Schnupper-Gruppenstunde
vor Ort

Ettlingen

Mit den Wikingern viele Abenteuer erleben

Die Mädchen und Jungen unserer Meuten erleben derzeit ihre Abenteuer in der Welt der Wikinger. Zunächst lernten die Kinder die Kultur und Lebensweise dieses Nordvolkes kennen: Seefahrt, Schriftzeichen, Haus- und Ackerbau sowie den Handel in der Ostsee. Auf den Lagern kamen besondere Abenteuer hinzu: Es galt, in der Walroßjagd seinen Mut zu beweisen, den Weg in fremde Länder zu finden, mit Karte und Kompaß zu navigieren und sich durch schwere Unwetter zu kämpfen.

Wikinger in voller Ausrüstung

Auf nach Vinland!

Seit wenigen Wochen sind unsere Meuten nun mit ihrem Drachenschiff nach Westen unterwegs. Sie wollen über Island und Grönland segeln und ihre spannende Überseefahrt in einem neu von Leif Erikson entdecktem Land beenden: Vinland!; Einige der Wikingerschiffe haben die Vulkane auf Island bereits hinter sich gelassen und steuern nun Grönland an, wo sie neue Nahrungsmittel an Bord nehmen wollen. Andere Boote kämpften sich auf ihrer letzten Gruppenstunde noch durch Nebel und Stum. Wann sie die abenteuerliche Reise beenden werden, ist noch ungewiß – bestimmt warten in Vinland aber noch weitere Abenteuer auf sie!

Winterlager der Pfadfinder vom Stamm Cherusker

Die unterschiedlichsten Höhepunkte warteten auf die Pfadfinder unserer Sippen beim gemeinsamen Winterlager am Ende der Weihnachtsferien: So erforschte die Sippe Burgunder, wie eine Lochkamera funktionierte. Andere, in der Holzbearbeitung schon geübte Pfadfinder nutzten die Werkstatt des Pfadfinderheims, um sich aus Holz Gummipistolen zu bauen. Die Sippe Skiren und Adler veranstalteten einen Pudding-Wettstreit: Welche Mannschaft hatte zuerst alle Aufgaben gelöst, dafür die Zutaten erhalten und hinterher noch einen wohlschmeckenden Pudding daraus gekocht? Die Jury hatte es nicht leicht, nur der Mannschaft mit der „Vanille-Soße“ riet sie, noch etwas zu üben.

Um eine Caesar-Code-Scheibe zu basteln ist genaues Arbeiten wichtig.

Das große Detektivspiel auf dem Herbstlager hatte bei den Jugendlichen der Sippe Vandale Lust auf mehr solcher Abenteuer gemacht: Nun galt es, möglichst viele Geheimbotschaften, die im ganzen Ort versteckt waren, zu entziffern und die zugehörigen Schätze zu finden. Mit den selbstgebauten Caesar-Code-Scheiben ging es ganz gut, aber war diese Nachricht vielleicht doch eine falsche Fährte der gegnerischen Mannschaft? Ein Schatz war hier nirgends zu finden, oder doch? Als sich am Ende die Schätze als Gummibärchen entpuppten, waren diese natürlich schnell verschwunden…

Am Ende des Lagers hielt dann endlich auch der Winter Einzug: Die Schneemenge reichte zwar noch nicht zum Schlittenfahren, aber für eine große Schneeballschlacht.

Wanderung auf historischem Grenzweg

Zum Abschluß des Fahrtenjahres trafen sich die drei Pfadfindergruppen Alemannen, Bataver und Normannen, um in den späten Herbsttagen den Historischen Grenzweg zwischen Baden und Württemberg zu erwandern.

Die Wegstrecke von Moosbronn bis nach Michelbach führt an vielen geschichtsträchtigen Orten vorbei; gleich das erste Ziel, der Moosbronner Lindenbrunnen, ist uralter Gerichtsplatz aus germanischer Zeit und Zeuge einer Marienerscheinung. In Moosbronn selbst kann man dann die heute willkürlich erscheinende, aber historisch entstandene Grenze quer durch den Ort nachvollziehen, die erst 1972 aufgehoben wurde.

Die freundliche Mesmerin versorgt uns in der Wallfahrtskirche „Maria Hilf“ noch mit Marienbildchen und Süßigkeiten, bevor wir dem sanft ansteigenden Grenzweg weiter folgen bis zum Mönchskopf. Der Weg läuft dann angenehm auf einer Höhenlinie entlang, bis in einer Senke die Wasenhütte an eine alte Zollstation erinnert. Und wo es Zollstationen gibt, da gibt es auch Schmuggler; und die im Murgtal gängige Redensart „Der läuft wie ein Salzmann“ hat von den hiesigen Salzschmugglern seinen Ursprung, die bei drohendem Unwetter ihr Salz noch schnellen Schrittes in Sicherheit bringen wollten…

Aussicht vom Mönchskopf

Die letzte Anstrengung: Der Weg wird enger, steiler und steiniger – stolz ragt der Sandsteinfels mit seinem Gipfelkreuz uns entgegen. Alle Kräfte sind wieder da, auch die Kleinen laufen zügig auf ihn zu und erklettern ihn, um oben die gewaltige Aussicht in das Murgtal bis in die Vogesen zu genießen. Nur Bären, von denen der Bernsteinfelsen seinen Namen hat, sieht man nicht – der letzte wurde 1740 im Murgtal erlegt.

Der Weg führt uns nun auf unserer Etappe zum Mauzenberg, auf dem etwas abseits des Weges der Mauzenstein liegt. Wir haben das letzte Ziel für heute erreicht; wir verlassen den Grenzweg und steigen durch das raschelnde Herbstlaub das „Bernbacher Steigle“ ins württembergische Bernbach ab, dass uns nach knapp fünf Stunden Wanderung im strahlenden Sonnenschein bald begrüßt.