen das geschäftige Leben des Marktes. Sicherlich würden sie für ihre Perlen und Edelsteine, die sie sich in den letzten Gruppenstunden verdient hatten, einige schöne Sachen bekommen. Im dichten Gedränge des Basars besuchten sie die Stände der verschiedenen Händler. Was gab es da nicht alles zu kaufen: Gewürze, Lederbeutel, Kerzen, Schmuck, Zinnteller und vieles mehr. Sogar ein Händler aus China war auf dem persischen Basar. “Gewürze, Gewürze!”, rief der eine Händler. “Kaufen sie meinen wunderschönen Schmuck!“, schallte es von der einen Ecke des Marktes. Da fiel den Kindern die Auswahl sichtlich schwer.

Basar in Persien

Basar in Persien

Doch hatte man etwas ganz besonders Schönes entdeckt, ging es ans Handeln. Wie auf einem persischen Markt üblich, verlangten die Händler erst einen viel zu hohen Preis: “Für zwei Edelsteine würde ich die Dose kaufen, aber drei sind mir zu viel!” so einigte sich der Junge mit dem Händler und beide waren zufrieden mit dem getätigten Geschäft. Schließlich hatte jeder Wölfling etwas gefunden und trug seine Schätze stolz vom Markt. Dann verglichen die Kinder ihre Einkäufe, denn jeder hatte etwas anderes erstanden.

In den nächsten Gruppenstunden werden die Kinder weiter den Spuren Marco Polos folgen, der entlang der Seidenstraße bis nach China führt. In China wollen sie dann den mächtigen Herrscher Chinas, Kublai Kahn, besuchen. Doch bis zu diesem Ziel werden wohl noch einige Abenteuer und Entdeckungen auf sie warten.

Winterlager des Stammes Wapiti

Die Pfadfinder des Pforzheimer Stammes Wapiti führten in den Weihnachtsferien gemeinsam mit einigen anderen Gruppen ihr Win­terlager in einem alten Dorfschulhaus im Odenwald durch. Lei­der meinte es das Wetter in diesem Jahr nicht so gut mit den Kindern, so daß keine wintertypischen Aktivitäten durchge­führt werden konnten. Dennoch fanden zahlreiche spannende Spiele und Unternehmungen im Freien statt.

Audienz bei Kublai Khan

Unsere Wölflinge – Mädchen und Jungen im Alter von 6 bis 10 Jahren – erlebten auf dem diesjährigen Winterlager den Höhepunkt ihrer Spielidee „Marco Polo“. Im vergangenen Halbjahr hatten sie auf der Reise von Venedig nach China allerlei Abenteuer erlebt und wollten nun beim chinesischen Herrscher Kublai Khan vorgelassen werden.

Da der Kaiser jedoch in seinem großen Reich unterwegs war, nutzten unsere „Handelsreisenden“ die Zeit, um das mittelalterliche China zu erkunden. Erstaunt sahen die Kinder, was es im 13. Jahrhundert in China alles schon gab, das im Europa jener Zeit noch völlig unbekannt war: Ein Händler bot Gläser an, mit denen man besser sehen konnte, und nannte diese „Blille“. Ein anderer zeigte den Kindern, wie man mit Hilfe einer (magnetisierten) Nadel die Himmelsrichtungen bestimmen kann. Und schließlich war die Begeisterung beim Sylvesterfeuerwerk – ebenfalls einer chinesischen Erfindung – kaum zu bremsen.

Beim Kaiser von China.

Beim Kaiser von China.

Dann endlich ging es zur Audienz bei Kublai Khan, von dessen Auftreten die Kinder sehr beeindruckt waren. Sie durften ihm von den Abenteuern der Reise berichten und überbrachten zahlreiche Gastgeschenke. Und zur Freude unserer jungen Händler verlieh ihnen dann der Herrscher Chinas das Recht, zwischen Venedig und China Handel zu treiben.

Adel verpflichtet

Adel verpflichtet – eine mehrtägige Spielrunde des gleichnamigen Brettspiels führten unsere Pfadfindersippen auf dem diesjährigen Winterlager durch. Wer dieses Brettspiel kennt, weiß, dass es nicht nur darum geht, die schönste und älteste Kunstausstellung für sich zu gewinnen, sondern auch die Spieltaktik der anderen Gruppen vorauszusehen. Das Spielgeld, das durch vielfältige Aufgaben erworben werden konnte, diente dazu, die eigene Kunstausstellung möglichst reichhaltig zusammenzustellen und zu erweitern. In den Aufgaben übten sich die Jungen und Mädchen im Kopfrechnen und Geographie, in kreativen Aufgaben wie dem Schreiben von Gedichten oder dem Malen von Bildern.Geschichklichkeit war ebenso gefragt...... wie Geographiekenntnisse

 
Geschichklichkeit war ebenso gefragt wie Geographiekenntnisse.

 

 

 

Auch sportliche Aktivitäten im Freien bereicherten das Aufgabenrepertoire. Doch Vorsicht! Manchmal tummelte sich ein Dieb in der Kunstausstellung. Die Mannschaften, die durch geeignete Spieltaktik ihren Detektiv einsetzten, um diesen Dieb zu fangen, wurden für ihre Aufmerksamkeit und ihre Beobachtungsgabe mit Spielpunkten belohnt.

Am Ende des Spiels freuten sich alle, die Aufgaben meisterhaft bewältigt zu haben. Durch die vielfältigen Aufgaben entdeckten viele Jugendliche ungeahnte Begabungen. So entstanden Zeichnungen, Gedichte und handgemachte Werke von Pfadfindern, deren Talente bislang im Dunklen verborgen geblieben waren.

Großes Abschlußfest mit Singewettstreit

Zum Abschluß des Winterlagers gab es eine große Feier, bei der zunächst im Singewettstreit verschiedene Gesangsbeiträge auf dem Programm standen. Alle Gruppen hatten das ganze Lager über fleißig geübt und trugen nun einige Lieder aus der für die Pfadfinder typischen Gattung der Fahrtenlieder vor. Dabei konnten die Sippen Jaguar aus Ispringen und Turmfalke aus Hamberg den Sieg davontragen.

 

Die Sippen Jaguar und Turmfalke vor ihrem Auftritt.

Die Sippen Jaguar und Turmfalke vor ihrem Auftritt.

Danach führten die Gruppen Sketche auf, ehe die Kin­der die mit Spannung erwarteten Halstücher und Abzeichen erhielten, die sie sich aufgrund ihrer Leistungen während des Lagers verdient hatten.

Auf dem Basar von Bagdad

Zu einer Wochenendfreizeit trafen sich einige Gruppen am Grunbacher Pfadfinderheim, um im Spiel Abenteuer auf Marco Polos Spuren zu erleben.

Kaum angekommen erfuhren die Mädchen und Jungen, daß ein Dieb auf dem Basar in Bagdad gerade sein Unwesen trieb. Schon am nächsten Tag konnten sie diesen jedoch überführen und vor den “Kadi” bringen.

Nun stand dem zweiten Höhepunkt des Lagers nichts mehr im Weg: dem Besuch des Basars! Hier wurde dann nach Herzenslust gefeilscht und gehandelt. Jedes Kind hatte seine vorher im spielerischen Handel erworbenen „Edelsteine“ mitgebracht, die es gegen wunderschöne Muscheln, kleinen Zierat,  bunt gefärbte Schafwolle, Notizblöckchen und Stifte, Kerzen oder vieles andere mehr eintauschen konnte.

Auf dem Basar.

Stolz und zufrieden zogen die Kinder vom Basar zurück zum Pfadfinderheim, wo der Tag mit einer vergnüglichen Spielerunde und anschließendem gemeinsamen Singen ausklang.