Schnupper-Gruppenstunde
vor Ort

Ettlingen

Pfadfinder als Wiesenretter

Adlerfarn wird gerodet und in Säcke gepackt.

Der Lebensraum für Tiere und Pflanzen wird immer knapper – auch im Schwarzwald. Daher ist es wichtig, verbuschte Flächen so zu kultivieren, dass die Natur dort wieder atmen kann.
Der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord hat auch in diesem Jahr wieder eine „Herzenssache“-Hilfsaktion gestartet. In den Pfingstferien haben daher unsere Malscher Pfadfindergruppen bei Reichental geholfen, vormals bebuschte Wiesen, die vor kurzem gerodet wurden, von Steinen, Wurzeln und dem wuchernden Adlerfarn zu befreien. Nun können zukünftig wieder Wiesen- und Blütepflanzen dort wachsen und für Insekten eine Heimat bieten. Nachdem die Wiesen dann gereinigt wurde, kann der Verbuschung durch Mäharbeiten zukünftig Einhalt geboten werden; außerdem werden dann wieder Ziegen auf der Wiese weiden können.

Der abgestorbene Adlerfarn wird entfernt.

Wir nehmen schon seit vielen Jahren an dieser Aktion teil, weil das Anliegen der Pfadfinderei – Verantwortung für Natur, Umwelt und die Gesellschaft zu übernehmen – hier vorbildlich zusammentrifft. Und ganz besonders stolz waren die Kinder auch: auf der Heimfahrt nach der Besichtigung des Infozentrums am Kaltenbronn konnten wir im Radio auf SWR4 die Berichterstattung unserer Aktion mit anhören.

SWR-Beitrag zur Aktion

 

Aprilwetter beim Froschbacher Dorffest in Bruchhausen

Am letzten Maiwochenende meinte es der Wettergott nur bedingt gut mit uns Bruchhausenern: So lachte am Freitag noch die Sonne vom Himmel, während sich am Samstag nachmittag alle Schleusen öffneten und die Festwiese innerhalb weniger Minuten leerten!

Zum Glück konnten vorher und nachher noch viele Vorführungen auf der großen Bühne stattfinden. So sangen unsere Meuten Sioniwölfe und Polarfüchse einige schwungvolle Lieder aus ihrem Repertoire vor. Als sich die Wolken verzogen hatten, ließen sich die Gäste dann nicht länger abschrecken und kehrten zum Fest zurück.

Für die kleinen Gäste gab es bei uns Spielstationen, an denen jeder seine Geschicklichkeit beweisen konnte. Begeisterung löste das „Krampenschießen“ auf Joghurteimer aus – so leicht war es gar nicht, alle Eimer vom Tisch herunterzuholen und mancher probierte immer wieder aufs Neue, seinen persönlichen Rekord zu verbessern.

Wir danken den teilnehmenden Vereinen für die gute Zusammenarbeit und dem Team der ARGE Bruchhausen für die gelungene Organisation und hoffen auf besseres Wetter beim nächsten Froschbacher Dorffest, damit nicht wieder das ein oder andere liebevoll vorbereitete Programm ins Wasser fallen muss!

Abenteuerliche Wanderung im Nordschwarzwald

Unterwegs bei jedem Wetter

 

Typisches Aprilwetter herrschte am Ende der Osterferien, als sich die älteren Pfadfinder unserer Sippe Bataver mit befreundeten Pfadfindern zur gemeinsamen Wanderung trafen. Gestartet wurde am Freitagabend beim Dobler Wasserturm, von dort aus ging es bis zur Weithäusleshütte. Hier war das Feuermachen eine kleine Herausforderung, denn alles Holz war durch den Regen am Vormittag nass geworden. Doch schließlich brannte das Feuer und der verführerische Duft von Spaghetti Carbonara lockte alle zum Abendessen.

 

 

Nach dem Aufstehen ging es ans Rucksackpacken und danach zum Frühstück. Der Tee konnte noch in der Glut vom letzten Abend erwärmt werden und das war gut, denn in der Nacht hatte es um die Null Grad. Wieder gestärkt und munter zogen wir also einen Trampelpfad hinauf, auf dem es nicht sehr einfach war voranzukommen,

Abends am Lagerfeuer

da viele Tannen einfach den Weg verwucherten oder dicke Baumstämme darüber lagen. Kurz hielten wir an, setzten die Rucksäcke ab und genossen die Aussicht ins Tal. Bei dieser Gelegenheit gab es dann die erste Gummibärchenrunde.

Der Weg ging genauso weiter und er war wunderschön. An der Langmartskopfhütte, die wir gegen Mittag erreichten, sammelten wir gleich Holz, bevor wir uns zur Teufelsmühle aufmachten. Die Rucksäcke hatten wir an der Hütte regensicher verstaut, so ging es deutlich leichter zu Mühle. Leider konnten wir die schöne Aussicht ins Murg- und Rheintal nicht lange genießen, eine schwarze Gewitterfront kam aus dem Tal auf uns zu! Der riesige Gewitterguß mit Hagel und starkem Wind erwischte uns, bevor wir die rettende Hütte wieder erreichen konnten. Gut durchnässt waren wir dankbar, dass dort schon ein Feuer brannte.”   (Bericht eines Teilnehmers, 14 Jahre)

 

Bei der abendlichen Singerunde kam noch der Förster vorbei, er zeigte sich begeistert, dass wir uns durch den Regen und Schnee nicht abschrecken ließen und wünschte für den Rest der Wanderung besseres Wetter.

Erschöpft, aber voll neuer Eindrücke und Erfahrungen kehrten wir am Sonntagnachmittag nach Hause zurück.