Schnupper-Gruppenstunde
vor Ort

Pforzheim

Weihnachtsmarkt in Saint-Maur

Unser Weihnachtsmarktstand in Saint-Maur

Am zweiten Adventswochenende besuchten einige Mitglieder unseres Pfadfinderstammes Wapiti wieder die Pforzheimer Partnerstadt Saint-Maur-des-Fossés bei Paris. Vor der Reise gab es zwar Bedenken aufgrund der Berichte über die Protestbewegung der Gelbwesten (gilets jaunes), aber außer ein paar kurzfristigen Straßenblockaden war davon nichts zu bemerken.

Viel mehr setzte den Pfadfindern allerdings Sturm und Regen zu, was die Beteiligung am Weihnachtsmarkt auf der schönen Place des Marroniers zu einer Herausforderung werden ließ. Die Wapitis verkauften dort Holzspielzeug und Weihnachtsdekoration – Dinge, die das ganze Jahr über von zahlreichen Mitgliedern gebastelt worden waren.

Besonders erfreulich war die Begegnung mit zahlreichen französischen Pfadfindern und anderen langjährigen Freunden, bei denen die Pforzheimer Gäste privat untergebracht waren. Eine Gruppe der Scouts de France hat sich nun sogar vorgenommen, im nächsten Jahr die Wapitis in Pforzheim zu besuchen, um mit ihnen gemeinsam zu basteln und dabei eigene Anregungen mitzunehmen.

Auf den Spuren von Harald Blauzahn und Leif Eriksson

Unsere Wölflinge spielen zur Zeit das Leben der Wikinger nach. In ihrer Phantasie befinden sich die Kinder im kalten Skandinavien rund tausend Jahre vor unserer Zeit und lernen das damalige Leben kennen. Handwerk, Viehzucht und Ackerbau erfahren die Kinder spielerisch. Die Phantasie ermöglicht dabei einen Besuch beim Gerber, bei dem man die frisch abgezogenen Ziegenfelle verarbeiten lassen kann, genauso wie beim Schmied, den die Kinder in Bildern, Geschichten, Gedichten und Spielen bei seiner Arbeit kennenlernen.

Auf dem Herbstlager, einem gemeinsam verbrachten Wochenende im Grunbacher Pfadfinderheim, durften unsere jungen Wikinger nun den Markt von Haithabu aufsuchen. Für den im Ostseeraum früher tatsächlich gefundenen Bernstein – bei uns in Form kleiner Kunststoffperlen – konnten sie manches erhandeln, was die weit her gereisten Händler dabei hatten. Natürlich brauchen Wikinger auch Waffen und Schiffe, und so konnten sich die einen auf dem Lager ihre Streitäxte oder Schwerter basteln, während die anderen mit der Laubsäge und Leim ganze Modellschiffe erbauten.

Die kommenden Wochen werden uns nach Wikingerart spielerisch nun eher aufs Meer hinausführen. Segel setzen mit den neu gelernten Knoten, auf gedachten Rahen herumklettern und vieles mehr kann man schließlich auch auf dem Spielplatz oder im Wald. Da werden Fahrten an die westeuropäischen Küsten sicher ebenso dazugehören wie die weiten Reisen durch Sturm und Nebel nach Westen.

Winterlager 2016 der Sippen

In den Weihnachtsferien trafen sich Sippen der Stämme Cherusker, Wapiti und Inka in ihrem Pfadfinderheim, um dort einige Tage gemeinsam verbringen.

Höhepunkt einiger Sippen war der Bau eines mannshohen Heißluftballons. Dieser konnte durch heiße Luft aufgetrieben weit in die Höhe steigen. „Schau nur! Er ist schon über alle Bäume hinaus!“ riefen die Jungen und Mädchen sich begeistert zu.

Da hebt der erste Ballon ab - weitere sind schon am Start

Da hebt der erste Ballon ab – weitere sind schon am Start

Den krönenden Abschluss bildete der alljährliche „Bunte Abend“. Jede Gruppe studierte über das Lager hinweg eine Vorführung ein. Die einen zeigten verblüffende physikalische Experimente – ganz wie früher in der „Knoff-Hoff-Show“. Andere spielten Märchen aus Tausendundeiner Nacht oder trugen Gedichte und Clown-Sketche vor.
Zuletzt wurden die neuen Halstücher und Abzeichen an all diejenigen verliehen, die meist seit einem ganzen Jahr dafür gearbeitet hatten. Da stand ihnen der Stolz auf diese Leistung in die Gesichter geschrieben.

Am nächsten Morgen hieß es dann schon wieder Abschied nehmen: „Gut Pfad, bis zum nächsten Lager!“