Turm

Pfadfinder am Bodensee Teil 2: Meersburg

Der erste Teil des Berichtes finden Sie hier (bitte hier klicken)

Aufstieg in einem Weinberg

Am nächsten Morgen – am zweiten Tag unseres Bodensee-Hajks – ging es auf idyllischen Wegen zwischen Weinreben und Obstplantagen hindurch nach Meersburg – immer mit Ausblick auf den Bodensee. Dort konnten die Pfadfinder die „Burg Meersburg“ besichtigen und durften im Rahmen einer sehr interessant gestalteten Führung sogar auf den „Dagoberts-Turm“.  Über verwinkelte Treppen und enge Gänge ging es bis in die Spitze des Turms hinauf, von wo aus man einen tollen Ausblick über die Stadt und den Bodensee hatte. Auch in die Gefängniskammer konnten sie einen Blick werfen und in die Folterkammer, in der viele Nachbauten der Geräte einer schaurigen Inquisition aufgestellt waren.

In einem der Gebäude hatte auch die berühmte deutsche Dichterin Anette von Droste-Hülshoff gelebt und gearbeitet. Viele ihrer Manuskripte und ihre gesamte Möblierung waren hier für den Besucher zu sehen.

 

Die Meersburg von außen

Führung durch den Rittersaal der Burg

Blick aus dem Fenster des "Dagobert-Turms"

Es geht die enge Treppe im Turm abwärts


Ein Ponchozelt ist schnell gebaut

Am Nachmittag zog die Gruppe wieder los in Richtung Wald, wo auf einer aktuellen Wanderkarte vier nah beieinandergelegene Hütten mit Feuerstelle eingezeichnet waren. Dort angekommen, wurden vier „Kundschafter“ losgeschickt, um die einzelnen Plätze zu begutachten und den besten Übernachtungsplatz auszuwählen: an allen vier Orten war – nichts! Da suchten sich die Pfadfinder eben selbst einen guten Ort, und machten an einem geeigneten Platz eine Feuerstelle. Wie am Abend zuvor bauten sie Zelte auch Regenponchos, wobei immer zwei Planen zusammengeknüpft wurden, unter denen zwei Menschen mit ihrem Gepäck platz fanden. Das nötige Zeltgestänge und die Heringe schnitzten sie dabei aus Stöcken, die sie auf dem Waldboden fanden.

Nach dem Essen machten sie eine lange und ausgiebige Singerunde, bei der viele alte Pfadfinder- und Volkslieder gesungen wurden, z.B. „Was uns läßt fahren“ oder „Der Mond ist aufgegangen“.

 

Der erste Teil des Berichtes finden Sie hier (bitte hier klicken)

Den dritten Teil des Berichtes finden Sie hier (bitte hier klicken)

Über diesen Haik gibt es auch eine Presseveröffentlichung in der Bodenseewoche.

Osterlager der Straubenhardter Pfadfinder

 

Das Osterlager der Sippe Skiren aus Straubenhardt fand dieses Jahr gemeinsam mit der Sippe Helvekonen und Burgunder aus Birkenfeld statt. Es führte die Pfadfinder der drei Gruppen ins Heim des Stammes Cherusker in Karlsbad. Als die Jugendlichen alle eingetroffen waren ging es zunächst zur Ruine der St. Barabara-Kapelle, die um 1330 von Mönchen des Klosters Bad-Herrenalb errichtet und im Laufe der langen Geschichte zerstört und wieder aufgebaut worden war. Nachdem ausgiebig gespielt worden war, erkundeten die Pfadfinder den Turm der Kapelle; von hier sollten am Folgetag die selbst gebastelten Fallschirmspringer starten.

 

Aussägen eines Fallschirmspringers

Aussägen eines Fallschirmspringers

Am nächsten Morgen wurde dann auch eifrig mit der Laubsäge gearbeitet: Zunächst wurden die Fallschirmspringer-Männchen ausgesägt, dann mit Schleifpapier geschmirgelt und zum Schluß angemalt. Dann wurden die Fallschirme und die Schnüre geschnitten und alles zusammengeklebt. Für die älteren Pfadfinder ging es in dieser Zeit in die Werkstatt: sie wollten sich für Ihren Schreibtisch einen Stifteständer bauen. Auch hier wurde gesägt, gebohrt und geschliffen, aber auch mit dem Stechbeitel und der Raspel gearbeitet.

Während die jüngeren Pfadfinder dann vom Turm der St. Barbara Ihre Fallschirmspringer starteten, klebten und dübelten die Älteren Ihre Stifteständer fertig. Nach dem Abendessen wurde es dann noch einmal richtig spannend: nach Einbruch der Dunkelheit teilten sich die Pfadfinder in zwei Mannschaften: die eine mußte sich in einem bestimmten Gebiet verstecken, die andere mußte die Versteckten suchen und so schnell wie möglich finden. Die schnellste Mannschaft hatte bereits nach 1 Minute und 18 Sekunden die andere Mannschaft gefunden – allerdings mußte sie auch nach über 18 Minuten die Suche in einer weiteren Runde aufgeben und sich geschlagen geben.

 

Arbeiten mit der Raspel

Hier wird der Stifteständer geraspelt

Einer der Fallschirmspringer kurz vor der Landung

Fallschirmspringer kurz vor der Landung

Ein Fallschirmspringer nach der Landung

Ein Fallschirmspringer nach der Landung

Ein anderer Fallschirmspringer nach der Landung

Ein anderer Fallschirmspringer nach der Landung

Ein Pfadfinder arbeitet mit dem Stechbeitel

Ein Pfadfinder arbeitet mit dem Stechbeitel am Stifteständer

Stifteständer für den Schreibtisch

Selbst gebastelter Stifteständer für den Schreibtisch

Noch ein Stifteständer

Noch einer der selbst entworfenen und gebastelten Stifteständer

Auch dieser Springer ist erfolgreich gestartet

Erfolgreicher Start eines Fallschirmspringers vom Turm der St. Barbara

Einer der selbstgebastelten Stifteständer

Selbst entworfener Stifteständer eines Pfadfinders

 

Turmbau auf dem Sommerzeltlager

Pfadfinder beim Turmbau

Pfadfinder beim Turmbau

Die Gruppen der zwischen 10 und 15 Jahre alten Pfadfinder zogen auf das Sommerlager, um ihre Erfahrungen beim Bau von Strickleitern oder von Backöfen aus Naturmaterial zu sammeln oder in Wettkämpfen und großen Spielen im Wald ihre Kraft und Geschicklichkeit zu messen. Dabei kommt es vor allem darauf an, daß die Jungen und Mädchen gemäß dem Motto „learning by doing“ selbst die Dinge ausprobieren dürfen, an denen sie letztlich ihre Grenzen kennenlernen und wachsen können.

So bauten die Sippe Normannen und die Sippe Vandale gemeinsam einen etwa vier Meter hohen, zweistöckigen Turm. In tiefe Löcher wurden die vier Eckpfeiler in den Boden versenkt und dann nach und nach mit weiteren Holzstangen und fester Schnur zwei Ebenen daran befestigt, die später eine ganze Gruppe tragen sollten. Die Pfadfinder hatten sich vorher genau überlegt, wo diagonale Streben zur Versteifung der ganzen Konstruktion angebracht werden mußten und wie dick sie die einzelnen Stangen zu wählen hatten, damit der Turm nicht unter der Last einstürzte.

Während die Jüngeren am Boden die Leitern zusammenbanden, schwangen sich die Älteren in luftige Höhen, um die ersten Stangen für die beiden Stockwerke zu befestigen. Nach drei Tagen Arbeit, bei der jeder mitgeholfen und mit den anderen zusammengearbeitet hatte, war der Turm fertiggestellt, und die ganze Gruppe kletterte nach oben. „Oh, ist das eine tolle Aussicht hier oben!“ rief der erste, der oben angekommen war.