Pfadfinder

Schaulager zum Jubiläum 50 Jahre Stamm Wildenburg am 15.09.2013 in Walldürn

Am ersten Wochenende nach den diesjährigen Sommerferien war es so weit: Das Schaulager zum 50-jährigen Bestehen des Stammes Wildenburg sollte stattfinden.
Wochenlang hatten die Wildenburger fleißig alle Vorbereitungen getroffen, den Zeltaufbau geplant und die Versorgung der Gäste organisiert, Helfer mobilisiert…
Das einzige, was die Pfadfinder nicht organisieren konnten, war das Wetter. Trotz aller Bestellungen fiel der „Himmlische Beistand“ ziemlich naßkalt aus, was an der guten Stimmung aber keinen Abbruch tat. Bereits am Samstag hatten sich die Pfadfinder getroffen, um Zelte, einen Fahnenmast und auch ein Lagertor aufzubauen. Auch eine Feuerstelle, Lagereinrichtungen und einige Spielstationen durften nicht fehlen…

Aufbau des Lagertores

Aufbau des Lagertores

Die für Pfadfinder typische "Kohte"

Die für Pfadfinder typische “Kohte”

Viele fleißige Helfer beim Vesper

Viele fleißige Helfer beim Vesper

Für den Sonntag hatten die Wildenburger zum offiziellen Empfang geladen. Für die Stadt Buchen war der 1. Beigeordnete Dr. Hauk gekommen, für die Stadt Walldürn Bürgermeister Günther sowie einige Gemeinderäte aus Buchen und Walldürn und weitere geladene Gäste.  Auch viele Eltern der Pfadfinder und Wölflinge waren selbstverständlich dabei.
Nach der Begrüßung durch Stammführerin Regina Gramlich gab diese einen Überblick über die Geschichte der Pfadfinderei in Deutschland im Allgemeinen und über die Geschichte des Stammes Wildenburg im Besonderen. Thomas Frey als zweiter Vorsitzender des Pfadfinderbundes Süd überbrachte die Grüße des Dachverbandes und ging in seiner Ansprache insbesondere auf den präventiven Aspekt der pfadfinderischen Jugendarbeit des PBS ein.
Auch Bürgermeister Günther hob in seinem Grußwort die Bedeutung der Vermittlung von Werten wie Naturverbundenheit, Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe im Sinne des Gründers der Pfadfinderbewegung, Lord Baden-Powell hervor, bevor er Stammesführerin Regina Gramlich ein Geschenk der Stadt Walldürn überreichte.

Grußworte von Herrn Bürgermeister Günther

Grußworte von Herrn Bürgermeister Günther

Der Beigeordnete Dr. Hauck aus Buchen überbrachte Grüße und Glückwünsche der Stadt Buchen und übergab ebenfalls  ein Jubiläumsgeschenk.
Andreas Hammer, zukünftiger „Nachbar“ der Walldürner Pfadfinder in seiner Eigenschaft als Heimleiter des neuen Wohn- und Pflegeheimes der Johannes-Diakonie ergriff spontan das Wort und freute sich auf gegenseitige Bereicherung und viele gemeinsame Aktionen mit den Pfadfindern.
Michael Schmitt vom befreundeten Stamm Goten aus Eberbach überbrachte ein Geschenk der dortigen Stammesältesten und wünschte dem Stamm Wildenburg alles Gute.
Ein Blumenpräsent von den Pfadfindern und Wölflingen an Stammesführerin Regina Gramlich war eine unerwartete und freudige Überraschung.
Anschließend beim Sektempfang und einem Rundgang durch das Pfadfinderheim und das Schaulager gab es noch viel Möglichkeit zur Information und zum Gedankenaustausch für Gäste und Pfadfinder. Und alle hatten die Gelegenheit, einen Lagerplatz „mit allen Sinnen“ zu erleben…

Blick ins Schaulager

Blick ins Schaulager

Übersicht über durchgeführte Bastelarbeiten

Übersicht über durchgeführte Bastelarbeiten

Zum Abschluß des Jubiläumstages gab es dann noch eine Singerunde am Lagerfeuer, zu dem auch Eltern und Gäste gerne willkommen und eingeladen waren. Hier hatte der „Wettergott“ dann wenigstens ein Einsehen und schloß die himmlischen Schleusen, so dass dieser besondere Tag für den Stamm Wildenburg einen schönen Ausklang fand.

Singerunde am Lagerfeuer mit Eltern

Singerunde am Lagerfeuer mit Eltern

Fotoapparate und Raketenstart auf dem Herbstlager

Mehrere Sippen, Gruppen für etwa 10 bis 15jährige, des Stammes Cherusker trafen sich zu ihrem Herbstlager in zwei Pforzheimer Stadtteilen. Die Sippe Kimbern wollte hier eine Art Lochkamera bauen, bei der die Jungen und Mädchen das Bild direkt auf einem großen Schirm aus Transparentpapier betrachten konnten. Aus kleinen Brettern zimmerten sie einen schuhkartongroßen Kasten, mit einem sehr dünnen Loch vorne und dem großen Schirm hinten. Der Umgang mit Leim, Hammer und Nagel und den Schraubzwingen war einigen schon geläufig, und diese halfen natürlich den anderen, wo sie konnten.
„Das Bild steht ja auf dem Kopf“, stellte eines der Mädchen fest. Und so erfuhren die Pfadfinder nach und nach, wie die Lichtstrahlen in ihrer Kamera verliefen und wie letztlich das Bild entstand.

Die Lochkamera wird vernagelt.

Die Lochkamera wird vernagelt.

Einer ist schon fertig.

Einer ist schon fertig.

Cape Canaveral in Büchenbronn
Die Sippen Langobarden, Skiren und Teutonen bastelten derweil an ihren Modell-Raketen. Die Jugendlichen schnitzten eine Spitze aus Holz, die auf ein langes Papprohr gesteckt wurde. Unten befestigten sie ein Leitwerk, das die Rakete auf ihrer Bahn halten sollte. Zuletzt konnten die Raketen mit eigens dafür gedachten Modellraketen-Treibsätzen bestückt werden, die jede Rakete hoch in die Luft heben sollten. Auf einer speziellen Startrampe richteten die Pfadfinder ihre Raketen aus und zündeten den Treibsatz. „Achtung! Raketenstart!“, hieß es, und alle begaben sich schnell in einen sehr großen Sicherheitsabstand.
Ähnlich wie eine Silvesterrakete schoß das Modell mit einer langen Rauchfahne hinter sich hoch in die Wolken, bis es nur noch als kleiner Fleck zu erkennen war. „Uiiii ist das hoch!!“
Oben angekommen teilte sich die Rakete in zwei Teile, die dann langsam zu Boden taumelten. So war die Landung ungefährlich und die Rakete konnte erneut beladen werden.

Teile werden zugeschnitten

Teile werden zugeschnitten

Ausrichten und anzünden der Rakete

Ausrichten und anzünden der Rakete

Wusch! Zischend beginnt der Aufstieg.

Wusch! Zischend beginnt der Aufstieg.

Nur noch ein kleiner Fleck am Himmel

Nur noch ein kleiner Fleck am Himmel

Am Abend klang das Lager bei einem Teil der Gruppen mit dem Spiel „Der Große Preis“ aus, bei dem mehrere Mannschaften Aufgaben aus den Kategorien „Pfadfindertechnik, Allgemeinwissen, Geschichte, Rätsel, usw.“ gegeneinander antraten, um möglichst viele Punkte zu ergattern. Hier kam es vor allem auf Schnelligkeit, Wissen und Zusammenarbeit in der Gruppe an.
Dann war das Lager auch schon vorbei. „Aber bald ist ja das Winterlager“, trösteten sich die Pfadfinder.

Elternnachmittag im Wimpinasaal

Am Sonntag, den 21.04.2013 führte der Pfadfinderstamm Wildenburg für die Eltern der Wölflinge und Pfadfinder einen Elternnachmittag durch.
Schon vor 15 Uhr waren die ersten Besucher da und der Saal füllte sich bald mehr und mehr.

Stammeschor des Stammes Wildenburg

Stammeschor des Stammes Wildenburg

Den Anfang machte der Stammeschor, der Volks- und Fahrtenlieder vortrug. Anschließend wurde die Entwicklung der Pfadfinderei in Deutschland in kleinen Spielszenen durch die Pfadfindersippen dargestellt, wozu Regina Gramlich einige Erläuterungen gab.

Auch die Luchse spielen Episoden aus der Pfadfindergeschichte vor...

Auch die Luchse spielen Episoden aus der Pfadfindergeschichte vor…

Nun kamen die  Gruppen an die Reihe: Jede Meute und jede Sippe hatte entweder kleine Theaterstückchen, Sketche oder Liedbeiträge vorbereitet, die dann den Eltern vorgespielt bzw. vorgesungen wurden. Trotz aller Aufregung vor dem ungewohnt großen Publikum hat das sehr gut geklappt und die Kinder freuten sich über den wohlverdienten Applaus.

Vorhang auf für das Theaterstückchen der Meute Waschbär!

Vorhang auf für das Theaterstückchen der Meute Waschbär!

Viele kleine Sängerinnen und Sänger der Meute Eichhörnchen

Viele kleine Sängerinnen und Sänger der Meute Eichhörnchen

Nach weiteren Liedern des Stammeschores war dann der offizielle Teil des Programms beendet und alle Anwesenden zu Kaffee, Kuchen und belegten Brötchen eingeladen.
Viele Eltern nutzen die gute Gelegenheit, sich mit anderen Eltern und den Gruppenleitern auszutauschen.

Sie Sippe Leopard trägt ein Lied vor

Sie Sippe Leopard trägt ein Lied vor

Auch die kleine Ausstellung mit Bastelarbeiten, die die Wölflinge und Pfadfinder in der letzten Zeit angefertigt hatten, kam sehr gut an.

Eine Ausstellung zeigt Bastelarbeiten von Wölflingen und Pfadfindern

Eine Ausstellung zeigt Bastelarbeiten von Wölflingen und Pfadfindern

Schautafeln über die Geschichte und Grundlagen der Pfadfinderei, die Geschichte des Stammes Wildenburg und viele Bilder aus 50 Jahren Pfadfinderarbeit beim Stamm Wildenburg vermittelten viel Information und gaben Anlass zu vielen interessanten Gesprächen. Schnell war der Nachmittag vorbei und es galt für die Pfadfinder, den Saal aufzuräumen und das Geschirr zu spülen. Dank vieler fleißiger Hände unserer Sipplinge war das in kürzester Zeit geschehen – hierfür nochmal ein herzlicher Dank an die zahlreichen Helfer und Helferinnen! Den Eltern hat es – wie in vielen Gesprächen immer wieder geäußert wurde – sehr gut gefallen. Wir freuen uns daher schon auf das Schaulager nach den Sommerferien, wo wir unsere Pfadfinderarbeit dann nicht nur den Eltern, sondern auch der breiten Öffentlichkeit vorstellen werden.