Sketche

Winterlager der Sippen des Stammes Cherusker (Teil 3)

Ein großer Kuhhandel und der “Bunte Abend”

Auch die Sippe Vandale aus Langensteinbach hatte auf dem Lager etwas Großes vor: Sie verabredete sich mit der Sippe Markomanne aus Bad Herrenalb und der Sippe Sweben aus Ettlingen zum gemeinsamen Kuhhandel-Spiel.
Das Spiel bestand aus zwei großen Teilen. Im ersten Teil des Spieles hatte jede Mannschaft die Aufgabe, möglichst viel Geld zu verdienen, denn je mehr Startkapital eine Gruppe nachher besaß, desto mehr Tiere konnte sie sich später mit diesem Geld ersteigern. Der zweite Teil war dann der vielen Kindern schon bekannte „Kuhhandel“, mit dem Ziel am Ende möglichst viele und möglichst wertvolle Tierquartette zu besitzen.

Und dann ging es auch schon mit dem Geldverdienen los: Für die Jungen und Mädchen galt es nun, an markanten Orten, die sich sowohl im Pfadfinderhaus als auch entlang der Hauptstraße befanden, nach Aufgaben zu suchen. Für jede richtig gelöste Aufgabe gab es je nach Schwierigkeit eine bestimmt Summe an Geld. „Vielleicht kann man ja an der Bäckerei Geld verdienen!“, rief ein kleiner Junge. Das war eine gute Idee, denn hier war die Aufgabe, Brötchen für das Abendessen einzukaufen. Doch welches waren die günstigsten und wie viel musste man denn insgesamt bezahlen? So gab es immer wieder neue Aufgaben zu entdecken: Ein Briefumschlag mit verschlüsselter Adresse oder kleine Bildausschnitte, die dem richtigen Gegenstand im Haus zugeordnet werden mussten.

Zum Abschluss des Lagers gab es einen „Bunten Abend“, für den jede Gruppe im Laufe des Lagers eine kleine Vorführung eingeübt hatte. Das Programm war dabei sehr vielfältig: Kurze lustige Sketche waren gefolgt von beeindruckenden Zaubertricks, die perfekt einstudiert waren. Eine Gruppe spielte Detektivgeschichten des berühmten „Kommissar Kugelblitz“ vor, und das Publikum durfte raten, wer wohl der Täter gewesen sein könnte. Kindergeschichten und Anekdoten aus dem Leben des Gründers der Pfadfinder „Lord Baden-Powell“ wurden ebenso schön inszeniert wie ein Märchen über den Waldgeist „Rübezahl“.

Anschließend wurden an diejenigen Pfadfinder, die im letzten halben Jahr die vielfältigen Aufgaben für ein Halstuch oder Abzeichen erledigt hatten, ihre Auszeichnungen vergeben. Bei der feierlichen Halstuchverleihung konnte man den Stolz auf die erbrachte Leistung und die Freude über das neu erworbene Halstuch in den Augen der Jungen und Mädchen sehen.

Winterlager des Stammes Wapiti

Die Pfadfinder des Pforzheimer Stammes Wapiti führten in den Weihnachtsferien gemeinsam mit einigen anderen Gruppen ihr Win­terlager in einem alten Dorfschulhaus im Odenwald durch. Lei­der meinte es das Wetter in diesem Jahr nicht so gut mit den Kindern, so daß keine wintertypischen Aktivitäten durchge­führt werden konnten. Dennoch fanden zahlreiche spannende Spiele und Unternehmungen im Freien statt.

Audienz bei Kublai Khan

Unsere Wölflinge – Mädchen und Jungen im Alter von 6 bis 10 Jahren – erlebten auf dem diesjährigen Winterlager den Höhepunkt ihrer Spielidee „Marco Polo“. Im vergangenen Halbjahr hatten sie auf der Reise von Venedig nach China allerlei Abenteuer erlebt und wollten nun beim chinesischen Herrscher Kublai Khan vorgelassen werden.

Da der Kaiser jedoch in seinem großen Reich unterwegs war, nutzten unsere „Handelsreisenden“ die Zeit, um das mittelalterliche China zu erkunden. Erstaunt sahen die Kinder, was es im 13. Jahrhundert in China alles schon gab, das im Europa jener Zeit noch völlig unbekannt war: Ein Händler bot Gläser an, mit denen man besser sehen konnte, und nannte diese „Blille“. Ein anderer zeigte den Kindern, wie man mit Hilfe einer (magnetisierten) Nadel die Himmelsrichtungen bestimmen kann. Und schließlich war die Begeisterung beim Sylvesterfeuerwerk – ebenfalls einer chinesischen Erfindung – kaum zu bremsen.

Beim Kaiser von China.

Beim Kaiser von China.

Dann endlich ging es zur Audienz bei Kublai Khan, von dessen Auftreten die Kinder sehr beeindruckt waren. Sie durften ihm von den Abenteuern der Reise berichten und überbrachten zahlreiche Gastgeschenke. Und zur Freude unserer jungen Händler verlieh ihnen dann der Herrscher Chinas das Recht, zwischen Venedig und China Handel zu treiben.

Adel verpflichtet

Adel verpflichtet – eine mehrtägige Spielrunde des gleichnamigen Brettspiels führten unsere Pfadfindersippen auf dem diesjährigen Winterlager durch. Wer dieses Brettspiel kennt, weiß, dass es nicht nur darum geht, die schönste und älteste Kunstausstellung für sich zu gewinnen, sondern auch die Spieltaktik der anderen Gruppen vorauszusehen. Das Spielgeld, das durch vielfältige Aufgaben erworben werden konnte, diente dazu, die eigene Kunstausstellung möglichst reichhaltig zusammenzustellen und zu erweitern. In den Aufgaben übten sich die Jungen und Mädchen im Kopfrechnen und Geographie, in kreativen Aufgaben wie dem Schreiben von Gedichten oder dem Malen von Bildern.Geschichklichkeit war ebenso gefragt...... wie Geographiekenntnisse

 
Geschichklichkeit war ebenso gefragt wie Geographiekenntnisse.

 

 

 

Auch sportliche Aktivitäten im Freien bereicherten das Aufgabenrepertoire. Doch Vorsicht! Manchmal tummelte sich ein Dieb in der Kunstausstellung. Die Mannschaften, die durch geeignete Spieltaktik ihren Detektiv einsetzten, um diesen Dieb zu fangen, wurden für ihre Aufmerksamkeit und ihre Beobachtungsgabe mit Spielpunkten belohnt.

Am Ende des Spiels freuten sich alle, die Aufgaben meisterhaft bewältigt zu haben. Durch die vielfältigen Aufgaben entdeckten viele Jugendliche ungeahnte Begabungen. So entstanden Zeichnungen, Gedichte und handgemachte Werke von Pfadfindern, deren Talente bislang im Dunklen verborgen geblieben waren.

Großes Abschlußfest mit Singewettstreit

Zum Abschluß des Winterlagers gab es eine große Feier, bei der zunächst im Singewettstreit verschiedene Gesangsbeiträge auf dem Programm standen. Alle Gruppen hatten das ganze Lager über fleißig geübt und trugen nun einige Lieder aus der für die Pfadfinder typischen Gattung der Fahrtenlieder vor. Dabei konnten die Sippen Jaguar aus Ispringen und Turmfalke aus Hamberg den Sieg davontragen.

 

Die Sippen Jaguar und Turmfalke vor ihrem Auftritt.

Die Sippen Jaguar und Turmfalke vor ihrem Auftritt.

Danach führten die Gruppen Sketche auf, ehe die Kin­der die mit Spannung erwarteten Halstücher und Abzeichen erhielten, die sie sich aufgrund ihrer Leistungen während des Lagers verdient hatten.

Pfadfinder-Kaleidoskop 2012 in Oberweier (Ettlingen)

Der Stammes-Chor Cherusker passend zur Herbstzeit mit “Gelbe Blätter”

Mit der Begrüßung der Gäste, einiger offizieller Vertreter der Gemeinden und vieler ehemaliger Pfadfinder wurde mit einem kleinen Überblick über die Geschichte des Stammes Cherusker, welcher im Jahr 1946 gegründet wurde am vergangenen Sonntag die Veranstaltung in der Waldsaumhalle in Oberweier eröffnet, bei der die einzelnen Gruppen des Pfadfinderbundes Süd ihre Arbeit der Öffentlichkeit vorstellten.

Nach einem Vortrag des Burg-Chors der Ettlinger Gruppierungen begannen die Jüngsten, zunächst die Meute Sioniwolf aus Ettlingenweier, mit einigen lustigen Sketchen. Es folgte die Meute Polarfuchs aus Ettlingen, die drei Kinderlieder sangen, und auch die Meute Steinmarder aus Oberweier ließ kein Auge trocken, als sie ihre „Schulszene voller Pannen“ vorspielte.

Einige Wölflinge der Meute Sioniwolf führen einen Sketch auf.

Die störenden langen Ärmel und Hosen werden gekürzt: Der “Wandervogel” entsteht.

Nach einigen Liedern des Stammeschores von Cherusker stellten die Pfadfindergruppen aus Ettlingen, Bruchhausen und Malsch die Geschichte der Pfadfinderbewegung szenisch dar: die Wurzeln im deutschen Wandervogel um 1900 und den Scouts in England 1907, den Werdegang in den 20er Jahren, die Verbotszeit im 3. Reich und der Besatzungszeit sowie die Konflikte in den Studentenunruhen der 68er.

Im Wechsel der Zeiten über mehr als hundert Jahre haben sich die Ziele der Pfadfinderei, wie sie der Pfadfinderbund Süd seit jeher betreibt, jedoch nie geändert: Pfadfinder wollen zur Entwicklung junger Menschen beitragen, damit sie ihre vollen körperlichen, intellektuellen, sozialen und geistigen Fähigkeiten als Persönlichkeiten, als verantwortungsbewußte Bürger und als Mitglieder ihrer örtlichen, nationalen und internationalen Gemeinschaft einsetzen können.

Den krönenden Abschluß bildete der gemischte Chor zusammen mit dem Nachbarstamm Wapiti. Nach dem bekannten vierstimmigen Choral „Ich bete an die Macht der Liebe“ bot sich ausreichend Gelegenheit bei Kaffee und Kuchen, sich im Gespräch mit den Pfadfindern auszutauschen, oder in der großen Foto-Galerie weitere Eindrücke zu sammeln.

Blick in die vollbesetzte Halle

Der Chor der Ettlinger Burg “Fridthjof von Framnes”

Auch Martin Knaus, Kommandant der Feuerwehr Albtal-Ettlingen, und seine Gattin erfreuten sich der Veranstaltung.

Die ehemalige Oberweirer Schulrektorin Doris Hubig bekundete ihre Bewunderung.

Im Gespräch mit dem Karlsbader Bürgermeister-Stellvertreter Peter Kiesinger

Im Publikum muß man schmunzeln, auch der Oberweirer Ortsvorsteher Wolfgang Matzka.