Winterlager der Sippen des Stammes Inka

Bericht des Stammes Inka

Direkt nach Silvester ging es los. Wir starteten zu unserem Winterlager, bei dem wir beim Stamm Cherusker im “Hirsch” zu Gast waren.

Schillers Glocke: Am Ende sieht der König über das Land.

Schillers Glocke: Am Ende sieht der König über das Land.

Das Lager stand ganz im Zeichen von Schillers Glocke, denn zum Bunten Abend am letzten Tag wollten wir dieses Gedicht szenisch darstellen. Dazu gehörte einiges an Übung, und so hatten wir schon in den Gruppenstunden vor den Ferien Rollen verteilt und Texte gelesen, um uns auf die Vorführung vorzubereiten.

Auf dem Lager übten wir dann einige schauspielerischen Szenen, die gut zur Ballade paßten. Vor allem die älteren Jugendlichen unter uns waren erstaunt, was alles Interessantes in einer Ballade stehen konnte: so hatten wir Gelegenheit, etwas über den Guß von Glocken zu lernen und auch über das ein oder andere Ereignis eines Menschenlebens gab es Gelegenheit, nachzudenken. So überlegten wir, wie wir eine jede Szene gut darstellen konnten.

Aber wir befaßten uns nicht nur mit Theaterspielen. Da wir uns seit dem Sommerlager mit der Tüchtigkeitsprobe Funker beschäftigen, führten wir auf diesem Lager auch ein Funkspiel durch. Es galt, ein Kreuzworträtsel zu lösen, dessen Aufgaben im Dorf ersteckt waren. Von einer Funkzentrale aus konnten die Orte der Verstecke abgerufen werden, anschließend wurde das dortige Rätsel geknackt und in das Kreuzworträtsel ingetragen. Das sich ergebende Lösungswort wies auf eine Geheimschrift hin, und diese wiederum ergab das Versteck eines Schatzes. “Funkzentrale für Mannschaft 1” hörte man araufhin im ganzen Dorf immer wieder, rannten doch für etwa zwei Stunden sieben annschaften mit ihren Funkgeräten durch Grunbach und knackten Rätsel.
“Entschuldigung, könnten sie uns bitte sagen welches Gebäude früher an der Stelle stand, wo heute das Gemeindehaus steht?”. Die Spielteilnehmer durften sich bei den Einheimischen erkundigen, wenn es um heimatkundliche Fragen ging. Nicht immer konnten die Grunbacher direkt weiterhelfen. Es lohnte sich die etwas älteren Einwohner zu fragen, denn die wußten sofort, daß sich dort einmal die Grundschule befunden hatte.

Dieses Spiel ging sehr knapp aus, zwei Mannschaften kamen kurz nacheinander zum Schatz. “Leider zu spät,“ so wurde die zweite Mannschaft freundlich empfangen, „wir
haben ihn schon.” Dann klaffte allerdings eine Lücke zu den nächsten Mannschaften, die sich mit der Lösung der Rätsel etwas schwerer taten.

Viel zu schnell war der letzte Tag da. Da es sich aber nicht ändern ließ, daß das Lager schon vorbei war, putzen wir noch gemeinsam fröhlich das Haus und verabschiedeten uns von den anderen in der Hoffnung, möglichst viele von ihnen auf dem bald folgenden Osterlager wiederzusehen.