Geheimschrift

Pfadfinder erkunden die Stadt Ettlingen

„Welche berühmte Person nahm 1806 und 1809 kurz im Ettlinger Schloss Quartier? – Weiß das jemand von euch?“ Alle aus der Sippe Normanne schüttelten die Köpfe. Das war aber wirklich eine der schwersten Fragen der Stadtrallye. „Wir können doch einen Passanten hier aus Ettlingen fragen, da gibt es bestimmt jemanden, der es weiß!“, schlug einer der jüngeren Pfadfinder vor, und die gute Idee wurde sofort in die Tat umgesetzt.

Denn die Zeit war knapp. Alle Ettlinger Sippen waren zur Stadtrallye gekommen und versuchten, den versteckten Schatz zu heben. Hierfür mussten die Mannschaften zuerst Hinweise finden, die in der ganzen Ettlinger Altstadt verteilt waren. Außerdem mussten Fragen zur Stadtgeschichte beantwortet werden.

Einige Passanten wussten sogar noch weitere interessante Geschichten zu erzählen

Einige Passanten wussten sogar noch weitere interessante Geschichten zu erzählen

Wo müssen wir denn als nächstes hin?

Wo müssen wir denn als nächstes hin?

Hier muss irgendwo ein Hinweis versteckt sein.

Hier muss irgendwo ein Hinweis versteckt sein.

Wie lautet das vierte Wort auf der Tafel?

Wie lautet das vierte Wort auf der Tafel?

Einer aus der Sippe Normanne hatte mittlerweile von einem Ettlinger die Antwort auf die Frage erfahren und rief den anderen zu: „Das war Napoleon! Hättet ihr das gedacht?“ Nein, das hatte keiner vermutet. Doch bei der nächsten Frage konnte gleich jemand sein Wissen einbringen: „Jetzt müssen wir zur ältesten Kirche von Ettlingen, die kenne ich! Das ist die Martinskirche. Kommt mit, hier durch die Martinsgasse geht es am schnellsten.“ Sogleich rannten alle los, schließlich gab es hier den nächsten Hinweis auf den Schatz.

Wer ist bloß diese Frau gewesen?

Wer ist bloß diese Frau gewesen?

Hier ist das Schild mit dem Wasserstand!

Hier ist das Schild mit dem Wasserstand!

Für die anschließende Aufgabe war es gut, dass man nicht alleine war, denn auf dem Aufgabenzettel stand: „Sucht in der Straße nordwestlich von eurem Standpunkt nach einer Hochwassertafel.“ Alle halfen mit beim Suchen, und so war sie schnell gefunden.
Und nun folgten noch viele andere Aufgaben: Es gab einen Parcours durch das Labyrinth auf der Schlossgartenhalle, anschließend musste eine alte Inschrift gefunden werden, dann galt es eine Statue auf dem Rathaus zu benennen. Ab und zu begegnete man kurz einer der anderen Pfadfindermannschaften. „Wie weit die wohl sind?“ fragten sich die Normannen dann, „uns fehlt nur noch ein letzter Hinweis.“ Als der gefunden war, gab es als letzte Hürde noch eine Geheimschrift von der Spielleitung. Dabei erfuhren die Jungen und Mädchen der Sippe Normanne, dass sie am schnellsten gewesen waren. Nachdem die Geheimschrift entschlüsselt war, konnten sie den Schatz in der Nähe des Ettlinger Schlosses als erste Mannschaft heben.

Bald kamen auch die anderen Mannschaften, die ebenfalls alle Aufgaben gelöst hatten. Gemeinsam hatte man einen spannenden Nachmittag verbracht und darüber hinaus viel über die eigene Heimatstadt Ettlingen gelernt.

Winterlager der Sippen des Stammes Cherusker (Teil 3)

Ein großer Kuhhandel und der “Bunte Abend”

Auch die Sippe Vandale aus Langensteinbach hatte auf dem Lager etwas Großes vor: Sie verabredete sich mit der Sippe Markomanne aus Bad Herrenalb und der Sippe Sweben aus Ettlingen zum gemeinsamen Kuhhandel-Spiel.
Das Spiel bestand aus zwei großen Teilen. Im ersten Teil des Spieles hatte jede Mannschaft die Aufgabe, möglichst viel Geld zu verdienen, denn je mehr Startkapital eine Gruppe nachher besaß, desto mehr Tiere konnte sie sich später mit diesem Geld ersteigern. Der zweite Teil war dann der vielen Kindern schon bekannte „Kuhhandel“, mit dem Ziel am Ende möglichst viele und möglichst wertvolle Tierquartette zu besitzen.

Und dann ging es auch schon mit dem Geldverdienen los: Für die Jungen und Mädchen galt es nun, an markanten Orten, die sich sowohl im Pfadfinderhaus als auch entlang der Hauptstraße befanden, nach Aufgaben zu suchen. Für jede richtig gelöste Aufgabe gab es je nach Schwierigkeit eine bestimmt Summe an Geld. „Vielleicht kann man ja an der Bäckerei Geld verdienen!“, rief ein kleiner Junge. Das war eine gute Idee, denn hier war die Aufgabe, Brötchen für das Abendessen einzukaufen. Doch welches waren die günstigsten und wie viel musste man denn insgesamt bezahlen? So gab es immer wieder neue Aufgaben zu entdecken: Ein Briefumschlag mit verschlüsselter Adresse oder kleine Bildausschnitte, die dem richtigen Gegenstand im Haus zugeordnet werden mussten.

Zum Abschluss des Lagers gab es einen „Bunten Abend“, für den jede Gruppe im Laufe des Lagers eine kleine Vorführung eingeübt hatte. Das Programm war dabei sehr vielfältig: Kurze lustige Sketche waren gefolgt von beeindruckenden Zaubertricks, die perfekt einstudiert waren. Eine Gruppe spielte Detektivgeschichten des berühmten „Kommissar Kugelblitz“ vor, und das Publikum durfte raten, wer wohl der Täter gewesen sein könnte. Kindergeschichten und Anekdoten aus dem Leben des Gründers der Pfadfinder „Lord Baden-Powell“ wurden ebenso schön inszeniert wie ein Märchen über den Waldgeist „Rübezahl“.

Anschließend wurden an diejenigen Pfadfinder, die im letzten halben Jahr die vielfältigen Aufgaben für ein Halstuch oder Abzeichen erledigt hatten, ihre Auszeichnungen vergeben. Bei der feierlichen Halstuchverleihung konnte man den Stolz auf die erbrachte Leistung und die Freude über das neu erworbene Halstuch in den Augen der Jungen und Mädchen sehen.

Winterlager der Sippen des Stammes Cherusker (Teil 2)

Cluedospiel auf dem Winterlager

Die Geheimschrift-Entschlüsselungs-Scheibe hilft hier sehr

Die Geheimschrift-Entschlüsselungs-Scheibe hilft hier sehr

Als die Sippen Kimbern aus Malsch und Bataver aus Ettlingen auf dem Winterlager ankamen, begann für sie sogleich das erste Spiel: Die Jungen und Mädchen – im Alter von 10 bis 15 Jahren – erfuhren, dass jemand ermordet worden war. Sie mussten herausfinden, wer es getan hatte, wo es geschehen ist und welches die Tatwaffe war. (Sie kennen vielleicht das bekannte Gesellschaftsspiel „Cluedo“?)
Zunächst teilten sie sich in sechs Mannschaften auf, um dem Verbrecher auf die Schliche zu kommen.
Sie bekamen einige Geheimschriften, die sie erst einmal lösen mussten. „TFJM“ stand dort z. B. auf einem Zettel. Die ersten Mannschaften, die die Geheimschrift entschlüsselt hatten, bekamen einen Hinweis, aus dem sie schließen konnten, welcher Täter, welcher Raum oder welche Tatwaffe es nicht gewesen sein konnte. Alternativ durften sie auch eine andere Mannschaft befragen.

Sechs Augen sehen mehr als zwei!

Sechs Augen sehen mehr als zwei!

Nach anfänglichen Schwierigkeiten bei den Geheimschriften verstanden die Pfadfinder recht bald, wie sie an solche Geheimschriften herangehen mussten. Nach und nach erkannten alle Mannschaften, dass man viel schneller ist, wenn man zusammenarbeitet und nicht einer alles Allein macht. Hierauf kamen die Pfadfinder sehr bald, da sie es vom sonstigen Spielen, Basteln und von allen anderen Aktivitäten auf dem Lager kannten.
Auch machte es sich bezahlt, wenn jeder aufmerksam war, wo er helfen konnte und gute Ideen mit in die Gruppe einbrachte.
Der Kreis der Verdächtigen wurde immer kleiner, bis zum Schluss nur noch eine einzige Möglichkeit übrigblieb. „Professor Bloom hat im Billardzimmer den Mord mit dem Kerzenleuchter begangen.“
Aus diesem Spiel hatten die Pfadfinder aber weit mehr gelernt, als wer der Mörder war und wie man Geheimschriften löst.