Schatz

Winterlager der Meuten

In den Faschingsferien trafen sich alle Meuten des Stammes Cherusker, in Grunbach zu ihrem Winterlager.
Die Kinder im Alter von fünf bis zehn Jahren, genannt Wölflinge, hatten im vergangenen halben Jahr die Geschichte des legendären Piraten „Klaus Störtebeker“ nachgespielt. Dabei hatten die Jungen und Mädchen viel über die Geschichte der Seeräuber um das Jahr 1400 erfahren und im Kampf gegen dänische Schiffe die Ostsee unsicher gemacht.

Das letzte große Abenteuer dieser Spielidee war die Versorgung der von den Dänen belagerten Stadt Stockholm. Der rechtmäßige König von Schweden hatte dazu die Piraten um ihre Unterstützung gebeten, und so beluden alle Wölflingsgruppen ihre Schiffe mit Lebensmitteln für die Bewohner der Stadt. Sie eroberten sich Seekarten und kundschafteten die Gegend um Stockholm aus, wo viele dänische Schiffe und kleine Inseln den Weg zur Stadt versperrten.
Im abschließenden Spiel fuhren die Wölflinge auf kleinen Booten zwischen den vielen Schären, die auf dem Boden markiert waren, hindurch. Die Boote waren kleine aus Seilen geknotete Ringe, in die immer zwei bis drei Wölflinge stiegen. Damit sollten die wichtigen Lebensmittel – in Form von bedruckten Zetteln – in die Stadt gebracht werden. Doch da ging es zunächst wild durcheinander: Einer verhedderte sich im Seil und flog hin, der nächste wurde von einem Dänen erwischt und mußte umkehren. Doch mit viel Ausdauer und Geschick gelang es immer mehr Booten, zwischen allen Hindernissen hindurchzuschlüpfen.
Da rief einer der Piratenkapitäne: „Jetzt noch mal alle zusammen“, und alle Boote versuchten es gleichzeitig. Endlich gelang den Wölflingen der Durchbruch.

Wölflinge beim großen Seeräuber-Abschlußspiel
Der Bürgermeister von Stockholm dankte den mutigen Piraten für ihren Einsatz, indem er sie mit seinem Stadtschatz belohnte: Eine Kiste voller Gold und Edelsteine. Und jeder Wölfling durfte sich sogar einen Taler oder eine Perle mit nach Hause nehmen.