Vogelschutz

Ausflug auf die Burg Hohenbeilstein

Ankunft auf der Burg Hohenbeilstein

 

Der Samstagmorgen war nach der verregneten Woche nun doch schön geworden. Die Sippe Adler aus Schömberg und die Sippe Turmfalke aus Hamberg hatten sich getroffen, um zur Greifenwarte auf der Burg Hohenbeilstein zu fahren. Bei schlechtem Wetter wären die Vögel nicht geflogen.

Alle saßen schon auf ihren Plätzen, als die Falkner mit den Greifvögeln auf dem Arm in den Burghof kamen. Doch sie verschwanden gleich wieder hinter der Burgmauer, man konnte die Vögel nur noch hören. Bevor es losging, wies der Falkner daraufhin, daß alle auf den Plätzen sitzen bleiben sollen, denn so ein Greifvogel kann schon mal größere Verletzungen mit seinem Schnabel anrichten. Alle waren sehr beeindruckt.

 

Der Falkner erklärt die Lebensweise der Greifvögel.

Der Falkner erklärt die Lebensweise der Greifvögel.

Der Falkner mit einem Greifvogel

Der Falkner mit einem Greifvogel

Nun konnten die Kinder und Jugendlichen dem Falkner lauschen und den prächtigen Vögeln beim Fliegen zuschauen. Der Mann erklärte, was die Aufgaben eines zur Jagd abgerichteten Greifvogels sind und wie er ausgebildet wird.

Die Geier sind ganz soziale Vögel. Sie leben in großen Gemeinschaften bis zu 70 Vögeln zusammen. Wenn einer von ihnen Nahrung findet, werden die anderen herbeigerufen.

Die Geier haben eine Spannweite von drei Metern. Als einer dieser Vögel ganz knapp über die Köpfe hinweg flog, war jedem klar, wie groß und stark so ein Vogel im Vergleich zu einem Falken ist.

Nach der Flugschau wurde der Bergfried bestiegen und der schöne Ausblick von da oben genossen. Anschließend gingen die Pfadfinder noch durch die Burg, in der viele Greifvögel zusehen waren – vom kleinen Turmfalken bis zum edlen Adler.

Geier brauchen Thermik, um überhaupt fliegen zu können.

Aussicht vom „Langen Hans“.

 

 

Die Vogelnistkästen werden gestrichen

Die Kinder hatten viel Freude beim Streichen

Die Kinder hatten viel Freude beim Streichen

Am vergangenen Wochenende strichen die Kinder der Meute Buntspecht aus Bad-Herrenalb die von den Pfadfinder gebastelten Vogelnistkästen. Dabei hatten die Kinder sichtlich viel Freude: mit Pinsel und Farbe konnte man alles herrlich einfärben. Dabei achteten die Kinder besonders darauf, daß die Nistkästen natürlich nur auf den Außenseiten gestrichen wurden und nicht innen: “Das muß so sein, damit sich die Vögel in ihrem neuen Haus auch wohl fühlen.” erklärte mir einer der kleinen Wölflinge (so heißen die “Pfadfinder” in der Wölflingsstufe) auf Nachfrage.

Nun müssen an den Nistkästen noch die Dächer mit Dachpappe eingeschlagen werden, um diese richtig wettertauglich zu machen. Danach werden noch die Aufhängungen angebracht, damit die Nistkästen auch sicher befestigt werden können. Einige der Wölflinge machten an dem Tag dem Namen Ihres Meutentieres alle Ehre: einige sahen nämlich am Ende des Tages tatsächlich aus wie kleine Buntspechte.

Von allen Seiten wurden die Kästen gestrichen

Von allen Seiten wurden die Kästen gestrichen

Pfadfinder bauen Vogelnistkästen

Zwei Pfadfinderinnen füllen Leim nach

Zwei Pfadfinderinnen füllen Leim nach

Die Sippen Vandalen aus Karlsbad, Markomannen aus Bad-Herrenalb und Brukterer aus Remchingen trafen sich am vergangenen Wochenende, um gemeinsam Vogelnistkästen zu basteln. Die Jungen und Mädchen hatten diese bereits für den letzten Weihnachtsmarkt mit großer Freude gebastelt und so wußten bereits alle, wie man einen Nistkasten baut: Zunächst mußten die aus Holz gefertigten Teile geschliffen und geschmiergelt werden.

Danach wurden die einzelnen Teile mit wasserfestem Leim verklebt und mit Schraubzwingen eingespannt. Als diese dann endlich getrocknet waren, bohrten einige Pfadfinder an die entsprechenden Stellen Löcher, sodaß andere wiederum mit Schrauben den Nistkasten zusätzlich verstärken konnten. Als nächstes mußten dann die überstehenden Teile abgeschliffen werden; in dieser Zeit begannen einige Pfadfinderinnen und Pfadfinder damit die Dachpappe für die Dächer zuzuschneiden.

Ein Pfadfinder hilft beim verschrauben des Daches

Ein Pfadfinder hilft beim Verschrauben des Daches

Eine weitere Gruppe begann derweil damit, die Dächer auf die fertig verschraubten Nistkästen zu schrauben. Und da alle bereits wußten wie und wo am Besten zuzupacken ist, blieb noch reichlich Zeit um Spielen zu gehen.

Die Mädchen und Jungen der Sippen planen, die gebastelten Nistkästen in den kommenden Wochen in Ihren Heimatgemeinden aufzuhängen und hoffen so bald einige Vögel beim Brüten beobachten zu können. Eine der Pfadfinderinnen fasst dies wie folgt zusammen: “So können wir was für die Vögel tun, und können auch gleich den Erfolg unserer Aktion sehen.”

 

Einige Bilder der Pfadfinder beim Basteln:

Ein Pfadfinder beim schleifen eines Nistkastens

Ein Pfadfinder beim Schleifen eines Nistkastens

Zwei Pfadfinder spannen einen frisch geleimten Nistkasten ein

Zwei Pfadfinder spannen einen frisch geleimten Nistkasten ein

Mit Schraubzwingen eingespannte Nistkästen beim trocknen

Mit Schraubzwingen eingespannte Nistkästen beim trocknen

Ein Pfadfinder bohrt die Türe eines Nistkasten

Ein Pfadfinder bohrt die Türe eines Nistkasten

Zuschneiden der Dachpappe für die Nistkästen

Zuschneiden der Dachpappe für die Nistkästen

Auch die Türen wurden geleimt und anschließend eingespannt

Auch die Türen wurden geleimt und anschließend eingespannt