Naturschutz

Krötenzaun am Rippberger Sommerberg

Am Samstag waren die Walldürner Pfadfinder wieder einmal in Sachen Umweltschutz unterwegs. Zusammen mit Edda und Horst Hennig aus Rippberg, die bereits seit Jahren die Rippberger Kröten für den NABU Deutschland betreuen, ging es an den Aufbau der Krötenzäune am Rippberger Sommerberg.

Viele fleißige Helfer sind im Einsatz

Die Schubkarre erleichtert den Transport des Materials

Nachdem das Wetter am Wochenende zuvor noch einen weißen – verschneiten – Strich durch die geplante Aufbauaktion gemacht hatte, war Petrus den Pfadfindern und dem NABU heute etwas gnädiger gestimmt. Schnee gab es diesmal zwar keinen, aber von “frühlingshaften“ Temperaturen war auch keine Rede…
Kurz nach 9 Uhr ging es los. Die Hennigs hatten bereits das Material bereitgelegt, die Pfadfinder der Sippe Leopard und weitere Helfer vom Stamm Wildenburg stellten ihre Arbeitskraft. Nach kurzer Einweisung durch Edda Hennig ging es gleich ans Werk. Da viele fleissige Helfer dabei waren, konnten wir uns in Arbeitsgruppen aufteilen.

Es geht voran, der Zaun wird immer länger...

Während der erste den Maschendraht hält, steckt ein anderer die Nägel in den Boden

Eine Mannschaft rollte die Maschendrahtzäune aus, eine andere richtete den Zaun aus und steckte ihn mit Erdnägeln und Befestigungseisen fest. Andere wiederum dichteten den Zaun mit Holzstäben, Steinen und Laub ab, so dass keine Kröten untendrunter durchschlupfen können. Schnell waren die ersten Meter verlegt. Nach kurzer Zeit waren die Arbeitsgruppen eingespielt, so dass an mehreren Stellen gleichzeitig gebaut werden konnte. Viel schneller als erwartet war dann auch die Arbeit getan.

Ein ganzes Stück des Zauns ist bereits fertiggestellt...

Und fertig ist der Zaun

Zum Abschluß gab es einen kleinen Imbiss, den Frau Hennig organisiert hatte: Kaffee, Tee oder Saftschorle sowie belegte Brötchen und Mandarinen.
In den nächsten Wochen werden die Pfadfinder vom Stamm Wildenburg dann auch wieder in bzw. nach der Abenddämmerung die Zäune ablaufen und die Kröten, die auf ihrer Wanderung dort aufgehalten werden, auflesen und sicher zu Ihrem Laichgewässer bringen. Kleine Info zum Schluß: Im Jahr 2012 waren über 2300 Kröten (Hinwanderer) in und an den Rippberger Fangzäunen eingesammelt worden und konnten dann – ohne von Autos oder LKWs überfahren zu werden – unbeschadet an den See gelangen.

Waldsäuberungsaktion in Walldürn

Wer das hier wohl hingeschmissen hat?

Wer das hier wohl hingeschmissen hat?

Am 22.02.1857 wurde der Gründer der Pfadfinderbewegung, der englische Lord Baden-Powell geboren. Über 150 Jahre später lebt seine Idee einer werteverpflichteten weltweiten Gemeinschaft noch immer weiter. In den Pfadfindergesetzen heißt es ja unter anderem: Der Pfadfinder schützt Pflanzen und Tiere. Er setzt sich also für den Erhalt einer lebenswerten Umwelt und den Umweltschutz ein. Zudem forderte der Gründer der Pfadfinderbewegung in seinem letzten Brief an  die Pfadfinder diese dazu auf, die Welt ein kleines bischen besser zu hinterlassen, als man sie angetroffen hatte…
Am Samstag trafen sich daher die Walldürner Wölflinge und Pfadfinder um 09.00 Uhr am Pfadfinderheim zur ersten gemeinsamen Aktion im Jubiläumsjahr „50 Jahre Stamm Wildenburg“, zur diesjährigen Waldsäuberungsaktion.

Hier am Waldrand werfen so viele etwas weg

Hier am Waldrand werfen so viele etwas weg

Ausgerüstet mit Arbeitshandschuhen, Eimern und Müllsäcken machten sich die Kinder und Jugendlichen daran, die umliegenden Wälder von achtlos weggeworfenem Müll und Unrat zu befreien. Im Vorfeld der Aktion waren durch den Revierförster bereits besonders „lohnenswerte“ Gebiete bzw. Plätze angegeben, an denen dann auch besonders viel Müll zu finden war. Selbst unseren Jüngsten, den Wölflingen wurde klar, dass da verschiedene Mitmenschen überhaupt keine Achtung vor einer sauberen und lebenswerten Umwelt haben und ihren Abfall einfach fallen lassen, egal, wo sie gerade stehen. Besonders an den Straßenrändern, wo manche Autofahrer immer wieder ihren Müll einfach aus dem Fahrzeugfenster entsorgten, wurde dies deutlich. Und wo einer einmal den Anfang mit wild entsorgtem Müll macht, da stellt dann schnell der nächste seinen Abfall dann auch noch mit dazu…
So war der „Sammelerfolg“ dann auch beachtlich. Im Lauf des Vormittags wurden neben Autoreifen, unzähligen Glasflaschen, Möbelstücken, Eimern und Kanistern auch fast 15 Müllsäcke voll sonstigen Abfällen aus den Wäldern geholt.
Als kleines Dankeschön für das Engagement für eine saubere Umwelt gab es einen Schreibblock „50 Jahre Stamm Wildenburg“ für alle fleißigen Helferinnen und Helfer.
Treffen am Parkplatz

Treffen am Parkplatz

Im Gestrüpp verfängt sich der Müll und ist schwierig zu sammeln

Im Gestrüpp verfängt sich der Müll und ist schwierig zu sammeln

Ganze Berge türmten sich am Ende

Ganze Berge türmten sich am Ende

Die fleißigen Sammler freuen sich über das Ergebnis

Die fleißigen Sammler freuen sich über das Ergebnis

Müllsammeln in Sindelfingen

Morgens um 10 Uhr ging es los: Warnwesten anziehen, Latexhandschuhe überstülpen, Müllsäcke gegriffen und ab.

In der Gemeinschaft geht die Arbeit leicht von der Hand.

Wir sammeln Müll.

Im Rahmen der Aktion „Saubere Stadt“ sammeln wir in unserem Gebiet. Es geht los am Stelzenhochhaus, die Leonberger Straße entlang. Hier lohnt es sich Helfer zu haben die sich gefahrenbewußt verhalten und sich ordentlich benehmen können, so daß niemand Blödsinn macht und dabei einfach auf die Straße rennt. Diese Eigenschaft ermöglicht es unserer Gruppe erst, einen solchen Bereich zu übernehmen.

Und schon bald stellen die Jungen und Mädchen unserer Gruppe fest: „Was man hier alles findet…“ – haufenweise Papierchen eines Getränkes mit Soja, seltsamerweise keine einzige Flasche dazu, Fliesen für ein halbes Bad, Radkappen, Schreibtische, Rechnungsunterlagen, eine alte Umsatzsteuererklärung…

Gegen 13 Uhr machen wir Mittag. „Das ist ja gar nicht so ohne, die Sammelei, hätte ich nicht gedacht, daß das so anstrengend ist.“ Meint einer der das erste Mal dabei ist. „Ja, Schaffe isch halt a Geschäft“ kommt es von einem anderen. „Aber es lohnt sich, da wo wir gesammelt haben, sieht es wieder richtig ordentlich aus.“

Am Ende kommt noch der Parkplatz „Gatter“ an die Reihe. Hier finden wir beinahe so viel Müll wir auf der kompletten Strecke vom Ortsschild bis hier hoch auf beiden Straßenseiten zusammen.

Viele Spaziergänger sehen uns erfreut zu und sparen nicht mit lobenden Worten. So sind wir gegen 16 Uhr mit der Arbeit fertig. Der letzte Müllsack wird verknotet, die Handschuhe ausgezogen, die Warnwesten abgelegt und es geht der Heimat entgegen. Froh und zufrieden fahren wir noch einmal die Straße entlang die wir eben vom Müll befreit haben und sind stolz auf unser Werk.