Sippe

Müllsammeln in Sindelfingen

Morgens um 10 Uhr ging es los: Warnwesten anziehen, Latexhandschuhe überstülpen, Müllsäcke gegriffen und ab.

In der Gemeinschaft geht die Arbeit leicht von der Hand.

Wir sammeln Müll.

Im Rahmen der Aktion „Saubere Stadt“ sammeln wir in unserem Gebiet. Es geht los am Stelzenhochhaus, die Leonberger Straße entlang. Hier lohnt es sich Helfer zu haben die sich gefahrenbewußt verhalten und sich ordentlich benehmen können, so daß niemand Blödsinn macht und dabei einfach auf die Straße rennt. Diese Eigenschaft ermöglicht es unserer Gruppe erst, einen solchen Bereich zu übernehmen.

Und schon bald stellen die Jungen und Mädchen unserer Gruppe fest: „Was man hier alles findet…“ – haufenweise Papierchen eines Getränkes mit Soja, seltsamerweise keine einzige Flasche dazu, Fliesen für ein halbes Bad, Radkappen, Schreibtische, Rechnungsunterlagen, eine alte Umsatzsteuererklärung…

Gegen 13 Uhr machen wir Mittag. „Das ist ja gar nicht so ohne, die Sammelei, hätte ich nicht gedacht, daß das so anstrengend ist.“ Meint einer der das erste Mal dabei ist. „Ja, Schaffe isch halt a Geschäft“ kommt es von einem anderen. „Aber es lohnt sich, da wo wir gesammelt haben, sieht es wieder richtig ordentlich aus.“

Am Ende kommt noch der Parkplatz „Gatter“ an die Reihe. Hier finden wir beinahe so viel Müll wir auf der kompletten Strecke vom Ortsschild bis hier hoch auf beiden Straßenseiten zusammen.

Viele Spaziergänger sehen uns erfreut zu und sparen nicht mit lobenden Worten. So sind wir gegen 16 Uhr mit der Arbeit fertig. Der letzte Müllsack wird verknotet, die Handschuhe ausgezogen, die Warnwesten abgelegt und es geht der Heimat entgegen. Froh und zufrieden fahren wir noch einmal die Straße entlang die wir eben vom Müll befreit haben und sind stolz auf unser Werk.

Herbstlager der Pfadfindersippen

Vom plötzlichen Wintereinbruch überrascht wurden unsere Pfadfindersippen auf ihrem Herbstlager in Grunbach. Der Stimmung konnte dies nur zuträglich sein: Begeistert nutzten die Jugendlichen die im Herbst seltene Möglichkeit, sich mit Schneeballschlachten und Tütenrutschen im frischen Schnee zu vergnügen.

Aber auch das übrige Programm mit Basteln und Spielen kam nicht zu kurz. Nachdem am Sonntag der Schneefall vorüber war, konnten die Mädchen und Jungen die am Freitag gebastelten Drachen sogar noch steigen lassen.

Flugwettbewerb

Der Samstag wurde anderen Flugobjekten gewidmet: Das große Organisationsspiel, bei dem über 15 Mannschaften teilnahmen, war diesmal ein Flugwettbewerb. Für die unterschiedlichen Disziplinen Zielwurf, Weitwurf und Zeitflug sollte ein entsprechender Papierflieger gebaut werden. Dazu mussten die Jugendlichen zunächst verschiedene Aufgaben lösen, um die Materialien für den Bau sowie eine „Startlizenz“ zu erhalten.

Mit Feuereifer knobelten die Pfadfinder, um durch Lösen einiger Rätsel den Weg zum Flugplatz zu finden. Indem sie Fragen aus den Bereichen Naturkunde oder Geographie beantworteten, konnten sie Bastelanleitungen und Material für die Flieger erwerben. Bei anderen Aufgaben war Kreativität gefragt: So verkleideten die Jugendlichen ein Mannschaftmitglied als Pirat oder bastelten mit großer Sorgfalt Kastanientiere und Papierdrachen, um so eine Herbstdekoration zu gestalten.

Wer bastelt die schönsten Kastanientiere?

Einige Mannschaften hatten alles im Eiltempo erledigt und konnten so vor dem eigentlichen Wettbewerb eine ganze Reihe von Übungsflügen absolvieren. Die Begeisterung der Pfadfinder war groß, als sie die Flugweite der verschiedenen Modelle miteinander verglichen und mit Stoppuhren die Zeitflugeigenschaften ihrer Papierflieger testeten. Im ganzen Pfadfinderheim flogen kreuz und quer die unterschiedlichsten Flieger, und jede Mannschaft versuchte, das optimale Modell herauszufinden.

Schließlich trafen sich zur vereinbarten Zeit alle am Flugplatz, und der Wettbewerb konnte beginnen. Schnell zeigte sich, dass nicht jeder Flieger, der für einen Ziel- oder Weitwurf geeignet ist, auch ein guter Segler ist und möglichst lange in der Luft bleiben kann. Großen Applaus gab es von allen für einen Flieger, der einen Weitflugrekord aufstellte, mit dem er alle Konkurrenten weit hinter sich ließ.

 

Abends ließen die Jugendlichen gemeinsam den Tag mit Spielen und einer anschließenden Singerunde ausklingen.

Tulpenpflanzen für das Sindelfinger Stadtjubiläum 2013

100.000 Tulpen sollen zum 750 jährigen Stadtjubiläum 2013 im Dronfieldpark Sindelfingen erblühen.

Damit dieses Mammutprojekt gestemmt werden kann, bat die Stadt die Sindelfinger Vereine um Mithilfe.

Auch wir vom Pfadfinderbund Süd e.V. – Stamm Inka folgten natürlich diesem Ruf und fanden uns im Dronfieldpark ein, um Tulpen zu pflanzen.

Die Zusammenarbeit funkioniert prima und es geht viel schneller.

Immer zwei der Jungen und Mädchen arbeiteten gemeinsam. Während einer die Hake kräftig in den Boden schlug und damit ein Loch schuf, steckte der andere eine Blumenzwiebel in die Öffnung und verschloß diese anschließend wieder, indem er den Boden über dem Loch festtrat.

Nach kurzer Zeit hörte man schon: „Oh, die Pfadfinder machen das aber geschickt“, und wir konnten sehen, wie unsere Arbeitsmethode von anderen übernommen wurde.

So kamen wir alle gemeinsam sehr gut voran und konnten nach kurzer Zeit schon den ersten Teilabschnitt der Pflanzzone verlassen und uns den weiteren Teilen zuwenden, in denen Zwiebeln gesetzt werden sollten.

Zwischendurch gaben die Veranstalter ein Vesper aus: lecker Leberkäswecken mit Ketchup und feinem Apfelsaft aus dem Kanister.

Nach der Stärkung gingen alle wieder frisch ans Werk, das Ende war ja bereits in Sicht. „Etwa 20 Stück pro Quadratmeter haben wir verteilt“, erklärte uns später Herr Speer, Leiter des „Stadtgrün“ und Organisator der Veranstaltung. Er bot sogleich für das nächste Frühjahr eine Führung an, damit wir unser Werk auch betrachten können, wenn es in voller Blüte steht. Dazu sagten wir natürlich gerne zu, denn wir waren neugierig die Blumenpracht in Blüte zu sehen.

Als wir die von der Stadt geliehenen Gerätschaften gut geputzt zurück in die Fahrzeuge der Stadt räumten, bedankten sich die beteiligten Mitarbeiter des „Stadtgrün“ für unsere Hilfe und lobten vor allem die jüngeren, die so lange fleißig durchgehalten hatten.