Strickleiter

Pfingstlager der Pfadfindersippen

Das diesjährige Pfingstlager einiger Pfadfindersippen führte auf eine Zeltwiese im nahegelegenen Albtal. Dort bauten sie zusammen ihre Kohten – die traditionellen Pfadfinderzelte -, ihre Feuerstellen und Sitzgelegenheiten für ihren Essensplatz auf. Durch das fröhliche Arbeiten der Jungen und Mädchen entstand so in kurzer Zeit eine kleine Zeltstadt.

IMG_1411.c

Zu einem der Höhepunkte des Lagers traten die Gruppen in einem Organisationsspiel gegeneinander an. Viele verschiedene Aufgaben galt es dabei gemeinsam zu lösen, um die Zutaten für das für den Abend geplante Stockbrot zu erwerben.

Bei der ersten Aufgabe bauten die Pfadfinder eine Strickleiter. Auch eine Sonnenuhr sowie eine menschliche Pyramide waren verlangt. Viel Vergnügen gab es dann beim anschließenden Wassertransport, denn als Transportmittel standen ausgemusterte Dialysespritzen zur Verfügung, und so nutzte manch einer das Wasser nicht, um es zum Ziel zu bringen, sondern um die Gegner naßzuspritzen.

So saßen alle nach erfolgreichem Wettkampf gemeinsam um ihr Lagerfeuer, verzehrten ihr leckeres Stockbrot und sangen noch einige Lieder in den Abend hinein.

Auf schwankender Strickleiter.

Auf schwankender Strickleiter.

In fröhlicher Runde beim Stockbrot

In fröhlicher Runde beim Stockbrot

Rätsel mit Hindernissen

Zwei Streichhölzer sind so umzulegen, daß vier Quadrate entstehen.

Zwei Streichhölzer sind so umzulegen, daß vier Quadrate entstehen.

Eine Kombination aus Knobelgeschick, sportlichem Durchhaltevermögen und handwerklichen Fähigkeiten mussten die Mitglieder der Sippe Jaguar in ihrer letzten Gruppenstunde unter Beweis stellen: Es galt, Streichholzrätsel zu lösen, bei denen zum Beispiel durch Umlegen von zwei Hölzchen eine neue Figur entstand.

Das eigentliche Problem bestand zunächst darin, an Streichhölzer zu kommen. Die befanden sich nämlich auf einem Baum, den die Jugendlichen mit Hilfe von Strickleitern erklettern sollten. Schnell machten sich die verschiedenen Mannschaften ans Werk, Material für die Leitern zusammenzutragen und diese mit den richtigen Knoten zusammenzubauen. „Passt auf, dass ihr die Knoten richtig herum setzt, sonst rutschen die Sprossen später ab!“ warnten die Älteren, die schon einige Erfahrung hatten. Die Jüngeren konnten bei dieser Gelegenheit die Knoten erlernen und üben, bis die Strickleitern genügend Sprossen hatten, um damit an die Streichhölzer zu gelangen.

Beim Bau der Strickleiter.

Beim Bau der Strickleiter.

Einiges Geschick war gefragt, um das Aufhängeseil über den Ast zu werfen, dann konnten endlich die ersten Pfadfinder die Leitern erklimmen. „Ich habe eines!“ kam der begeisterte Ruf von oben. Da jedoch die Regel besagte, dass die Streichhölzer einzeln vom Baum heruntergetragen werden mussten, kamen die Jungen und Mädchen ganz schön aus der Puste, bis sie endlich die nötige Anzahl von Hölzern beisammen hatten, um die Rätsel nachzulegen. Besonders groß war schließlich der Jubel, wenn die Lösung eines Rätsels in gemeinsamer Arbeit endlich gelungen war.

Pfadfinder bereichern den Unterricht

Die Strickleiter wird gebaut und vorbereitet

Die Strickleiter wird gebaut und vorbereitet

Mit Spannung erwarteten die Viertklässler der Malscher Grundschule vor einigen Tagen den Besuch der Pfadfinder. Eine Klassenlehrerin hatte drei Gruppenleiter des Pfadfinderbundes Süd eingeladen, um mit ihren Schülern Strickleitern zu bauen.

Nach einem gemeinsamen Spiel teilte sich die Klasse in drei Gruppen auf: Eine spielte weiter, während die anderen beiden unter der Anleitung eines Pfadfinders zuerst die Knoten für die Strickleiter lernten und anschließend die vorbereiteten Holzsprossen einknoteten. “So einfach, wie es aussieht, ist es nicht,” stellte ein Mädchen fest. “ Kannst Du mir mal bitte die Sprosse halten, damit ich festziehen kann?”

Ein Mädchen beim erklettern der Strickleiter

Eine Pfadfinderin beim Erklettern der Strickleiter

Gemeinsam errichteten die Mädchen und Jungen die Strickleitern und halfen sich gegenseitig. Auf dem Schulgelände befand sich ein Baum, an dessen Ästen die Strickleitern festgebunden wurden. Jedes Kind durfte hochklettern und die Aussicht genießen. Nachdem die Gruppen getauscht hatten, hingen vier stabile Strickleitern am Baum.

“Und nun wollen wir einmal schauen, welche Gruppe die meisten Tennisbälle in die Tasche am Ende ihrer Strickleiter transportiert!” Gesagt, getan: Immer ein Kind der Gruppe balancierte mit einem Löffel einen Tennisball durch einen Hindernisparcours. Keiner wurde ausgelacht, wenn ihm der Ball herunterfiel, alle fieberten mit und feuerten lebhaft an. An der Strickleiter durfte der Ball in die Hand genommen werden, dann kletterte der Läufer hoch und legte den Ball in die Tasche in den Ästen. Und nun schnell zurück zu den anderen!
“Ist es schon zu Ende – schade! Können wir so etwas nicht öfters machen?” So klang es begeistert von den Kindern. Schließlich hatte dieser Vormittag nicht nur Spaß gemacht, sondern sie machten auch die Erfahrung, daß gemeinsam lernen und arbeiten den Erfolg mit sich bringt.