Wo kommen wir her?

Die Inhalte und Ziele, Werte und Traditionen unseres Pfadfinderbundes haben ihren Ursprung in der Jugendbewegung um 1900.

Gründung der Pfadfinder in England

Die internationale Pfadfinderbewegung wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts durch Sir Baden-Powell in England gegründet. 1907 fand das erste Pfadfinderlager auf der Insel Browsea an der Südküste Englands statt. Pfadfindergesetz und Versprechen stammen aus dieser Zeit und sind bis heute Grundlage der internationalen Pfadfinderbewegung. 1908 veröffentlichte Baden-Powell das Buch “Scouting for Boys”, das unter den Jugendlichen auf großes Interesse stieß und zu einer raschen Verbreitung der Pfadfinderei in England und von dort in die ganze Welt führte. Heute gibt es in fast allen Ländern Pfadfindergruppen.

Klar erkennbar sind Pfadfinder an ihrer Tracht (auch „Kluft“ genannt) und dem Halstuch.

Ursprünge in Deutschland

1896 entstanden durch Schüler und Studenten bürgerlicher Herkunft die „Wandervögel“. Sie begeisterten sich für das Naturerleben, zogen einfache Kleidung der damals üblichen vor, und oft sah man sie singend mit Gitarrenbegleitung durch die Lande ziehen. Von dieser Jugendbewegung ging ebenfalls ein starker Einfluss auf das deutsche Pfadfindertum aus: Neben der Naturverbundenheit und dem Streben nach Echtheit und Wahrhaftigkeit war es vor allem das Verständnis, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen, was fortan auch die Pfadfinderei prägte.

Maximilian Bayer und Dr. Alexander Lion übersetzten das Buch “Scouting for Boys” ins Deutsche und ebneten so der Pfadfinderei den Weg für die Verbreitung in Deutschland.

Zeit ab dem Ersten Weltkrieg

Bis zum Ersten Weltkrieg gab es in Deutschland im Wesentlichen einen großen Pfadfinderbund, nämlich den Deutschen Pfadfinderbund (DPB). Während des Ersten Weltkriegs wurden viele der Gruppenleiter zum Militärdienst eingezogen. Dadurch waren viele jüngere Pfadfinder gezwungen, diese Rolle zu übernehmen. In der Folge entstanden auch bedingt durch die Wirren der Umstände viele kleinere Pfadfinderbünde.

Die Zeit des Nationalsozialismus brachte das staatliche Verbot für die gesamte Bündische Jugend: Die sog. Gleichschaltung machte auch vor der Pfadfinderei nicht Halt, die dem Regime ein Dorn im Auge war. Heimlich „im Untergrund“ weiter bestehende Gruppen wurden verfolgt, und so mancher Gruppenleiter starb im Konzentrationslager.

Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg

Nach dem Zweiten Weltkrieg untersagten die Alliierten pfadfinderische Betätigung. Gleichwohl lebte die Pfadfinderbewegung wieder auf; im Laufe der Zeit entstanden unterschiedliche Ausprägungen . Im Jahr 1948 wurde der interkonfessionelle “Bund Deutscher Pfadfinder“ (BDP) gegründet, in welchem auch die Wurzeln des Pfadfinderbund Süd liegen.

Chronik des Pfadfinderbund Süd