Winterlager

Winterlager der Sippen des Stammes Cherusker (Teil 1)

In den Weihnachtsferien trafen sich alle Sippen des Stammes Cherusker zu ihrem gemeinsamen Winterlager im Pfadfinderheim „Hirsch“ in Grunbach. Für die Jungen und Mädchen stand in dieser Woche viel auf dem Programm, z. B. Geländespiele im Wald, das Binden und Schreiben eines eigenen Liederbuches und das Üben für den großen Abschlussabend.
Die Sippe Langobarden aus dem Ettlinger Ortsteil Bruchhausen hatte sich etwas ganz besonderes überlegt: Ein Planspiel, das sie mit der Ettlinger Sippe Normanne und der Pfaffenroter Sippe Teutonen gemeinsam spielte. Dies ist ein Spiel, bei dem jede Mannschaft einen Spielplan erhält, auf dem sie ihre Spielzüge planen und mittels Stecknadeln ihre Figuren bewegen kann. Die Spielleitung hat einen Übersichtsplan, auf dem die Figuren aller Mannschaften eingezeichnet sind, und teilt den Gruppen mit, wenn sie sich auf dem Spielplan begegnen sollten.

Die Mannschaft präsentiert ihren nächsten Zug

Die Mannschaft präsentiert ihren nächsten Zug

Hier seht Ihr ein feindliches Schiff

Hier seht Ihr ein feindliches Schiff

Die Spielidee war, eine Handelsflotte in der Südsee aufzubauen und durch Handel den größten Gewinn einzuholen. Dazu konnte jede der vier Mannschaften Handelswaren zwischen vier auf der Karte verzeichneten Häfen transportieren, wofür sie ihre Gulden einstreichen konnten. Je weiter der Weg, desto mehr Geld gab es.
Doch die Wasser der Südsee sind gefährlich: „Euch greift ein Piratenschiff des berüchtigten Kapitäns >John Silver< an!“, teilte die Spielleitung einer Mannschaft mit, die gerade mit ihrer vollbeladenen Handelsflotte auf offener See fuhr. Eine Seeschlacht wurde ausgetragen, indem jeder Spieler mit einer Erbsenschleuder als Kanone (ein einfaches Rohr mit einem Luftballon am Ende, sodaß man Holzstückchen damit verschießen konnte) kleine Figuren umschoß. „Juhu! Ich habe einen getroffen!“, rief eins der Mädchen. Zuletzt standen nur noch drei Piraten gegen zwei Händler, und ein Wettkampf mit Liegestützen sollte die Entscheidung bringen. Am Ende waren die Piraten die Glücklichen und zogen mit dem erbeuteten Geld davon.
Entscheidend war aber zuletzt nicht das Glück oder Geschick im Wettkampf, sondern die Strategie, die sich jede Mannschaft ausdachte. Manchmal bekamen die Pfadfinder Tips von den Älteren, wie sie geschickter vorgehen konnten, aber meist bewiesen die Jungen und Mädchen selbst ihren guten Verstand. In jeder Mannschaft wurde hervorragend zusammengearbeitet und jeder durfte seine Ideen einbringen.

Einer hält das Katapult und der andere schießt

Einer hält das Katapult und der andere schießt

Einer hält das Katapult und der andere schießtWährend des Spiels durfte jede Gruppe ein Katapult aus Holzleisten, Gummis und Schnur bauen. Anschließend sollten Korkenstücke damit verschossen werden, und die Mannschaft mit dem weitesten Schuß bekam ein Preisgeld, das für das Planspiel zählte. Da noch niemand so etwas gebaut hatte, kam es auf Einfallsreichtum und Erfindungsgeist an, was ausnahmslos alle bewiesen. Zudem hatten vor allem die älteren Pfadfinder schon einige Erfahrung im Basteln, da sie häufig beim Basteln für den Weihnachtsmarkt geholfen hatten. Der weiteste Schuß ging 4,5 Meter weit – die Siegermannschaft erhielt dafür 20.000 Gulden, was zwei Schiffsladungen entsprach.

 

 

Die Vielfalt der Ideen war selbst für die Gruppenleiter überraschend

Die Vielfalt der Ideen war selbst für die Gruppenleiter überraschend

Weihnachtsfeier in Ittersbach

Weihnachtsfeier der Meute Silberlöwe

Weihnachtsfeier der Meute Silberlöwe: bei Kerzenschein bekommen die Wölflinge Ihr Weihnachtsgeschenk

Am vergangenen Freitag versammelte sich die Meute Silberlöwe aus Karlsbad Langensteinbach auf dem Grillplatz bei Ittersbach zu ihrer letzte Gruppenstunde vor den Ferien und ihrer Weihnachtsfeier: Da das Wetter leider sehr regnerisch war, hatten einige ältere Sipplinge der Sippe Vandalen und der Sippe Skiren aus Feldrennach ein Jurtendach für die Wölflinge aufgebaut, und ein Feuer in der Feuerstelle gemacht.

Zunächst spielte die Meute noch ein Spiel: Die kleinen Engelchen mußten die Kerzen und Streichhölzer für das Christkind in die Hütte bringen, damit diese dort angezündet werden konnten. Dabei mußten die kleinen Engelchen aufpassen, daß sie nicht vom Wind weggeblasen wurden. Geschickt wichen die kleinen Wölflinge dem Wind aus und transportierten alle Kerzen in die Hütte, wo sie schließlich angezündet wurden.
Dann setzte sich die Meute ums Feuer und sang noch Weihnachtslieder und lauschte anschließend der Weihnachtsgeschichte, während sich die Wölflinge die mitgebrachten Weihnachtsplätzchen schmecken ließ und dazu heißen Kaba tranken. Dann war es endlich soweit: die Meute zog in die festlich mit Kerzen beleuchtete Hütte um, und jeder bekam ein Weihnachtsgeschenk.

Weihnachtsfeier der Sippen

Weihnachtsfeier der Sippen: reichlich eng war es unter dem Jurtendach, denn außen regnete es in Strömen.

In der Zwischenzeit regnete es ohne Unterlass: als die Meute in die Hütte umzog trafen die Pfadfinder der Sippen aus Waldbronn und Wilferdingen ein, ebenso die restlichen Pfadfinder der Sippen Vandale und Skiren. Kurze Zeit später kamen noch die Pfadfinder aus Bad-Herrenalb und Gräfenhausen dazu: die Sippen hatten sich auch in diesem Jahr zu einer gemeinsamen Weihnachtsfeier auf dem Grillplatz verabredet.

Da der Regen inzwischen so stark war, daß inzwischen große Teile des Grillplatzes sich in einen See verwandelt hatten, verzichteten die Pfadfinder auf ein Spiel und setzten sich um das warme Feuer unter dem Jurtendach und begannen so den Abend gleich “mit dem gemütlichen Teil”: die Singerunde startete so zunächst mit vielen Pfadfinderliedern, dann gab es Tschai (ein russisches Teegetränk), heißen Kaba und Weihnachtsplätzchen. Auch die Pfadfinder bekamen eine Weihnachtsgeschichte vorgelesen und anschließend wurde die Singerunde mit vielen schönen Weihnachtsliedern fortgesetzt.

Anschließend gab es in der immer noch festlich beleuchteten Hütte auch für die Pfadfinder ein Weihnachtsgeschenk, welches aber erst am Montag Abend ausgepackt werden darf. Nach dieser schönen Weihnachtsfeier freuen sich die Pfadfinderinnen und Pfadfinder darauf, sich bald auf dem gemeinsamen Winterlager Anfang Januar wieder zu sehen.

Wir wünschen allen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest, sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Winterlager der Meuten

In den Faschingsferien trafen sich alle Meuten des Stammes Cherusker, in Grunbach zu ihrem Winterlager.
Die Kinder im Alter von fünf bis zehn Jahren, genannt Wölflinge, hatten im vergangenen halben Jahr die Geschichte des legendären Piraten „Klaus Störtebeker“ nachgespielt. Dabei hatten die Jungen und Mädchen viel über die Geschichte der Seeräuber um das Jahr 1400 erfahren und im Kampf gegen dänische Schiffe die Ostsee unsicher gemacht.

Das letzte große Abenteuer dieser Spielidee war die Versorgung der von den Dänen belagerten Stadt Stockholm. Der rechtmäßige König von Schweden hatte dazu die Piraten um ihre Unterstützung gebeten, und so beluden alle Wölflingsgruppen ihre Schiffe mit Lebensmitteln für die Bewohner der Stadt. Sie eroberten sich Seekarten und kundschafteten die Gegend um Stockholm aus, wo viele dänische Schiffe und kleine Inseln den Weg zur Stadt versperrten.
Im abschließenden Spiel fuhren die Wölflinge auf kleinen Booten zwischen den vielen Schären, die auf dem Boden markiert waren, hindurch. Die Boote waren kleine aus Seilen geknotete Ringe, in die immer zwei bis drei Wölflinge stiegen. Damit sollten die wichtigen Lebensmittel – in Form von bedruckten Zetteln – in die Stadt gebracht werden. Doch da ging es zunächst wild durcheinander: Einer verhedderte sich im Seil und flog hin, der nächste wurde von einem Dänen erwischt und mußte umkehren. Doch mit viel Ausdauer und Geschick gelang es immer mehr Booten, zwischen allen Hindernissen hindurchzuschlüpfen.
Da rief einer der Piratenkapitäne: „Jetzt noch mal alle zusammen“, und alle Boote versuchten es gleichzeitig. Endlich gelang den Wölflingen der Durchbruch.

Wölflinge beim großen Seeräuber-Abschlußspiel
Der Bürgermeister von Stockholm dankte den mutigen Piraten für ihren Einsatz, indem er sie mit seinem Stadtschatz belohnte: Eine Kiste voller Gold und Edelsteine. Und jeder Wölfling durfte sich sogar einen Taler oder eine Perle mit nach Hause nehmen.