Schnupper-Gruppenstunde
vor Ort

Wanderung auf historischem Grenzweg

Zum Abschluß des Fahrtenjahres trafen sich die drei Pfadfindergruppen Alemannen, Bataver und Normannen, um in den späten Herbsttagen den Historischen Grenzweg zwischen Baden und Württemberg zu erwandern.

Die Wegstrecke von Moosbronn bis nach Michelbach führt an vielen geschichtsträchtigen Orten vorbei; gleich das erste Ziel, der Moosbronner Lindenbrunnen, ist uralter Gerichtsplatz aus germanischer Zeit und Zeuge einer Marienerscheinung. In Moosbronn selbst kann man dann die heute willkürlich erscheinende, aber historisch entstandene Grenze quer durch den Ort nachvollziehen, die erst 1972 aufgehoben wurde.

Die freundliche Mesmerin versorgt uns in der Wallfahrtskirche „Maria Hilf“ noch mit Marienbildchen und Süßigkeiten, bevor wir dem sanft ansteigenden Grenzweg weiter folgen bis zum Mönchskopf. Der Weg läuft dann angenehm auf einer Höhenlinie entlang, bis in einer Senke die Wasenhütte an eine alte Zollstation erinnert. Und wo es Zollstationen gibt, da gibt es auch Schmuggler; und die im Murgtal gängige Redensart „Der läuft wie ein Salzmann“ hat von den hiesigen Salzschmugglern seinen Ursprung, die bei drohendem Unwetter ihr Salz noch schnellen Schrittes in Sicherheit bringen wollten…

Aussicht vom Mönchskopf

Die letzte Anstrengung: Der Weg wird enger, steiler und steiniger – stolz ragt der Sandsteinfels mit seinem Gipfelkreuz uns entgegen. Alle Kräfte sind wieder da, auch die Kleinen laufen zügig auf ihn zu und erklettern ihn, um oben die gewaltige Aussicht in das Murgtal bis in die Vogesen zu genießen. Nur Bären, von denen der Bernsteinfelsen seinen Namen hat, sieht man nicht – der letzte wurde 1740 im Murgtal erlegt.

Der Weg führt uns nun auf unserer Etappe zum Mauzenberg, auf dem etwas abseits des Weges der Mauzenstein liegt. Wir haben das letzte Ziel für heute erreicht; wir verlassen den Grenzweg und steigen durch das raschelnde Herbstlaub das „Bernbacher Steigle“ ins württembergische Bernbach ab, dass uns nach knapp fünf Stunden Wanderung im strahlenden Sonnenschein bald begrüßt.