Schnupper-Gruppenstunde
vor Ort

Lager

Ein arbeitsreiches Osterlager

Basteln mit der Laubsäge

Beim bemalen der ausgesägten Motive

Beim bemalen der ausgesägten Motive

Am vergangenen Wochenende trafen sich die Sippen Normanne aus Ettlingen und Langobarden aus Bruchhausen, um auf ihrem Osterlager einige Bastelarbeiten anzufertigen. Schon in den Wochen zuvor hatten die Jungen und Mädchen geplant, was sie gerne basteln wollten, und sie hatten Baupläne gezeichnet und Vorlagen erstellt.
Die Jüngeren Pfadfinder durften mit der Laubsäge arbeiten, und die meisten bastelten einen Ordner aus Holzplatten. Vorne drauf klebte jeder ein Pfadfindermotiv, das er aus Sperrholz gesägt hatte: Eine Pfadfinderlilie oder das Schiff des Helden „Fridthjof von Framnes“ – Namensgeber der Ettlinger Pfadfinderabteilung.
Zuletzt verbanden die Pfadfinder die Holzplatten mittels einem großen Stück Leder und befestigten eine Ringbuchmechanik, damit sie Blätter hineinheften konnten. Natürlich wurde der Ordner noch schön bunt bemalt.

Regale und Schatzkästchen

Beim Basteln werden sowohl Maschinen als auch Handwerkzeuge benutzt

Beim Basteln werden sowohl Maschinen als auch Handwerkzeuge benutzt

Die älteren Pfadfinder hatten schon etwas mehr Erfahrung im Basteln gesammelt und durften an diesem Wochenende den Umgang mit Stichsäge, Bandschleifer und Bohrmaschine erlernen. Einige wollten sich ein Bücherregal oder ein kleines Schränkchen basteln. Die einzelnen Bretter sägten sie nach ihrem Bauplan auf das richtige Maß, und mit Dübeln wurde alles verbunden. Außerdem schliffen die Jugendlichen ihr Regal mit größter Sorgfalt, bis es ganz glatt war und keine scharfen Kanten und Ecken mehr hatte.
Ein anderer fertigte sich ein kleines Schatzkästchen mit Scharnieren und einem Verschluß für ein Vorhängeschloß an.

Das Ergebnis des arbeitsreichen Wochenendes waren viele wunderschöne Bastelarbeiten, und freudestrahlend rannten die Jungen und Mädchen ihren Eltern entgegen, um ihnen das Ergebnis ihrer Mühen zu präsentieren.

Beim Zusammensetzen der Regalteile helfen sich die Pfadfinder gegenseitig

Beim Zusammensetzen der Regalteile helfen sich die Pfadfinder gegenseitig

Auch das Verleimen geht besser zu zweit

Auch das Verleimen geht besser zu zweit

Winterlager der Sippen des Stammes Inka

Bericht des Stammes Inka

Direkt nach Silvester ging es los. Wir starteten zu unserem Winterlager, bei dem wir beim Stamm Cherusker im „Hirsch“ zu Gast waren.

Schillers Glocke: Am Ende sieht der König über das Land.

Schillers Glocke: Am Ende sieht der König über das Land.

Das Lager stand ganz im Zeichen von Schillers Glocke, denn zum Bunten Abend am letzten Tag wollten wir dieses Gedicht szenisch darstellen. Dazu gehörte einiges an Übung, und so hatten wir schon in den Gruppenstunden vor den Ferien Rollen verteilt und Texte gelesen, um uns auf die Vorführung vorzubereiten.

Auf dem Lager übten wir dann einige schauspielerischen Szenen, die gut zur Ballade paßten. Vor allem die älteren Jugendlichen unter uns waren erstaunt, was alles Interessantes in einer Ballade stehen konnte: so hatten wir Gelegenheit, etwas über den Guß von Glocken zu lernen und auch über das ein oder andere Ereignis eines Menschenlebens gab es Gelegenheit, nachzudenken. So überlegten wir, wie wir eine jede Szene gut darstellen konnten.

Aber wir befaßten uns nicht nur mit Theaterspielen. Da wir uns seit dem Sommerlager mit der Tüchtigkeitsprobe Funker beschäftigen, führten wir auf diesem Lager auch ein Funkspiel durch. Es galt, ein Kreuzworträtsel zu lösen, dessen Aufgaben im Dorf ersteckt waren. Von einer Funkzentrale aus konnten die Orte der Verstecke abgerufen werden, anschließend wurde das dortige Rätsel geknackt und in das Kreuzworträtsel ingetragen. Das sich ergebende Lösungswort wies auf eine Geheimschrift hin, und diese wiederum ergab das Versteck eines Schatzes. „Funkzentrale für Mannschaft 1“ hörte man araufhin im ganzen Dorf immer wieder, rannten doch für etwa zwei Stunden sieben annschaften mit ihren Funkgeräten durch Grunbach und knackten Rätsel.
„Entschuldigung, könnten sie uns bitte sagen welches Gebäude früher an der Stelle stand, wo heute das Gemeindehaus steht?“. Die Spielteilnehmer durften sich bei den Einheimischen erkundigen, wenn es um heimatkundliche Fragen ging. Nicht immer konnten die Grunbacher direkt weiterhelfen. Es lohnte sich die etwas älteren Einwohner zu fragen, denn die wußten sofort, daß sich dort einmal die Grundschule befunden hatte.

Dieses Spiel ging sehr knapp aus, zwei Mannschaften kamen kurz nacheinander zum Schatz. „Leider zu spät,“ so wurde die zweite Mannschaft freundlich empfangen, „wir
haben ihn schon.“ Dann klaffte allerdings eine Lücke zu den nächsten Mannschaften, die sich mit der Lösung der Rätsel etwas schwerer taten.

Viel zu schnell war der letzte Tag da. Da es sich aber nicht ändern ließ, daß das Lager schon vorbei war, putzen wir noch gemeinsam fröhlich das Haus und verabschiedeten uns von den anderen in der Hoffnung, möglichst viele von ihnen auf dem bald folgenden Osterlager wiederzusehen.

Winterlager der Sippen des Stammes Cherusker (Teil 2)

Cluedospiel auf dem Winterlager

Die Geheimschrift-Entschlüsselungs-Scheibe hilft hier sehr

Die Geheimschrift-Entschlüsselungs-Scheibe hilft hier sehr

Als die Sippen Kimbern aus Malsch und Bataver aus Ettlingen auf dem Winterlager ankamen, begann für sie sogleich das erste Spiel: Die Jungen und Mädchen – im Alter von 10 bis 15 Jahren – erfuhren, dass jemand ermordet worden war. Sie mussten herausfinden, wer es getan hatte, wo es geschehen ist und welches die Tatwaffe war. (Sie kennen vielleicht das bekannte Gesellschaftsspiel „Cluedo“?)
Zunächst teilten sie sich in sechs Mannschaften auf, um dem Verbrecher auf die Schliche zu kommen.
Sie bekamen einige Geheimschriften, die sie erst einmal lösen mussten. „TFJM“ stand dort z. B. auf einem Zettel. Die ersten Mannschaften, die die Geheimschrift entschlüsselt hatten, bekamen einen Hinweis, aus dem sie schließen konnten, welcher Täter, welcher Raum oder welche Tatwaffe es nicht gewesen sein konnte. Alternativ durften sie auch eine andere Mannschaft befragen.

Sechs Augen sehen mehr als zwei!

Sechs Augen sehen mehr als zwei!

Nach anfänglichen Schwierigkeiten bei den Geheimschriften verstanden die Pfadfinder recht bald, wie sie an solche Geheimschriften herangehen mussten. Nach und nach erkannten alle Mannschaften, dass man viel schneller ist, wenn man zusammenarbeitet und nicht einer alles Allein macht. Hierauf kamen die Pfadfinder sehr bald, da sie es vom sonstigen Spielen, Basteln und von allen anderen Aktivitäten auf dem Lager kannten.
Auch machte es sich bezahlt, wenn jeder aufmerksam war, wo er helfen konnte und gute Ideen mit in die Gruppe einbrachte.
Der Kreis der Verdächtigen wurde immer kleiner, bis zum Schluss nur noch eine einzige Möglichkeit übrigblieb. „Professor Bloom hat im Billardzimmer den Mord mit dem Kerzenleuchter begangen.“
Aus diesem Spiel hatten die Pfadfinder aber weit mehr gelernt, als wer der Mörder war und wie man Geheimschriften löst.