Schnupper-Gruppenstunde
vor Ort

Allgemein

Pfadfinder als Wiesenretter

Adlerfarn wird gerodet und in Säcke gepackt.

Der Lebensraum für Tiere und Pflanzen wird immer knapper – auch im Schwarzwald. Daher ist es wichtig, verbuschte Flächen so zu kultivieren, dass die Natur dort wieder atmen kann.
Der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord hat auch in diesem Jahr wieder eine „Herzenssache“-Hilfsaktion gestartet. In den Pfingstferien haben daher unsere Malscher Pfadfindergruppen bei Reichental geholfen, vormals bebuschte Wiesen, die vor kurzem gerodet wurden, von Steinen, Wurzeln und dem wuchernden Adlerfarn zu befreien. Nun können zukünftig wieder Wiesen- und Blütepflanzen dort wachsen und für Insekten eine Heimat bieten. Nachdem die Wiesen dann gereinigt wurde, kann der Verbuschung durch Mäharbeiten zukünftig Einhalt geboten werden; außerdem werden dann wieder Ziegen auf der Wiese weiden können.

Der abgestorbene Adlerfarn wird entfernt.

Wir nehmen schon seit vielen Jahren an dieser Aktion teil, weil das Anliegen der Pfadfinderei – Verantwortung für Natur, Umwelt und die Gesellschaft zu übernehmen – hier vorbildlich zusammentrifft. Und ganz besonders stolz waren die Kinder auch: auf der Heimfahrt nach der Besichtigung des Infozentrums am Kaltenbronn konnten wir im Radio auf SWR4 die Berichterstattung unserer Aktion mit anhören.

SWR-Beitrag zur Aktion

 

Der Schatz im Römerturm

Die Kiste mit dem Schatz

Zwei Wochen war es her, dass unsere Pfadfindergruppe „Silberlöwe“ eine alte Botschaft gefunden hatte: Ein Schatz sei in Langensteinbach versteckt! Viele Rätsel hatten wir schon gelöst; der letzte Hinweis führte uns letzten Freitag zur St. Barbara-Ruine. An einer besonderen Stelle sei ein Stein verbaut, auf dem eine Lilie eingraviert sei!
Aufmerksam durchsuchten wir also die großen Sandsteinwände. Einige Kinder hatten sogar Taschenlampen dabei, so dass wir auch in die finsteren und vergitterten Säle hineinschauen konnten.

Und tatsächlich: Nach einiger Suche fanden wir den Stein unter der tiefen Decke eines Seitengangs. Er war so gut versteckt, dass niemand ihn in all den Jahren bemerkt hatte…

Hinter dem alten Stein war dann auch der letzte Hinweis versteckt. Auf einem vergilbten und halb vermoderten Zettel stand eine Schrift, die wir erst nach mehreren Versuchen mit vereinten Kräften entziffern konnten: „Schaut in Richtung Südosten – dort ist der Schatz versteckt!“

Doch wo war nun Südosten?

Junge mit Kompass

Südosten mit dem Kompass bestimmen.

Glücklicherweise waren wir gut ausgerüstet und hatten unsere Kompasse dabei. „Lasst uns am besten auf den Turm gehen“, meinte Leon, „dort haben wir die beste Aussicht!“ Nach einem kurzen Aufstieg waren wir alle oben und konnten bis weit in den Ort hineinblicken. Dort sahen wir in Richtung Südost ein altes Gemäuer, den Römerturm. Sofort war uns allen klar: „Dort muss der Schatz versteckt sein!“

Wir verließen schnell die St. Barbara und suchten am nahe gelegenen Römerturm. Nach einer Weile entdeckte Hannah einen alten Stein mit seltsamen Schriftzeichen. Sofort war uns klar, dass dieser Stein nicht hierher passte. Einige versuchten ihn anzuheben, doch er war zu schwer. Nur mit vereinten Kräften konnten wir den Stein wegbewegen. Und dann funkelten alle Augen: Darunter war eine alte Kiste, gefüllt mit Edelsteinen, alten Münzen und vielem mehr! Soviel glänzendes Metall hatte bisher noch niemand von uns gesehen. So freuten wir uns alle über den gefundenen Schatz und gingen überglücklich nach Hause. Welches Abenteuer uns als nächstes erwartet?

Integrative Schnitzeljagd 2019

Schuss mit dem Katapult

Ob die zwei Geschosse treffen?

Im Rahmen des Stadtjubiläums „1225 Jahre Walldürn“ führten das „Haus am Limes“ der Johannes-Diakonie, die Sozial-AG der Konrad-von-Dürn Realschule „Real-Sozial“ und der Pfadfinderstamm Wildenburg (Pfadfinderbund Süd e.V.) eine gemeinsame integrative Aktion durch: Eine Schnitzeljagd rund um das Haus am Limes „auf den Spuren der Römer“.

In mehreren Vorbereitungstreffen hatten sich die Schülerinnen und Schüler der Sozial-AG, deren betreuende Lehrerinnen,  Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus dem Haus am Limes und die Pfadfinder getroffen um diesen Tag vorzubereiten. Gemeinsam wurden Spielstationen ausgedacht, entwickelt und zum Teil mit den Bewohnerinnen und Bewohnern des Wohn- und Pflegeheimes in die Tat umgesetzt.

Am Sonntag, 19.05.2019 war es dann soweit: Bereits am frühen Morgen trafen sich alle Helferinnen und Helfer am „Haus am Limes“, um die Spielstationen aufzubauen. Das waren zum einen ein Sinnesparcours, ein Rollstuhlparcours und eine Art Memory, bei dem es römische Begriffe zuzuordnen galt. Beim Nüssewerfen und Bogenschießen kam es mehr auf die Geschicklichkeit an. Knifflig wurde es beim Finden und richtigen Sortieren von römischen Zahlen. Zuletzt galt es dann noch, einen römischen Aquädukt, eine Wasserrinne nachzubauen, bevor dann auf der Wiese der Pfadfinder noch ein Katapult auf die Teilnehmer wartete…

Schnell und pünktlich waren die Stationen aufgebaut und der Weg mit Bildern eines Legionärs markiert, die Tische und Bänke für Besucher und Bewohner aufgestellt.

Stockbrote über dem Lagerfeuer

Am Ende konnte man noch ein Stockbrot backen.

Leider fanden nur sehr wenig Besucher den Weg zum Haus am Limes. Aber die, die da waren hatten Spaß und konnten ihr Geschick unter Beweis stellen. Nachdenklich stimmte besonders auch der Rollstuhl-Parcours, bei dem klar wurde, wie schwer kleine Alltagshindernisse wie Schotterstrecken oder kleine Kanten (Bordsteine) mit dem „Rolli“ zu überwinden sind. Wer den Stationslauf erfolgreich absolviert und die verschiedenen Aufgaben gelöst hatte, konnte sich dann noch zu den Pfadfindern an eine Feuerstelle setzen und ein Stockbrot backen – Würstchen, Bretzeln und Getränke gab es bei der Johannes-Diakonie.

Die Besucher erlebten eine gelungene gemeinsame Aktion der Sozial-AG der Realschule Walldürn, dem Wohn-und Pflegeheim „Haus am Limes“ der Johannes-Diakonie und den Pfadfinderinnen und Pfadfindern vom Stamm Wildenburg, bei der Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam etwas auf die Beine gestellt haben.